Re: theorie zum morchelwachstum
(jetzt meine spekulationen
: auf brandstellen können die Morcheln von
geschützen stellen ausgehend die sterilisierte, von konkurrenzmycelien
befreite fläche mit ihren vielen abgestorebnen unterirdischen
pflanzenteilen rasch besiedeln und sind somit besonders begünstigt.
Hallo Michel,
klingt alles plausibel. Ich habe mir da auch schon so einiges überlegt: im Fall der Walbrandgeschichte gibt es sicherlich einen gehörigen pH-Schub beim ersten Regen durch die reichlich vorhandenen Carbonate (Potasche etc.), evtl. hat auch das eine "sterilisierende" Wirkung? Gleichzeitig damit steigt der Gehalt an Na, K, Ca und Mg im Boden kurzzeitig stark an.
rindenmulch verschaffen evtl. harzstoffe,
Rindenmulch der aus der Holzindustrie (schälen der Nadelholztämme) kommt enthält einen Haufen Närstoffe (Eiweis/Mineralien). Gleichzeitig verhindert der saure Charakter und der Abdeckeffekt unerwünschtes Pflanzenwachstum. Ich denke die Situation ist durchaus der beim Waldbrand nicht unähnlich.
Für das Ausbleiben weiterer Ertäge beim Mulch könnte einerseits ein rascher Verbrauch der Nährstoffe oder aber eine Verschiebung des pH im darunter liegenden Boden in Richtung Sauer (durch den sich zersetzenden Mulch) sein.
soweit die theorie, ich hoffe in den nächsten tagen/wochen wieder verstärkt
praktische Erfahrungen sammeln zu können
Viel Glück beim morceln!
Meine derzeitigen Beobachtungen in den rheinhessischen Obstfeldern stützen leider nicht meine Theorie zur obigen pH Geschichte, jedoch ist auch hier auffällig, dass die Wichteln fast immer nahe zwischen den Bäumen und dort bevorzugt auf bewuchsfreiem Terrain zu finden sind.
Leider habe ich in benachbarten Wäldchen noch nichts finden können
.
P.S. Mit all dem was man über den Morchelzyclus weis sollte es doch möglich sein diese zu züchten. Einem Amerikaner ( R. Ower et al) ist es angeblich gelückt. Gibt es ausser dem noch andere mit erfolgreichen Zuchtversuchen?
Grüsse
Waldemar
: auf brandstellen können die Morcheln von