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Re: Sklerotienbecherlinge voll da

Christoph ⌂, (vor 9333 Tagen) 878 Beiträge @ Lothar

Servus Lothar, frohe Ostern nachträglich...

Ein anderer schöner Fund (für mich das erste Mal) ist der Blaufüßige Helmling
(Mycena cyanorhiza). Die Stielbasis dieses kleinen Blätterpilzes ist
wunderschön himmelblau, zumindest in jungem Zustand - alt verblaßt sie.

Gratuliere! Habe ich auch erst einmal gefunden. Ein tolles Pilzchen...

Die Rhön ist herrlich und gibt sicher im Lauf der nächsten Jahre so manchen
tollen Plz preis.

Vielleicht findest Du ja auch Boletus regius :=)

Ach ja, eine Frage an die Cracks, z. B. Christoph Hahn: Ich fand auf einem
finalfaulen Fichtenstumpf einen Blätterpilz mit etwa folgenden Merkmalen:
Hut 5-8 mm, gewölbt-verflacht. düster hornbraun mit blasserem Rand,
speckig-glatt (unter Bino feinstens eingewachsen faserig). Lamellen breit
angewachsen, sehr entfernt, blaßgrau bis fast weißlich, mit schwachem
stahlbläulichem Anflug, dicklich. Stiel kürzer oder etwas länger als Hut
breit, 5-9 mm, stahlblau-blaugrau (wie manche Rötlinge), nach unten
dicker, auf ganzer Länge fein filzig bereift, 1-1,4 mm dick, beim ältesten
Fruchtkörper kaum mehr blau, sondern mehr schwärzlich graubraun. Stielbais
weißlich strahlfilzig. Stiel- und Hutfleisch durchgefärbt. Stiel voll.
Konsistenz knorpelig-zäh.
(Auffällige) Cheilozystiden fehlen. Basidien 4-sporig, sehr polymorph, oft
seitlich gestielt und wie Pleurobasidien wirkend. Sporen wenige reif, ca.
8,5-10,5/6-7 µm, eiförmig (tropfenförmig), mit Apikulus, hyalin, glatt..
Pileipellis eine Cutis mit dünner subhyaliner oberster Schicht aus
dünneren, 1,5-4 µm breiten Zellen, darunter dickere Schicht mit breiteren,
9-28 µm breiten und bis 120 µm langen Zellen, dort mit intrazellulären und
fein inkrustierendem braunem Pigment. Caulozystiden dichtgedrängt,
zylindrisch-keulig, selten subcapitat, dünnwandig, oben bis 20 µm, an der
Stielbais 50 - 180 mm vorragend..
Ich habe keine Ahnung, was das ist, habe es noch nie gesehen und auch keine
Idee.

Puh, wenn Du, obwohl Du ihn frisch im Gelände gesehen hast, keine Ahnung hast, welche Gattung es sein könnte!!!! Ich habe da noch viel weniger Peil (und ohne Bild). An Deiner Beschreibung wundern mich am meisten die Blautöne. Kurz gesagt, sieht das Ding wohl aus wie eine Kreuzung aus Gymnopus (fettig, knorpelig zäh?) und einem Rötling, ist aber kein Rötling. Da fällt mir wenig ein. Gymnopus nivalis ist fast schon durch, ausserdem ist er ja nicht blau. Wenn ich mal ganz dumm raten sollte (liege wohl weit daneben), dann schau Dir mal die Sporen in Ammoniak an. Wird der Inhalt dann schön gelb? Wenn ja, dann ist's ne Callistosporium. Hier sind aber die Lamellen meistens auch gelb... Ein Helmling wird's ja wohl auch nicht sein (keine Cheilocystiden????).

Sind die Sporen denn irgendwie färbbar, sind sie amyloid, cyanophil etc. Sporenpulverfarbe wohl blass?

Wg, des fettigen Glanzes, der entfernten Lamellen und des zähen Fleisches denke ich am ehesten an die weitläufige Collybia/Gymnopus/Rhodocollybia/Marasmiellus/Marasmius/Xeromphalina-Verwandtschaft. Aber ohne Cheilos, bei der HDS????

Langer Rede kurzer Sinn: Habe keine Ahnung, bin aber sehr neugierig. Klingt sehr interessant.

Leider kein Dia - war kein Fotograph dabei und ich selber
fotographiere nicht.

Schade!

Muß ich wiederfinden - ob das gelingt?

Viel Glück!
Dein Christoph

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