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Neue Folge: Täubling der Woche #22

Thüringer-Holz, (vor 6717 Tagen)

heute:

Russula atrorubens - Schwarzroter Spei-Täubling oder Gilbender Spei-Täubling Quélet 1897

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Hallo liebe Gemeinde, heute stelle ich euch mal wieder einen scharfen Weißsporer aus der
Untersektion „Atropurpurinae“ vor.

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Charakteristisch für diesen Täubling ist seine beißende Schärfe, wenig festes Fleisch, blumig süßer
Bonbongeruch, leichtes Gilben beim Trocknen und das weiße bis leicht cremefarbene Sporenpulver.

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Sehr ähnlich kann Russula fragilis aussehen, der jedoch Laubbäume bevorzugt und meistens
gesägte Lamellenschneiden aufweist.

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Hut: leuchtend rot, karminrot, schwärzlich purpurrot, auch violettpurpurn oft mit dunkler Mitte

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Lamellen: weiß, ganzrandig, entfernt – nie gesägt, beim trocknen Tendenz zum Gilben

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Stiel: weiß, beim Trocknen von der Basis aufwärts leichtes Gilben

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Fleisch: weiß, sehr scharf

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Vorkommen: typischer Fichtenforst-Begleiter gern an feuchteren Ecken,
bei uns auf oberflächenversauerten Kalkböden, sonst eher im sauren sandigen Milieu,
eventuell auch bei Salix

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Erscheinungszeit: September bis Anfang November

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Mikroskopisch hat Russula atrorubens von allen rothütigen, scharfen Weißsporern die kleinsten Sporen –
die zumal meist länglich ausfallen.

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Hier unterscheidet er sich auch von der emetica-Gruppe die wesentlich größere
Sporen haben und immer rein weißes Sporenpulver aufweisen.

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Nachfolgend Auszüge der Mikromerkmale der hier vorgestellten Kollektionen die ich zusammen
mit Robin ausgearbeitet habe.

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Trotz der großen Variabilität der Huthautelemente zeigen die DZ meist keine oder eine einfache Septierung.

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Sporen: 6-8 x 4,5-7 im Schnitt 6,7 x 5,3

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Sporenpulverfarbe: weiß bis schwächst creme (Ib – IIa)

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Bis zum nächsten mal

Euer Felix

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