Re: Bestimmungshilfe erbeten
Hallo & guten Abend,
ich habe die Diskussion aus Zeitgründen nicht im Detail verfolgen können. Was
H. albidus betrifft, so ist er nach meiner Erfahrung sowohl nach der
Anzahl der Fundstellen als auch - vermutlich - nach Anzahl der
Fruchtkörper mit die häufigstge Hymenoscyphus-Art im Voralpenland und den
Schluchtwäldern des Gebirges. Sie kommt praktisch überall vor, wo Eschen
stehen. Die Sporenmaße variieren sehr stark, ich habe 14,5-20,6 um
gemessen, wobei das wohl die Extremwerte sind.
Bei H. aesculi bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, ob das die Art ist, die
ich bei mir als Lanzia aesculi (Vel.) Svrcek abgeheftet habe. Davon habe
ich bisher erst einmal ein Vorkommen entdeckt, an alten Blättern und
Blattstielen der Rosskastanie, zeitgleich und fast ortsgleich mit H.
albidus. Könnt ihr mir die Autorennamen von Hymenoscyphus aesculi nennen?
Wenn das Basionym Helotium aesculi Vel. ist, reden wir von der gleichen
Art.
Gruß, Till
Hallo Till!
Damit ist das gleiche gemeint. Offiziell gilt wohl noch der Name Lanzia aesculi (Vel.) Svrcek, das Lanzia taucht aber sowohl bei Baral als auch bei Declercq in Anführungsstrichen auf, dass bedeutet dann in der Regel, dass sie mit der Stellung in dieser Gattung nicht so recht zufrieden sind.
Ja, das Basionym ist Helotium aesculi Velen.
VG Ingo W
P.S.: Das wäre ja genial, wenn du beide Arten kennst. Dann kannst du dir vielleicht ein Urteil bilden. Ich hätte da schon noch Fragen.