Hallo Harald,
das sind plausible Argumente, aber bei den Pilzen ist das eben so, um es mal
so platt zu sagen. Das ist bei anderen Kartierungen als der
Online-Kartierung im Grunde auch nicht großartig anders. Was meinst Du wer
bei Krieglsteiner seine Daten geliefert hat?
Nunja, das waren zumindest Personen, die in gewissem Maße in der "Szene" schon bekannt waren, also einen gwissen Vertrauensvorschuss besaßen (und natürlich das Vertrauen des Herrn Krieglsteiners). Das ist im Online-Kartierungsprojekt von Axel Schilling schon auch so; viele Namen (und seien es auch Pseudonyme) kennt man.
Mir bangt hier und jetzt eher vor einem falsch verstandenen "Massen-Aufruf" an alle Einsteiger und Schwammerl-Kulinariker im Forum, diese Online-Kartierung bedenkenlos mit "Populär-Material" zu füttern. Natürlich kann jeder seinen Steinpilz, Perlpilz oder Flockie, der leicht zu bestimmen ist, kartieren, ich frage mich dann nur, was das für denjenigen einen Sinn haben soll, wenn die Artenkenntnis sich darüberhinaus nicht vermehrt. Eine repräsentative "Verteilung" der Arten kommt dabei auch nicht raus, oder ist zumindest mal vorläufig "schieflastig", bis dann mal auch andere Arten nachkommen. Auf der anderen Seite, sind in Regionen, wo versierte Mykologen kartieren, viele seltene Arten und Erstnachweise erfasst
Grüßle
Juergen
p.s.: Ich kartiere natürlich nicht für die Schublade.