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Kleinigkeiten *PIC*

DirkW, (vor 6670 Tagen)

liebe pilzfreunde,

hier mal ein paar sommerliche "kleinigkeiten", damit die vertreter der pilzwelt unter 30, ok sagen wir 10 cm nicht ganz in vergessenheit geraten.
den anfang macht: calycina heterospora - auf brombeere.
viele grüße
dirk

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Nr.2 *PIC*

DirkW, (vor 6670 Tagen) @ DirkW

orbilia auricolor (= curvatispora) - zusammen mit nectria magnusiana.
ist der rosa einschlag der apothezien typisch? vielleicht ... jedenfalls lange sichelförmige, gebogene sporen.

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Nr.3 *PIC*

DirkW, (vor 6670 Tagen) @ DirkW

auf kräuterstengeln häufig: cistella grevillei.

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Nr.4 *PIC*

DirkW, (vor 6670 Tagen) @ DirkW

scutellinia spec., vielleicht umbrorum - übrigens nicht auf das blatt gelegt, sondern wuchs auf fagus-blatt.

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Nr. 5 *PIC*

DirkW, (vor 6670 Tagen) @ DirkW

mycena adscendens - auf buche.

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Nr. 6 *PIC*

DirkW, (vor 6670 Tagen) @ DirkW

nix besonderes, aber trotzdem hübsch ... vor allem im regen: behangener düngerling.

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Re: Nr. 6

Krötenhocker, (vor 6670 Tagen) @ DirkW

Hallo Dirk,
hast Du Dir für diesen Panaeolus sphinctrinus ein Unterwasser-Gehäuse zum knipsen besorgt? ;-)
VG,
Jens

nix besonderes, aber trotzdem hübsch ... vor allem im regen: behangener
düngerling.

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Re: Nr.2

Ingo Wagner, (vor 6670 Tagen) @ DirkW

orbilia auricolor (= curvatispora) - zusammen mit nectria magnusiana.
ist der rosa einschlag der apothezien typisch? vielleicht ... jedenfalls
lange sichelförmige, gebogene sporen.

Hallo Dirk!

Da schlägt das Herz natürlich höher bei der Sichtung deiner "Kleinigkeiten". Die Calycina möchte ich auch mal finden.
Manche Orbilia-Arten sind wirklich sehr farbveränderlich, die gleiche Art kann manchmal wirklich total verschiedenfarbig sein.

Ausgerechnet bei auricolor bilde ich mir aber ein, dass weiß oder weiß mit Rosastich ok. ist, die Becherchen auf deinem Bild kommen bei mir aber recht orangefarben an.
Was mich aber viel misstrauischer macht ist, dass auf deinem Bild selbst junge Apothezien keinen Rand haben.
Ist das sicher, dass die sichelförmigen Sporen keine Fremdsporen sind? Könntest du mir zu liebe noch mal versuchen, die Sporenform auch im Ascus zu auszumachen?

VG Ingo W

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Re: Nr.2

DirkW, (vor 6670 Tagen) @ Ingo Wagner

hallo ingo,

die sichelförmigen sporen (9-11 x 0,5) waren auch in den asci zu sehen. über die (nicht nur auf deinem monitor) deutlich orange apothezien-farbe habe ich mich auch gewundert. dennoch meine ich auch hier einen typisch rosa einschlag zu erkennen ... anscheinend sind die einzelnen arten in der tat extrem variabel, was die farben angeht. was du mit dem rand meinst, habe ich nicht ganz verstanden ...
mit dem zotto-schlüssel auf der dvd komme ich jedenfalls auch farblich gut zu auricolor:

$Auricolor-Gruppe
Spezielle Merkmale siehe aurantiorubra-Gruppe

KEY
-----Spores always (slightly) medium to strongly sickle-shaped

1. Paraphyses apically consistently lanceolate, 3-6 µm protruding over dead asci, no exudate, subtropical .. O. lanceolata
1. Paraphyses apically cylindrical to strongly capitate(-clavate), with broadly rounded ends mostly covered by exudate .. 2

2. Apothecia red (by non-refractive, red vacuoles in the paraphyses), spores *9-11.5 x 0.8-0.9 µm, SB 1.3-2.2 x 0.4 µm, margin with long glassy processes, anamorph: Dactylellina ?haptotyla, wood and bark ?Quercus, F .. O. rubrovacuolata
A similar collection with hyaline apothecia on leaf of ?Quercus, F
2. Apothecia hyaline to rosaceous or yellow-orange, without coloured vacuoles, glassy processes absent or present .. 3

3. Apothecial margin crenulate, composed of distinct rows of thick-walled cells orinted at a low angle (10-50°) to the surface .. 4
3. Apothecial margin smooth, priented at a high angle (79-90°) to the surface .. 5

4. Spores †7.5-10.5 x 0.8-1 µm, asci †(22-)25-30(-32) x 2.5-3.4 µm, xerointolerant, subtropical .. O. cecropiae
4. Spores *6-11.5 x (1.1-)1.2-1.4(-1.6) µm, asci †31-40(-45) x (3-)3.3-3.8(-4.2) µm, xerotolerant, semiarid .. O. desertorum (“fimicoloides”)

3. Spores *(6?)8-12(-13) x 1-1.3 µm, base gradually and strongly attenuated, SB 1.2?2(-2.3) x 0.5?0.8 µm, asci *(30-)40-50(-60) x 3.4-4.3 µm, on various substrates: herbaceous stems, wood, bark, leaves and fruits of deciduous (and coniferous) trees, dung, world-wide .. O. auricolor (Bloxam ex Berk. & Br.) Sacc. agg. (incl. O. fimicola Jeng & Krug & O. psychrophila)

Hier denke ich liegt ein Tippfehler vor und es müsste der Schlüsselabzweig 5! gemeint sein!

an anderer stelle des gesamtschlüssels ist noch von einer aranea die rede, deren apothezien-farbe besser passt, der aber anscheinend zweifelhafter art-rang eingeräumt wird, wenn ich es richtig verstanden habe:

15. Apothecia light yellow-ochraceous-orange, with a distinct abundant white subiculum (well visible when dry), marginal cells with low glassy caps (exudate?), bark of Tilia or Ulmus, Central Europe (not recorded from Spain) .. O. aranea Svrcek

This taxon is doubtfully specifically different from O. auricolor, but it seems at least to differ in color and in xerotolerance.
15. Apothecia whitish to very pale rosaceous-violaceous, subiculum less distinct, cortical cells ± without glassy caps or exudate .. 16

16. Spores *6?12.5 x 0.8?1.5 µm, slightly to strongly sickle-shaped, SB 0.8?2.2 x 0.4?0.8 µm, on various substrates: herbaceous stems, wood, bark, leaves and fruits of deciduous (and coniferous) trees, dung, world-wide .. O. auricolor (Bloxam ex Berk. & Br.) Sacc. agg. (incl. O. fimicola Jeng & Krug and O. fimicoloides Webster & Spooner)

das ganze ist etwas verwirrend und gerade diese teile des schlüssels sind auf meiner dvd-ausgabe wohl noch provisorisch.
schöne grüße
dirk

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Re: Nr.2 *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6669 Tagen) @ DirkW

hallo ingo,
die sichelförmigen sporen (9-11 x 0,5) waren auch in den asci zu sehen. über
die (nicht nur auf deinem monitor) deutlich orange apothezien-farbe habe
ich mich auch gewundert. dennoch meine ich auch hier einen typisch rosa
einschlag zu erkennen ... anscheinend sind die einzelnen arten in der tat
extrem variabel, was die farben angeht. was du mit dem rand meinst, habe
ich nicht ganz verstanden ...
mit dem zotto-schlüssel auf der dvd komme ich jedenfalls auch farblich gut zu
auricolor: $Auricolor-Gruppe
Spezielle Merkmale siehe aurantiorubra-Gruppe
KEY
-----Spores always (slightly) medium to strongly sickle-shaped
1. Paraphyses apically consistently lanceolate, 3-6 µm protruding over dead
asci, no exudate, subtropical .. O. lanceolata
1. Paraphyses apically cylindrical to strongly capitate(-clavate), with
broadly rounded ends mostly covered by exudate .. 2
2. Apothecia red (by non-refractive, red vacuoles in the paraphyses), spores
*9-11.5 x 0.8-0.9 µm, SB 1.3-2.2 x 0.4 µm, margin with long glassy
processes, anamorph: Dactylellina ?haptotyla, wood and bark ?Quercus, F ..
O. rubrovacuolata
A similar collection with hyaline apothecia on leaf of ?Quercus, F
2. Apothecia hyaline to rosaceous or yellow-orange, without coloured
vacuoles, glassy processes absent or present .. 3
3. Apothecial margin crenulate, composed of distinct rows of thick-walled
cells orinted at a low angle (10-50°) to the surface .. 4
3. Apothecial margin smooth, priented at a high angle (79-90°) to the surface
.. 5
4. Spores †7.5-10.5 x 0.8-1 µm, asci †(22-)25-30(-32) x 2.5-3.4 µm,
xerointolerant, subtropical .. O. cecropiae
4. Spores *6-11.5 x (1.1-)1.2-1.4(-1.6) µm, asci †31-40(-45) x
(3-)3.3-3.8(-4.2) µm, xerotolerant, semiarid .. O. desertorum
(“fimicoloides”)
3. Spores *(6?)8-12(-13) x 1-1.3 µm, base gradually and strongly attenuated,
SB 1.2?2(-2.3) x 0.5?0.8 µm, asci *(30-)40-50(-60) x 3.4-4.3 µm, on
various substrates: herbaceous stems, wood, bark, leaves and fruits of
deciduous (and coniferous) trees, dung, world-wide .. O. auricolor (Bloxam
ex Berk. & Br.) Sacc. agg. (incl. O. fimicola Jeng & Krug & O.
psychrophila)
Hier denke ich liegt ein Tippfehler vor und es müsste der Schlüsselabzweig 5!
gemeint sein!
an anderer stelle des gesamtschlüssels ist noch von einer aranea die rede,
deren apothezien-farbe besser passt, der aber anscheinend zweifelhafter
art-rang eingeräumt wird, wenn ich es richtig verstanden habe: 15.
Apothecia light yellow-ochraceous-orange, with a distinct abundant white
subiculum (well visible when dry), marginal cells with low glassy caps
(exudate?), bark of Tilia or Ulmus, Central Europe (not recorded from
Spain) .. O. aranea Svrcek
This taxon is doubtfully specifically different from O. auricolor, but it
seems at least to differ in color and in xerotolerance.
15. Apothecia whitish to very pale rosaceous-violaceous, subiculum less
distinct, cortical cells ± without glassy caps or exudate .. 16
16. Spores *6?12.5 x 0.8?1.5 µm, slightly to strongly sickle-shaped, SB
0.8?2.2 x 0.4?0.8 µm, on various substrates: herbaceous stems, wood, bark,
leaves and fruits of deciduous (and coniferous) trees, dung, world-wide ..
O. auricolor (Bloxam ex Berk. & Br.) Sacc. agg. (incl. O. fimicola
Jeng & Krug and O. fimicoloides Webster & Spooner)
das ganze ist etwas verwirrend und gerade diese teile des schlüssels sind auf
meiner dvd-ausgabe wohl noch provisorisch.
schöne grüße
dirk

Hallo Dirk!

Mal ein Bild von Orbilia auricolor/curvatispora wie ich sie letztes Jahr fand:
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Soll auch gleich die Erklärung sein, was ich mit Rand meine.

Auch auf den vielen Baral-DVD-Bildern ist die Form und Farbe in etwa die gleiche, deshalb meine Zweifel bei deinen orangefarbigen, scheibigen Apothezien.

Du schreibst:

mit dem zotto-schlüssel auf der dvd komme ich jedenfalls auch farblich gut zu
auricolor: $Auricolor-Gruppe

Verstehe ich schon, dass man mit dem Schlüssel in die Sektion kommen kann, trotzdem sind da wieder meine ewigen Zweifel (wäre für mich einfacher gewesen, du hättest für die "Oranjes" eine andere Sporenform gefunden), denn nach obigem Schlüsselpunkt 15: auricolor weiß bis sehr hell rosalich/violettlich;
obiger Schlüsselpunkt 3: "Apothecial margin smooth, priented at a high angle (79-90°) to the surface". "Priented" kann ich nicht übersetzen, bisher dachte ich aber, der Satz bedeutet frei übersetzt in etwa "Apothezienrand kahl, 79-90 Grad zur Oberfläche (Substrat?) abgewinkelt/ abgehoben/ nach oben gerollt".

Ich will natürlich auch nicht verheimlichen, dass ich bei Orbilien nicht den Durchblick habe, denn da werden zur korrekten Bestimmung Winzigkeiten analysiert, die ich nicht in der Lage bin nachzuvollziehen. Auf Grund dessen, behandele ich diese hübschen Winzigkeiten recht stiefväterlich.

Wie waren denn so die Fundumstände?

VG Ingo W

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Re: Nr.4

Seraph, (vor 6667 Tagen) @ DirkW

scutellinia spec., vielleicht umbrorum - übrigens nicht auf das blatt gelegt,
sondern wuchs auf fagus-blatt.

Hallo,

bist du sicher, dass der Fruchtkörper nicht durch das Blatt gewachsen ist, selbiges auf Holz gelegen hat? Es sieht nämlich recht löcherig aus, eine folicole Scutellinia ist mir nicht bekannt und es gibt auch keinerlei Daten darüber.

Gruß,
Seraph

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Re: Nr.4

DirkW, (vor 6667 Tagen) @ Seraph

Hallo,
bist du sicher, dass der Fruchtkörper nicht durch das Blatt gewachsen ist,
selbiges auf Holz gelegen hat? Es sieht nämlich recht löcherig aus, eine
folicole Scutellinia ist mir nicht bekannt und es gibt auch keinerlei
Daten darüber.
Gruß,
Seraph

hallo björn,

ganz sicher, habe gerade nochmal nachgeschaut (im kühlschrank). die rückseite des blattes ist unversehrt. genauer gesagt sind es zwei, drei alte blätter, die aufeinandergepappt sind, ohne holzreste. ich habe zwar auch noch nie eine scutellinia auf blättern gehabt, aber warum sollte einen das wundern, angesichts des breiten substratspektrums vieler arten (erde, holz, "plant debris and other decaying organic material", ja sogar papier)? ich habe scutellinias jedenfalls bisher nicht als besonders substratspezifisch kennengelernt. dass keine daten vorliegen, liegt vielleicht auch daran, dass (leider) oft keine genauen substratangaben gemacht werden - so zumindest im schumacher.
viele grüße
dirk

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Re: Nr.4

Ingo Wagner, (vor 6665 Tagen) @ DirkW

hallo björn,
ganz sicher, habe gerade nochmal nachgeschaut (im kühlschrank). die rückseite
des blattes ist unversehrt. genauer gesagt sind es zwei, drei alte
blätter, die aufeinandergepappt sind, ohne holzreste. ich habe zwar auch
noch nie eine scutellinia auf blättern gehabt, aber warum sollte einen das
wundern, angesichts des breiten substratspektrums vieler arten (erde,
holz, "plant debris and other decaying organic material", ja
sogar papier)? ich habe scutellinias jedenfalls bisher nicht als besonders
substratspezifisch kennengelernt. dass keine daten vorliegen, liegt
vielleicht auch daran, dass (leider) oft keine genauen substratangaben
gemacht werden - so zumindest im schumacher.
viele grüße
dirk

Hallo Björn!

Ich seh´s genauso: vom Blatt bis zum pflanzlichen Detritus ist es doch nicht weit. Ich denke nicht, dass die Scutellinia deswegen unbedingt als foliicol einzuschätzen ist.

VG Ingo W