Re: Keine Ahnung von Pilzen!
Hallo!
Ich bin zwar selbst "vorbelastet" gewesen, was das Pilzesammeln angeht, da ich als Göre viel mit Mutter und Oma mitgelaufen bin, wenn es "in die Pilze" ging, aber durch meinen Umzug von Brandenburg nach Hessen und eine fast völlige Umstellung der Umgebung mußte ich mir auch viele Sachen ganz neu aneignen - bin ja auch immernoch dabei.
Meine Erfahrung: viele unbekannte "Bestimmlinge" im Korb vermiesen einem das Erfolgserlebnis. Ich habe mir aus drei verschiedenen Pilzbüchern die Beschreibungen weniger Arten eingeprägt und dann im Wald ganz gezielt nach diesen geguckt. Da ist es hilfreich, zuerst nach den häufiger vorkommenden Arten zu schauen.
Wenn Du im Kopf hast, wie z.B. ein Rotfußröhrling oder eine Herbsttrompete ausschaut, welche Begleitbäume wichtig sind, ob er auf dem Boden oder an Holz wächst, wie der Pilz riecht und sich anfühlt und sich im Anschnitt verhält, schaust Du im Wald ganz gezielt nach diesem und trainierst damit sozusagen die Basics. 
Danach fällt es auch leichter, Verwandte zu erkennen.
Zumindest mir geht es so - zu viel verschiedenes auf einmal bleibt nach einem Spaziergang kaum im Hirn.
Es geht halt nur Stück für Stück.
Ich wünsche Dir viel Freude, auch mit den kleinen Kostbarkeiten jenseits der Bratpfanne. Manchmal genügt es, einfach nur staunend vor so einem Kunstwerk der Natur den Hut zu ziehen.
herzliche Grüße aus dem Taunus
Kattugla