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Pilze in Köln und Umgebung (30 Bilder) *PIC*

Gábor, (vor 6697 Tagen)

Hallo liebe Forenteilnehmer,

nun habe ich es endlich geschafft, die Bilder des vergangenen Wochenendes aufzubereiten und hoch zu laden.
Die Aufnahmen entstanden während einer Fahrrad-Tagestour Richtung Bergisches Land, quer durch die Wahner Heide und den Königsforst.
Doch zunächst einmal radelte ich durch städtische Grünanlagen, wie z.B. durch Marienburg.

Auf einem Grünstreifen zwischen Fußgängerweg und Straße unter Rosskastanien wuchsen diese an Hut uns Stiel schnell gilbenden Egerlinge mit auffallend kräftigem Geruch nach Scribtol bzw. Heftpflaster – der Karbolegerling Agaricus xanthoderma:
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Letztere Geruchsassoziation finde ich besonders passend und hilfreich, da den Geruch von frisch aufgerissenem Heftpflaster praktisch jeder kennt - allerdings fand ich auch schon des Öfteren Exemplare ohne wahrnehmbaren Geruch.

Weiterhin sehr charakteristisch finde ich beim Karbolegerling die auffallend chromgelbe Verfärbung in der Stielbasis. Hier jedoch, vermutlich durch die vielen Madenfraßgänge, kaum zu sehen.

Unweit entfernt auf einer gemähten Wiese fand ich auf bereits verrottenden feuchten Grasresten diese kleinen gelben Pilze mit klebrigen Hüten:
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Der Goldmistpilz :Bolbitus vitellinus

Und gleich daneben wuchs der Behangene Faserling Psathyrella candolleana:
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Weiter ging die Radtour am Rheinufer entlang in Richtung Süden.
Auch hier wurde ich auf dem Grünstreifen unter Linden, zwischen Radweg und Straßenbahnschienen, mehrmals fündig.

Gleich an mehreren Stellen fand ich den Fransigen Wulstling Amanita strobiliformis:
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Hier noch ein Schnittbild:
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Sowohl der Hut als auch der Stiel sind mit klebrig-fransigen Velumresten behangen.

Und ähnlich, wie auch in Hannover am Maschsee (auch hier auf dem Grünstreifen unter Linden) fruktifiziert auch am Rheinufer der Netzstielige Hexenröhrling Boletus luridus gleich an mehreren Stellen:
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Die Pilze haben schon ziemlich viel Hitze abbekommen und auch von einer deutlichen Netzzeichnung ist nicht mehr viel zu sehen.

Dann fand ich noch diesen gelblich-ockerfarbenen Täubling. Der Geruch war nicht unangenehm, der Stiel gekammert/wattig ausgestopft:
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Ich will nicht ausschließen, dass auf der gegenüberliegenden Straßenseite neben Linden und Ahorn noch andere Bäume und Sträucher wuchsen.

Und schließlich, ebenfalls an mehreren Stellen und mit einem guten Dutzend Exemplaren, waren diese schwach nach Bittermandeln duftenden und auf Druck nicht gilbenden, doppelt beringten Egerlinge anzutreffen - der Stadtchampignon Agaricus bitorquis:
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Und hier schon ein etwas älteres Exemplar:
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Wie man sieht, hat der Pilz sich erfolgreich durch den Asphalt ans Tageslicht gesprengt.

Ich fuhr über die Rodenkirchener Brücke auf die Andere Rheinseite und weiter ging es Richtung Wahner Heide.
Diesen mit Kiefern, Buchen und Eichen bewachsenen sandigen Waldrand neben der Heide werde ich insbesondere in Hinblick auf Lactarius deliciosus weiterhin schön im Auge behalten:
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Auf einem schon ziemlich zerfallenen Baumstamm fand ich den Schuppigen Sägeblättling Lentinus lepideus:
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Auf gestapeltem Holz entdeckte ich diese beeindruckenden Pilzlandschaften:
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Und alle Nase lang müffelten diese Stinker um die Wette:
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Schließlich fand ich in der Heide noch den Fleischfarbenen Speisetäubling Russula vesca:
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Sowie mehrere grünlich gefärbte Täublinge, die dem Grasgrünen Täubling Russula aeruginea nicht unähnlich ausschauten :-)
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In einem alten Buchenwald hat der Echte Zunderschwamm Fomes fomentarius ein weiteres Opfer zur Strecke gebracht:
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Am Rheinufer (be)fällt er auch schon mal gerne alte Pappeln.

Und bereits zum dritten mal seit Anfang Mai finde ich den Austernseitling – hier auf einem morschen herabgefallenen Buchenast:
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Und weiter geht es mit den Pilzen im Bergischen Land.
Verglichen mit den bisherigen Funden war es hier jedoch eher etwas verhalten.
Zwar gab es auch hier in Köln einige kräftige Gewitter mit wolkenbruchartigen Regenfällen, doch ließen sich die Wälder dadurch in der Umgebung nur wenig beeindrucken und blieben weiterhin rascheltrocken.

Dort, wo de Boden etwas verdichtet war, blieb das Wasser sogar in kleinen Tümpeln stehen:
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Mitten aus dem schotterigen Wanderweg wuchs ein Rauhfuss-Weichritterling Melanoleuca verrucipes
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Zwischen Steinen auf einer Böschung fand ich diesen alten Flockenstieligen Hexenröhrling Boletus erythropus:
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Unweit dieser Stelle wuchs der Narzissengelbe Wulstling Amanita gemmata:
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Sowie zwei Perlpilze Amanita rubescens:
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Bereits auf dem Heimweg durch den Königsforst gab es noch ein Paar Funde.

Gallenröhrling Tylopilus felleus:
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Ein vertrockneter Rübling:
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Der Graue WulstlingAmanita excelsa:
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Zum Schluss dann noch zwei nicht näher bestimmte Täublinge:
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Und ein einsamer, noch junger Stäubling auf dem Waldweg:
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Insgesamt hatte ich insbesondere im Bergischen Land dank der doch ausgiebigen Regenfälle etwas mehr erwartet.

Aber angesichts der Dürre in meiner Exilheimat Niedersachsen will man ja nicht unbescheiden sein :-)

LG, Gábor

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Noch ein Paar Naturbilder hinterher (8 Bilder) *PIC*

Gábor, (vor 6697 Tagen) @ Gábor

Hier sind noch weitere Bilder aus der Gegend, in der ich mich herumtreibe.

Ein schöner unaufgeräumter Buchenwald:
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Romantisch plätschernde Bächlein im Bergischen Land:
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Eine Blauflügel-Prachtlibelle:
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Ein Blick übers Tal:
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Der allgegenwärtige Rote Fingerhut:
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Zwar ist die Spargelzeit schon vorbei, doch hat sich das noch nicht bis hierhin herumgesprochen - der Fichtenspargel:
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LG, Gábor

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Re: Pilze in Köln und Umgebung (30 Bilder)

42, (vor 6696 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

Dank 'Köln' (Umlaut) in der URL werden viele die Bilder nicht sehen können.

Ein vertrockneter Rübling:

Der sieht eher nach Dachpilz aus ...

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Pilze in Köln und Umgebung (30 Bilder)

Stephan Weißer, (vor 6696 Tagen) @ Gábor

Schöne Doku!
Zu den Täublingen fallen mir ein:
Frauentäubling (der grünliche, der wie aeruginea aussehen soll)
Russula romellii (der violetthütige mit gelblicher Mitte)
Russula violeipes (der gelbhütige mit dem leicht angedeutet violetten Stiel)

Gruß
Stephan

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Sehr schöne Gegend......

Steininger, (vor 6696 Tagen) @ Gábor

......in der du dich rumtreibst! Und mit dem Wachstum wird's schon noch werden.
Bei uns hat's auch zwei Wochen gedauert.....
Viele Grüße
Wolfgang

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Re: Pilze in Köln und Umgebung (30 Bilder)

Gábor, (vor 6696 Tagen) @ 42

Hi Thomas,

ich gebe zu, es war ungeschickt mit dem Umlaut.
Ich habe auch darauf geachtet, doch ausgerechnet den einen habe ich übersehen.

Naja, meine Funde können mit Wolfgangs Röhrlingen eh nicht mithalten :-)

Und ich war am schwanken zwischen Rübling und Dachpilz.
Vermutlich hast Du aber recht...

LG, Gábor

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Re: Pilze in Köln und Umgebung (30 Bilder)

Gábor, (vor 6696 Tagen) @ Stephan Weißer

Schöne Doku!
Zu den Täublingen fallen mir ein: Frauentäubling (der grünliche, der wie
aeruginea aussehen soll)
Russula romellii (der violetthütige mit gelblicher Mitte)
Russula violeipes (der gelbhütige mit dem leicht angedeutet violetten Stiel)
Gruß
Stephan

Hallo Stephan,

mit den Täublingen bin ich da etwas zurückhaltend, was die rein makroskopische Bestimmung angeht.

Im Bergischen Land habe ich auch eine Stelle, an der schon mal recht viele Frauentäublinge ausschließlich mit grünen Tönen im Hut vorkommen.

Allerdings haben diese dann auch die charakteristischen Lamellen, die nicht nur elastisch sind - wie das auch bei anderen noch jungen Täublingen schon mal der Fall sein kann - sondern sich auch stets irgendwie speckig-schmierig anfühlen.
Naja, und den Geschmackstest bei Täublingen habe ich mir schon seit längerem abgewöhnt und verlasse mich nur auf meine Nase.

Chemiebaukasten und Mikroskop ist natürlich eine feine Sache für die endgültige Gewissheit, doch fehlt mir hier dann doch der Ehrgeiz und auch die Zeit.
Und es wäre dann auch eine weitere Baustelle - meine jetzige große Baustelle ist das Erstellen von Pilzen in 3D.

R. violeipes makroskopisch zu bestimmen traue ich mir dennoch zu.
Ich kenne ihn allerdings gerade im jungen Stadium mit fein bereiftem Hut und einem Geruch, den ich mit grünen Walnüssen assoziiere. Wenn der Pilz dann etwas älter wird, geht der Geruch mehr in Richtung Krabbensalat :-)
Die Stielbasis ist ählich zugespitzt wie bei R. vesca und die violette Tönung am Stiel kann auch gänzlich fehlen.

LG, Gábor

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Re: Sehr schöne Gegend......

Gábor, (vor 6696 Tagen) @ Steininger

......in der du dich rumtreibst! Und mit dem Wachstum wird's schon noch
werden.
Bei uns hat's auch zwei Wochen gedauert.....
Viele Grüße
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

ja ne ist klar:-)
Aber ob ich dann in meinem neu entdeckten schönen Buchenwald mit eingestreuten alten Eichen auch Deine schönen Röhrlinge finde?

LG, Gábor

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Re: Sehr schöne Gegend......

Steininger, (vor 6696 Tagen) @ Gábor

Hallo Wolfgang,
ja ne ist klar:-)
Aber ob ich dann in meinem neu entdeckten schönen Buchenwald mit
eingestreuten alten Eichen auch Deine schönen Röhrlinge finde?
LG, Gábor

Ich drück' dir die Daumen!
VG
Wolfgang