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Erfahrung mit "polnischen" Pilztourismus?

Cory, (vor 6587 Tagen)

Wie ist das eigentlich mit dem "polnischen" Pilztourismus?

Hallo Pilzfreunde!

An einer meiner Lieblingsstellen nahe einem geschützten Feuchtbiotop habe ich letzten Donnerstag erstmals auf einer sauberen, dünnen Moos-Schicht im Mischwald ein kleines Feld mit vielen minikleinen Hexenröhrlingen o.ä. entdeckt. Ich habe das so noch nie zuvor live gesehen, kenne die Stelle jedoch bestens für allerlei Lurchgetier.

Heute ging ich wieder zu dieser Stelle, selbstverständlich in Hoffnung auf die Ernte sowie den grandiosen Anblick der Natur.
Das alle Pilze plötzlich weg waren, kann ich als fairer Sportler durchaus hinnehmen.
Was sich mir jedoch bot, war ein Bild der Zerstörung: Über die ganze grüne Insel im Wald waren die Moosschichten im Umkreis von 20 Meter komplett umgeharkt. Ich muß wohl nicht dazu erwähnen, daß sie einen wichtigen und seltenen Lebensraum für Lurche, Molche, Frösche, Schlangen u.v.a.m. darstellen und selbstverständlich streng geschützt sind, im Sinne eines intakten Waldes und Feuchtbiotop.

Etwas weiter, 10 Minuten später auf meinem Weg lief ich nochmal zurück um bei klaren Gedanken alles genau zu registrieren, was hier geschah, wie und warum?
Könnt ihr mir darauf eine Antwort geben?
Warum harken Pilzsucher scheinbar speziell solche Stellen ab???
Was ist da noch im Boden?

300 Meter weiter habe ich dann schließlich die Täter ertappt. Es waren 4 Männer, die scheinbar systematisch den Wald durchkämmen, Frauen und Kinder auf der anderen Seite mit Kartoffel-Säcken suchen die schwächeren Stellen ab.
Sie gaben sich Mühe unentdeckt zu bleiben und verhielten sehr scheu.

Mir kommt leider das kalte Kotzen bei dem Gedanken, daß scheinbar ganze Sippschaften Hektar-weise im Akkordtempo halbe Wälder abgrasen und niedertreten, natürlich weil einige Pilze Spitzenpreise auf den Märkten erzielen sowie in Anbetracht des ökonomischen und ökologischen Szenario im weitesten Sinne.

Zur absoluten Krönung habe ich im August innerhalb dieses streng geschützten Biotops, daß auch kleine Seen einschließt, einen ausländischen Angler entdeckt, der einfach den Zaun zum Reservat geplättet hat und sich 5 Meter hinter einem Gebüsch die perfekt getarnte Angelstelle eingerichtet hatte.
Wieviel effizienter mag wohl die Wilddieberei sein, in einem seit 100 Jahren konservierten Naturschutzgebiet, in dem Fische noch nie mit Anglern konfrontiert wurden und wofür zahlt der deutsche Michel überhaupt noch Steuern???*
*natürlich für das "Rettungspaket", das einer Titanic mit zu wenigen Rettungsbooten gleichkommt, dem Staats = Volksbankrott!

Mir fiel glatt die Kinnlade runter, weil kein Angler seit unseren Ur-Großvätern jemals gewagt hätte dort in diesen Seen zu angeln und selbstverständlich auch mit dem darum nötigen Respekt und Verständnis erzogen wurde.
Nachdem ich ihn angeschrieen hatte, ob er denn völlig Geisetskrank sei, geriet er in Panik und suchte das Weite.
...

Mir fehlen die Worte, über die ökonomischen, ökologischen und auch gesellschaftlich soziologiuschen Verhältnisse in diesem Land sowie der gesamten globalen Instustrienationen.

Schützt Eure Wälder!

Herzliche Grüße
http://www.myspace.com/corypheana

"Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht."

***
**
*

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Re: Erfahrung mit "polnischen" Pilztourismus?

AK_CCM, (vor 6587 Tagen) @ Cory

Auch wenn es nichts direkt damit zu tun hat: Nachdem ich letztes Jahr im Nationalpark Bayerischer Wald gesehen habe, wie der Harvester dort Holz erntet, ist mein Glaube am Naturschutz dahin: Wo Geld zu holen ist, verlieren NSGs, LSGs und wie die Schutzgebiete alle heißen ihre Bedeutung.

Gruß, Andreas

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Schon deine Nerven …

Thomas Pruß, (vor 6587 Tagen) @ Cory

Zur absoluten Krönung habe ich im August innerhalb dieses streng geschützten
Biotops, daß auch kleine Seen einschließt, einen ausländischen Angler
entdeckt, der einfach den Zaun zum Reservat geplättet hat und sich 5 Meter
hinter einem Gebüsch die perfekt getarnte Angelstelle eingerichtet hatte.
Nachdem ich ihn angeschrieen hatte, ob er denn völlig Geisetskrank sei,
geriet er in Panik und suchte das Weite.

… für so etwas ist die Polizei da: Stelle merken, anzeigen und dann den Dingen seinen Lauf lassen. Wir hatten hier an der Eider auch mal große Probleme mit russischen "Gastanglern". Seitdem die Wasserschutz-Polizei zu Lande und zu Wasser ständig kontrolliert, haben sich diese Probleme stark "relativiert".
Grüßlis
Thomas

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Re: Erfahrung mit "polnischen" Pilztourismus?

Waldschrat, (vor 6587 Tagen) @ Cory

No chance, Cory! Alle Nichtdeutsche sind Gutmenschen und stehen in unserem Land unter absolutem gesellschaftlichen Schutz.
Gruß - Waldschrat

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Re: Erfahrung mit "polnischen" Pilztourismus?

Waldschrat, (vor 6587 Tagen) @ AK_CCM

...ist mein Glaube am Naturschutz dahin: Wo Geld zu holen ist,
verlieren NSGs, LSGs und wie die Schutzgebiete alle heißen ihre Bedeutung.

Wenn die grüne Elite nur an der Futterkrippe bleiben könnte, indem sie zustimmten, einen Wald in einen Flugplatz zu verwandeln, sie zögerten keine Sekunde.
Gruß - schon lange resignierender Waldschrat

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Re: Sag mal, Cory, was haben Deine ...

42, (vor 6586 Tagen) @ Cory

... negativen Erlebnisse eigentlich mit Ausländern bzw. Nichtdeutschen zu tun?

Thomas '42' Wallner (der pauschalierte Vorverurteilungen absolut nicht
ausstehen kann und selbst des öfteren 'Ausländer' ist)

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Re: Sag mal, Cory, was haben Deine ...

Waldschrat, (vor 6586 Tagen) @ 42

Thomas '42' Wallner (der pauschalierte Vorverurteilungen absolut nicht
ausstehen kann und selbst des öfteren 'Ausländer' ist):

Hallo Thomas,
Vorverurteilungen sind verbrecherisch und pauschale erst recht. Darum geht es nicht. Es geht um gleiche Rechte für alle! Wenn Du Ausländer bist, genießt Du da totale Absolution für jedes Vergehen? Ein Staat funktioniert mit personengebundenen Regeln ebensowenig wie ein Fußballspiel.
Gruß - Waldschrat

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Pauschalisierungen

Mison, (vor 6586 Tagen) @ Waldschrat

Hallo,

dass Gesetze und Regeln eingehalten werden sollen - d'accord. Dass sie für alle gelten sollen - ebenfalls. Aber dass hier ein pathetisches Bild gemalt wird, auf dem "wir Deutschen" seit Generationen pfleglich und respektvoll mit unserer Natur umgehen und nun die blöden und deshalb bösen Ausländer kommen und alles kaputt machen - das kann man so nicht stehen lassen. Und ich will weder hören "Hab ich doch gar nicht gesagt" noch "Dann guck dir doch mal Statistiken an", noch will ich, dass wir hier alle jetzt Erlebnisse sammeln, die diesen Eindruck womöglich noch bestätigen.

Ich gebe Thomas (42) Recht und bitte alle einfach nur trotz solcher Erlebnisse, nicht in die Pauschalisierungsfalle zu tappen, sondern es wie Thomas (Pruß) zu halten und solches Verhalten anzuzeigen, wenn nicht auf anderem Wege Einsicht erlangt werden kann.

Cory, ich kann Deinen Ärger sehr gut verstehen, darum geht es nicht. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass Deine Wortwahl in eine ganz blöde Richtung führen kann.

Gruß,
Simon

P.S. Ich kann evtl. erst morgen wieder ins Forum gucken, falls ich also nicht so schnell auf evtl. Nachfragen oder Kommentare antworte, bitte ich dies zu entschuldigen.

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Re: Sag mal, Cory, was haben Deine ...

Huperzia ⌂, (vor 6586 Tagen) @ Waldschrat

Es geht um gleiche Rechte für alle! Wenn Du Ausländer bist, genießt
Du da totale Absolution für jedes Vergehen?

Eben nicht.

Ich vermute das war eine rhetorische Frage von dir - oder?
Kein Ausländer genießt in Deutschland andere Rechte als ein Deutscher. Ich finde es bedenklich so zu tun als ob es anders wäre.
Natürlich darf man Ausländer für Vergehen ebenso kritisieren wie Deutsche.

"Alle Nichtdeutsche sind Gutmenschen und stehen in unserem Land unter absolutem gesellschaftlichen Schutz."

Das ist auch und gerade als Überspitzung gemeint eine Aussage, die ich bedenklich finde.

VG, Tanja

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Re: Sag mal, Cory, was haben Deine ...

Waldschrat, (vor 6586 Tagen) @ Huperzia

Hallo Tanja,
Du hast Recht, meine Formulierungen sind überspitzt. Tatsache aber ist, das unser Recht für gleiches Verhalten/Tun von Menschen verschiedene Maßstäbe verwendet. Das darf nicht sein.
Gruß - Waldschrat

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Re: Sag mal, Cory, was haben Deine ...

Huperzia ⌂, (vor 6586 Tagen) @ Waldschrat

Tatsache aber ist, das
unser Recht für gleiches Verhalten/Tun von Menschen verschiedene Maßstäbe
verwendet. Das darf nicht sein.

Hallo,

Grade das wollte ich eben damit sagen: Das ist nicht so.
Und indem man behauptet Ausländer genössen mehr rechtliche Milde als Deutsche, fördert man auch ungewollt Animositäten. Die wiederum haben zu Folge, daß manche sich bewußt dagegen absetzen wollen und bei Ausländern lieber genau hinschauen, als pauschal zu verurteilen, daß die ja eh weniger/keine Strafen bekämen..... und dadurch bekommt man vielleicht wieder das Bild daß Ausländer "unter absolutem gesellschaftlichen Schutz" stünden.

Die Rechte sind für alle gleich und werden auch für alle gleich angewendet. Natürlich nur im Idealfall, aber da gibt es auch Unterschiede zwischen deutschen und Deutschen 8und da aus den "Schwankungen" herauszulesen, daß Ausländer mehr Schutz genössen, ist willkürlich.
Vielleicht sind sie in obigem Fall schwerer dingfest zu machen - aber das hat dann andere Ursachen, als die von dir angeführten.

VG, Tanja

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Re: Sag mal, Cory, was haben Deine ...

Waldschrat, (vor 6586 Tagen) @ Huperzia

Tatsache aber ist, das unser Recht für gleiches Verhalten/Tun von Menschen:
verschiedene Maßstäbe verwendet. Das darf nicht sein.:

Hallo Tanja,
lies meinen Satz nochmal. Das Wort "Ausländer" kommt darin nicht vor.
Gruß - Waldschrat

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Re: Sag mal, Cory, was haben Deine ...

Huperzia ⌂, (vor 6586 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Tanja,
lies meinen Satz nochmal. Das Wort "Ausländer" kommt darin nicht
vor.
Gruß - Waldschrat

"Alle Nichtdeutsche sind Gutmenschen und stehen in unserem Land unter absolutem gesellschaftlichen Schutz."

"Wenn Du Ausländer bist, genießt Du da totale Absolution für jedes Vergehen?"

....hatte übersehen, daß du in dem Punkt eingelenkt hattest ;-)

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Re: Erfahrung mit "polnischen" Pilztourismus?

Der Juergen, (vor 6586 Tagen) @ Cory

Hallo Cory,

ich kann Deinen Zorn gut nachfühlen. Rücksichtslosigkeit von Menschen, die auch noch da sichtbar wird, wo man in der Natur abschalten will und sich in in seiner Freizeit aufhält. Da muss man nicht auch noch Zeuge von Habgier werden.

Aber!

So ein Moospolster von Menschenhand und Harke geschändet wächst genauso wieder nach, als wenn es von Wildschwein oder Reh durchwühlt worden wäre. So eine Abfalltüte beleidigt zwar das Auge (und manchmal die Nase) zerstört aber nicht den ganzen Wald, in der sie rumliegt - selbst hundert Tüten und hundert Kühlschränke oder sonst was, zerstören nicht das Biotop. Sieht zwar blöd aus, und lässt des Naturbegehers Herzlein höher schlagen, macht auch einen dicken Hals, aber sonst nicht viel.

Regt euch über die Landschaftsverbraucher auf, über modernen, rationalisierten Waldbau, über fehlende Nachhaltigkeit von Bewirtschaftung (ich sage nur "Holzpreis-Börse!"), über die chronisch leeren Kassen der Waldbesitzenden Gemeinden, und über euch selbst, dass ihr euch über das falsche aufregt :-)

Zweimal mit dem Vollernter über das Moospolster gebrettert, und da gibts dann lange Zeit nix mehr. Bei uns im Gemeindewald wird derzeit, weil die Holzpreise für Weißtanne hoch sind, mit Vollerntern die kleinen Vorkommen "ausgelichtet". Das sieht aus, wie auf einem Panzerübungsgeländer. Der Boden ist an den Standorten untypisch "lehmig", so dass diese Boliden darin, trotz breiter Reifen, tief einsinken. Man kann nichts machen: Sobald sich eine Gemeinde einen Harvester geleistet hat, fahren die mit dem Ding überall rein! Da werden keine Bodenbeurteilungen mehr gemacht. Ist auch scheißegal, ob das naturnaher Wald ist, oder eine Plantage. Die Kosten müssen um jeden Preis eingespart werden.

Grüßle
Juergen

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Nachtrag

Cory, (vor 6586 Tagen) @ Cory

Ich möchte hiermit klar stellen, daß ich mich mit meinem Beitrag keineswegs pauschal auf Ausländer beziehe.
Es geht um die Sache an sich und den gesellschaftlichen Zustand im allgemeinen (dafür könnte ich noch 100 weitere beeindruckende Beispiele nennen, v.a. mangelndes Bewußtsein und Zivilcourage in solchen und ähnlichen Dingen).

Umso trauriger, daß in einem Land wie Deutschland, mit einem ehemals recht hohen Bildungs- und Erziehungsniveau scheinbar auch viele Deutsche ohne den nötigen Respekt z.B. um die Natur aufwachsen.
Dies sind u.a. deutliche Indikationen für den gesellschaftlichen Niedergang.

Die Försterei wurde in o.g. Sache informiert, dürfte aufgrund der massiven Sparprogramme jedoch völlig überfordert sein. Auch dazu könnte ich ein Liedlein singen.

Im übrigen wurde Umweltverschmutzung beispielsweise im kanadischen Bundes-Staat Ontario bereits 1987 mit 25.000 Dollar Strafe ("25.000 CAN-$ for Littering!"), also auch für die Entsorgung einer Blechdose oder Zigarettenschachtel im Wald, geahndet. Die haben tatsächlich noch heute saubere und intakte Wälder!
Und schließlich ist es die einfachste Sache der Welt, sich diese 25.000$-Bußgeld zu ersparen.

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Re: Sag mal, Cory, was haben Deine ...

Cory, (vor 6586 Tagen) @ 42

... negativen Erlebnisse eigentlich mit Ausländern bzw. Nichtdeutschen zu
tun?
Thomas '42' Wallner (der pauschalierte Vorverurteilungen absolut nicht
ausstehen kann und selbst des öfteren 'Ausländer' ist)

Hallo Thomas!

Es hat insofern damit zu tun, daß es nun mal Ausländer waren.
Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn Du da mehr rein interpertierst als ich es ausgedrückt habe, hat das vielleicht mit der erschreckende Züge annehmenden "Liberalisierung" dieses einst so starken Landes zu tun, womit schließlich alle guten Sitten, Traditionen und Kulturen der Globaliserung zum Opfer fielen (u.a. durch gesellschaftliche Unterwanderung, systematische Schwächung der Familien, Rollen- und Geschlechtertausch, Spiel-, Spaß- und Scheingesellschaft, geschürte Generationenkonflikte, Gender Mainstreaming, "Teile & Herrsche" nach Machiavelli etc) und was schließlich für den gesellschaftlichen Niedergang in entscheidenden Maß mitverantwortlich ist.
Das ist auch der Grund dafür, daß die konstruktive Kritik sowie die ganze Zivilcourage in diesem Land quasi ausgestorben ist.

Übrigens bin ich auch Ausländer mit zwei Staatsbürgerschaften!

Cory, 42, der ultratolerant liberalisierten "Schöne Neue Welt"-Scheuklapppenträgern und Wattebällchen-Predigern nur noch mit Ironie & Zynismus begegnen kann.
Sorry, aber das ist der zwangsläufige Weg in diesem Land selbst immun gegen diesen gen Himmel schreienden Schwachsinn zu bleiben.
Danke!

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Sehr OT: Deutschland

42, (vor 6585 Tagen) @ Cory

Hallo Cory,

Es hat insofern damit zu tun, daß es nun mal Ausländer waren.
Nicht mehr und nicht weniger.

Ok.

Wenn Du da mehr rein interpertierst als ich es ausgedrückt habe, hat das
vielleicht mit der erschreckende Züge annehmenden
"Liberalisierung" dieses einst so starken Landes zu tun,

Nur ein 'starkes' Deutschland ist ein gutes Deutschland? Da war doch mal
irgendwas, womit dieses Land seine Stärke gezeigt hat (bzw. zeigen wollte)?

womit schließlich alle guten Sitten,

Ich kenne persönlich 'Ausländer', von deren guten Sitten sich mancher Deutsche
eine dicke Scheibe abschneiden sollte!

Traditionen und Kulturen der Globaliserung zum Opfer fielen

Auf gewisse 'Traditionen' kann ICH gerne verzichten. WESHALB aber manche
Traditionen der Globalisierung zum Opfer fallen sollten, erschließt
sich mir nicht. Es bleibt doch jedem unbenommen, seine Traditionen zu
pflegen wie eh und je (sofern sie nicht illegal sind)?

(u.a. durch gesellschaftliche Unterwanderung,

Wer unterwandert wen? Die 'bösen Ausländer' die 'guten Deutschen'? Die
Schwulen die Heteros? Die ...?

systematische Schwächung der Familien,

Inwiefern wird die Familie (durch Globalisierung) geschwächt?

Rollen- und Geschlechtertausch,

Ach ja, DAS ist natürlich GANZ schlecht ...!

Spiel-, Spaß- und Scheingesellschaft,

Wie meinen? WOHER kommen diese Gesellschaften?

geschürte Generationenkonflikte,

Ja, DAMIT hast Du meine Zustimmung!

[...]
Das ist auch der Grund dafür, daß die konstruktive Kritik sowie die ganze
Zivilcourage in diesem Land quasi ausgestorben ist.

Ich halte konstruktive Kritik für ebenso wichtig wie Zivilcourage, aber
das 'Das' am Anfang Deines Satzes wäre wiederum erklärungsbedürftig ...
Hat 'Das' was mit Ausländern zu tun? Oder mit einem starken Deutschland?

Übrigens bin ich auch Ausländer mit zwei Staatsbürgerschaften!
Cory, 42, der ultratolerant liberalisierten "Schöne Neue
Welt"-Scheuklapppenträgern und Wattebällchen-Predigern nur noch mit
Ironie & Zynismus begegnen kann.

Ich weiß nicht genau, wen Du mit den ...trägern und ...predigern genau meinst.
Ich weiß nur, dass mir dieses unser Land (weshalb eigentlich 'unser'?) bzw.
dessen politische Richtung absolut nicht schmeckt. Unsere Politiker (hier
passt das 'unsere', da wir Schäfchen ja diese 'Hirten' gewählt haben) gehen in
einigen Dingen in eine Richtung, die ein Mensch mit gesundem Menschenverstand
und Sinn für den Wert von individueller Freiheit absolut nicht gutheißen kann.
Allen voran ein rollender Freiheitsvernichter (wenn's so weiter geht im
Überwachungsstaat, dann werde ich diesen Satz eines - baldigen - Tages bereuen).

Sorry, aber das ist der zwangsläufige Weg in diesem Land selbst immun gegen
diesen gen Himmel schreienden Schwachsinn zu bleiben.

Hmmm, ob Du SO gegen irgendetwas 'immun' werden kannst, wage ich zu bezweifeln!

Danke!

Bitte!

Beste Grüße und - von meiner Seite - genug der Politik
Thomas '42' Wallner

P.S.: Damit es nicht gar zu extrem OT ist: mir stinkt die sogenannte
Forstreform mit ihrem Gewinnstreben ebenso wie jeden anderen, der die Natur
(und vor allem den Wald) liebt. Es tut weh, zu sehen, wie der Wald ausblutet,
nur damit MOMENTAN ein paar Milliönchen mehr im Säckel landen - Peanuts im
Vergleich zu dem, was woanders verschwendet wird ...

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Re: Sehr OT: Deutschland

Cory, (vor 6585 Tagen) @ 42

Hallo Cory,
Ok.
Nur ein 'starkes' Deutschland ist ein gutes Deutschland? Da war doch mal
irgendwas, womit dieses Land seine Stärke gezeigt hat (bzw. zeigen wollte)?
Ich kenne persönlich 'Ausländer', von deren guten Sitten sich mancher
Deutsche
eine dicke Scheibe abschneiden sollte!
Auf gewisse 'Traditionen' kann ICH gerne verzichten. WESHALB aber manche
Traditionen der Globalisierung zum Opfer fallen sollten, erschließt
sich mir nicht. Es bleibt doch jedem unbenommen, seine Traditionen zu
pflegen wie eh und je (sofern sie nicht illegal sind)?
Wer unterwandert wen? Die 'bösen Ausländer' die 'guten Deutschen'? Die
Schwulen die Heteros? Die ...?
Inwiefern wird die Familie (durch Globalisierung) geschwächt?
Ach ja, DAS ist natürlich GANZ schlecht ...!
Wie meinen? WOHER kommen diese Gesellschaften?
Ja, DAMIT hast Du meine Zustimmung!
Ich halte konstruktive Kritik für ebenso wichtig wie Zivilcourage, aber
das 'Das' am Anfang Deines Satzes wäre wiederum erklärungsbedürftig ...
Hat 'Das' was mit Ausländern zu tun? Oder mit einem starken Deutschland?
Ich weiß nicht genau, wen Du mit den ...trägern und ...predigern genau
meinst.
Ich weiß nur, dass mir dieses unser Land (weshalb eigentlich 'unser'?) bzw.
dessen politische Richtung absolut nicht schmeckt. Unsere Politiker (hier
passt das 'unsere', da wir Schäfchen ja diese 'Hirten' gewählt haben) gehen
in
einigen Dingen in eine Richtung, die ein Mensch mit gesundem Menschenverstand
und Sinn für den Wert von individueller Freiheit absolut nicht gutheißen
kann.
Allen voran ein rollender Freiheitsvernichter (wenn's so weiter geht im
Überwachungsstaat, dann werde ich diesen Satz eines - baldigen - Tages
bereuen).
Hmmm, ob Du SO gegen irgendetwas 'immun' werden kannst, wage ich zu
bezweifeln!
Bitte!
Beste Grüße und - von meiner Seite - genug der Politik
Thomas '42' Wallner
P.S.: Damit es nicht gar zu extrem OT ist: mir stinkt die sogenannte
Forstreform mit ihrem Gewinnstreben ebenso wie jeden anderen, der die Natur
(und vor allem den Wald) liebt. Es tut weh, zu sehen, wie der Wald ausblutet,
nur damit MOMENTAN ein paar Milliönchen mehr im Säckel landen - Peanuts im
Vergleich zu dem, was woanders verschwendet wird ...

Hallo Thomas!

Ich bin mir nicht sicher, ob Politik hier reingehört.
Schließlich gehen wir in den Wald, um davon zu entspannen.
In diesem Sinne habe ich meinen privaten Blog hier verlinkt, der weiterreichende Informationen dazu enthält.
Doch eines muß ich Dir an dieser Stelle noch mitteilen: Sei Dir gewiß, daß Eure Politiker nur Marionetten der Hochfinanz sind, poplige Angestellte der gleichen Familien die Deutschland schon seit dem 1. und 2. Weltkrieg gemelkt und diese Kriege schließlich gefördert und finanziert haben.
Die Geschichte schreibt immer der Gewinner. Gelle?
Und der macht auch die Politik und Gesetze (siehe z.B. SCHAEF und EU).
Die weltweite systematische Veramerikaniserungspolitik (New World Order) sollte dies nach außen offensichtlich machen.

Inwieweit europäische Wälder bereits der Globalisierung und dem Cross Border Leasing zum Opfer fielen kann ich leider nicht beurteilen.
Allerdings würde ich im Zuge der Deflation durchaus in Wald investieren, selbstverständlich im ökologisch korrekten Sinne und dazu gehört auch, daß jeder einzelne genügend Courage aufbringt, die Natur zu schützen.
Ohne Natur, keine Zukunft!

Beste Grüße

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Hallo??

Stephan Weißer, (vor 6585 Tagen) @ Waldschrat

Tatsache aber ist, das
unser Recht für gleiches Verhalten/Tun von Menschen verschiedene Maßstäbe
verwendet. Das darf nicht sein.
Gruß - Waldschrat

Da bin ich aber mal gespannt, ob du ein paar stichhaltige Belege für diese "Tatsache" hast. Ansonsten verschone uns bitte mit solch dubiosen Aussagen.

Besten Tag noch

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Re: Hallo??

Waldschrat, (vor 6585 Tagen) @ Stephan Weißer

Da bin ich aber mal gespannt, ob du ein paar stichhaltige Belege für diese
"Tatsache" hast.:

Hallo Stephan,
anbei diese "Tatsachen":

- eint Teil der Bevölkerung darf ihre Verstorbenen in Tüchern beerdigen, ein anderer Teil muß dafür (teure) Särge verwenden.
- ein Teil der Bevölkerung darf Tiere entgegen den Bestimmungen des Tierschutzes töten, ein anderen wird dafür bestraft.
- ein Teil der Schüler muß am Sportunterricht von Schulen teilnehmen (falls kein befreiendes ärztliches Attest vorliegt), ein anderer ist auch ohne dies davon befreit.

Genügen diese Verweise einstweilen? Wenn Du interessiert bist, mache ich eine Aufstellung und maile sie Dir. Ich fürchte aber, Du bist eher abgeneigt.

Ansonsten verschone uns bitte mit solch
dubiosen Aussagen.

Das "uns" in dem Satz dünkt mir etwas kühn. Bei Unkenntnis anderer Meinungen vertrete ich nur die eigene.

Gruß - Waldschrat

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Re: Erfahrung mit "polnischen" Pilztourismus?

Milchbrätling, (vor 6585 Tagen) @ Der Juergen

Ja dem kann ich voll zustimmen. Bei uns im Stadtforst haben sie uralte Eichen und Buchenstände in einem Flurstück gnadenlos ausgedünnt. War ein Super Steinpilzrefugium, dieses Jahr fast nichts mehr.
Da bekomm ich das k?tzen wenn ich dann die Stammbündel schon mit Namen der Adressaten liegen sehe..gnadenlos.
Zu den Anmerkungen über die poln / russ. Pilzstaubsauger ( oh Entschuldigung, meinte nat. Deutsche mit östl. Migrationshintergrund), das habe ich bisher erst ein zweimal erlebt, sind im Fächer unterwegs und seeehr gründlich. Aber die die ich bisher getroffen hab, sammelten auch nur für ihren familiären Bedarf. Und das ist ok so. Sind auch mal ganz nette dabeigewesen..

Die Fischwildereiproblematik kenne ich aber als Mitglied eines Vereins, der einen Mittelgebirgsbach gepachtet hat, nur zu gut. Wir brechen uns einen ab mit Renaturierung, Besatz von ortstypischer, schweineteurer Forellenbrut, mehrmals im Jahr Bachreinigung, Totholz einbringen etc. und da gehen welche hin und legen Stellangeln, ziehen Netze unter den Wehren durch und danach liegen Wodgaflaschen rum und es sieht aus wie auf ner Mülldeponie.. wie daheim halt.
Und wehe einer sieht das und sagt was, dann gibts ein Freibad inklusive.
Aber ist doch nur Zufall, und komm mir keiner mit Statistiken.. das hat noch lange nix zu sagen, daß 80% einer best. Clientel angehören.
Hier in unserem Land ist es schon lange nicht mehr opportun Tatsachen beim Namen zu nennen. Sofort kommt irgend ein Gutmensch angesprintet und nimmt den absolut unanfechtbare Ausländerhass-Moralkeule in die Hand. Da wird sogar die Formulierung "unser" Land in Hochkommas gesetzt, weil man mit sich selbst nicht mehr vereinbaren kann vom eigenen Land zu sprechen. Vaterland? Autobahnen? Das geht ja mal gar nicht..
Soviel dazu. Wenn bei uns mehr als 60% keinen Bezug mehr zur Heimat haben und ihre in der Schule und durch die Medien eingeimpften Schuldreflexe gegenüber allem Fremden ständig ausleben müssen, dann haben wir es nicht besser verdient.

Schönen Tag noch.

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Re: Erfahrung mit "polnischen" Pilztourismus?

Waldschrat, (vor 6585 Tagen) @ Milchbrätling

Hier in unserem Land ist es schon lange nicht mehr opportun Tatsachen beim
Namen zu nennen. Sofort kommt irgend ein Gutmensch angesprintet und nimmt
den absolut unanfechtbare Ausländerhass-Moralkeule in die Hand. Da wird
sogar die Formulierung "unser" Land in Hochkommas gesetzt, weil
man mit sich selbst nicht mehr vereinbaren kann vom eigenen Land zu
sprechen. Vaterland? Autobahnen? Das geht ja mal gar nicht..
Soviel dazu. Wenn bei uns mehr als 60% keinen Bezug mehr zur Heimat haben und
ihre in der Schule und durch die Medien eingeimpften Schuldreflexe
gegenüber allem Fremden ständig ausleben müssen, dann haben wir es nicht
besser verdient.

Danke, Milchbrätling!
Meine ähnliche Argumentation erzeut im öffentlichen(!) Umfeld immer peinliches Schweigen und ängstliche Zurückhaltung, vergleichbar mit den leeren Gesichtern der Kirchengemeinde während der Predigt des Pastors. Allmählich bekommt man an innerlich das Gefühl, außerhalb der Gesellschaft zu stehen und an Wahrnehmungsdefekten zu leiden. Gottseidank ist mein Schädel dafür denkbar schlecht geeignet und auch, um darin für Resonanz für politically Correctness zu erzeugen.
Herzlichen Gruß - Eckhard

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Re: Erfahrung mit "polnischen" Pilztourismus?

Cory, (vor 6585 Tagen) @ Milchbrätling

Ja dem kann ich voll zustimmen. Bei uns im Stadtforst haben sie uralte Eichen
und Buchenstände in einem Flurstück gnadenlos ausgedünnt. War ein Super
Steinpilzrefugium, dieses Jahr fast nichts mehr.
Da bekomm ich das k?tzen wenn ich dann die Stammbündel schon mit Namen der
Adressaten liegen sehe..gnadenlos.
Zu den Anmerkungen über die poln / russ. Pilzstaubsauger ( oh Entschuldigung,
meinte nat. Deutsche mit östl. Migrationshintergrund), das habe ich bisher
erst ein zweimal erlebt, sind im Fächer unterwegs und seeehr gründlich.
Aber die die ich bisher getroffen hab, sammelten auch nur für ihren
familiären Bedarf. Und das ist ok so. Sind auch mal ganz nette
dabeigewesen..
Die Fischwildereiproblematik kenne ich aber als Mitglied eines Vereins, der
einen Mittelgebirgsbach gepachtet hat, nur zu gut. Wir brechen uns einen
ab mit Renaturierung, Besatz von ortstypischer, schweineteurer
Forellenbrut, mehrmals im Jahr Bachreinigung, Totholz einbringen etc. und
da gehen welche hin und legen Stellangeln, ziehen Netze unter den Wehren
durch und danach liegen Wodgaflaschen rum und es sieht aus wie auf ner
Mülldeponie.. wie daheim halt.
Und wehe einer sieht das und sagt was, dann gibts ein Freibad inklusive.
Aber ist doch nur Zufall, und komm mir keiner mit Statistiken.. das hat noch
lange nix zu sagen, daß 80% einer best. Clientel angehören.
Hier in unserem Land ist es schon lange nicht mehr opportun Tatsachen beim
Namen zu nennen. Sofort kommt irgend ein Gutmensch angesprintet und nimmt
den absolut unanfechtbare Ausländerhass-Moralkeule in die Hand. Da wird
sogar die Formulierung "unser" Land in Hochkommas gesetzt, weil
man mit sich selbst nicht mehr vereinbaren kann vom eigenen Land zu
sprechen. Vaterland? Autobahnen? Das geht ja mal gar nicht..
Soviel dazu. Wenn bei uns mehr als 60% keinen Bezug mehr zur Heimat haben und
ihre in der Schule und durch die Medien eingeimpften Schuldreflexe
gegenüber allem Fremden ständig ausleben müssen, dann haben wir es nicht
besser verdient.
Schönen Tag noch.

######

Danke, sehr gut analysiert, so sehe ich das auch!
Für solche Feststellungen muß man kein Ausländer-Hasser sein.
Ab einem gewissen Punkt hört der Spaß einfach auf und die Masche mit der Ausländerhass-Moralkeule ist mir nur zu gut bekannt.

Darüber hinaus sind mir keine ziviliserten Mitteleuropäer bekannt, die sich im Ausland nicht den dortigen Sitten anpassen.
Aber ausgerechnet in Dland gibt es dafür scheinbar Freifahrtscheine.

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Nachtrag zum Nachtrag und Distanzierung

Der Juergen, (vor 6585 Tagen) @ Cory

Hallo Cory und alle anderen am Thread beteiligten,

Im übrigen wurde Umweltverschmutzung beispielsweise im kanadischen
Bundes-Staat Ontario bereits 1987 mit 25.000 Dollar Strafe ("25.000
CAN-$ for Littering!"), also auch für die Entsorgung einer Blechdose
oder Zigarettenschachtel im Wald, geahndet. Die haben tatsächlich noch
heute saubere und intakte Wälder!

Naja, diese unangemessenen Strafen für kleine Vergehen kennt man ja auch von manchen US-amerikanischen Bundesstaaten. Die Intention solcher bizarren Gesetze ist vielleicht in der Doppelmoral der jeweiligen Regierungen zu sehen. Da wird ein rudimentärer Naturschutzgedanke auf dem Rücken des kleinen Mannes ausgetragen, und bezieht sich ausschließlich auf saubere Camping- oder Rastplätze. Ontario war und ist immer schon einer der größten Holzexporteure der Welt gewesen. Ende des 19ten Jahrhunderts waren dort die Föhrenbestände fast ausgerottet, und die USA haben Schutzzölle für die Einfuhr billigen Holzes aus Kanada erlassen müssen. Soviel mal zu "intakten Wäldern". Einen natürlichen Respekt vor der Natur kann man meines Erachtens nicht mit solchen überzogenen Gesetzen erzeugen.

Mir gefällt übrigens der Verlauf dieser Diskussion überhaupt nicht, und ich finde es sehr schade, dass der Naturschutzgedanke hier als Aufhänger für eine bodenlose Ausländerthematik und einen drögen Kulturpessimismus benutzt wird, der sich in nichts anderem ausdrückt, als in zynischer Resignation.

Grüßle
Juergen

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Re: Erfahrung mit "polnischen" Pilztourismus?

Mison, (vor 6584 Tagen) @ Cory

Eigentlich wollte ich mich dazu nicht mehr äußern, aber dieser Debatte haftet tatsächlich eine gewisse Gefahr an, und die ist bei diesen Debatten immer dieselbe: Was uns vereint, ist die Wut auf Menschen, die auf die beschriebene respektlose Art und Weise mit der Natur umgehen. Aber wenn jemand von (einzelnen oder vielen) Polen, Russen oder wem auch immer berichtet, fühlt er oder sie sich von anderen sofort in die Rassisten-Ecke gedrängt, von Leuten, die sich umgekehrt dann als "Gutmenschen" bezeichnen lassen müssen.

Lasst uns uns doch nicht gegenseitig zerfleischen und mit Polemik übergießen, sondern schauen, wie wir das Problem angehen und wieviele Menschen wir für die Sache gewinnen können - und ich weiß, dass das schwer ist, wenn jene Menschen sich nix sagen lassen. Ich hab nur keinen Bock, lesen zu müssen, dass die Trolle im Wald immer nur Ausländer seien.

Ich hoffe, wir kommen aus der "böse Rasssisten gegen naive Gutmenschen"-Geschichte wieder raus. Wenn nicht, werde ich mich in diesem Forum erstmal lieber nicht mehr äußern. Hab keinen Bock, als "Gutmensch" angesehen zu werden.

Gruß,
Simon

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Zum Abschluß der Diskussion

Cory, (vor 6583 Tagen) @ Mison

Eigentlich wollte ich mich dazu nicht mehr äußern, aber dieser Debatte haftet
tatsächlich eine gewisse Gefahr an, und die ist bei diesen Debatten immer
dieselbe: Was uns vereint, ist die Wut auf Menschen, die auf die
beschriebene respektlose Art und Weise mit der Natur umgehen. Aber wenn
jemand von (einzelnen oder vielen) Polen, Russen oder wem auch immer
berichtet, fühlt er oder sie sich von anderen sofort in die Rassisten-Ecke
gedrängt, von Leuten, die sich umgekehrt dann als "Gutmenschen"
bezeichnen lassen müssen.
Lasst uns uns doch nicht gegenseitig zerfleischen und mit Polemik übergießen,
sondern schauen, wie wir das Problem angehen und wieviele Menschen wir für
die Sache gewinnen können - und ich weiß, dass das schwer ist, wenn jene
Menschen sich nix sagen lassen. Ich hab nur keinen Bock, lesen zu müssen,
dass die Trolle im Wald immer nur Ausländer seien.
Ich hoffe, wir kommen aus der "böse Rasssisten gegen naive
Gutmenschen"-Geschichte wieder raus. Wenn nicht, werde ich mich in
diesem Forum erstmal lieber nicht mehr äußern. Hab keinen Bock, als
"Gutmensch" angesehen zu werden.
Gruß,
Simon

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Danke in diesem Sinne!

Es war keineswegs meine Absicht, hier Ausänderhaß zu schüren!

Es ist mangelndes Bewußtsein, der Zeitgeist und die Ökonomie des Grauens im weitesten Sinne und natürlich keine grundsätzliche Sache von "Ausländern" und "Deutschen".
Unsere Vorbilder aus Politik und Wirtschaft machen es uns schließlich im großen Maßstab vor.

Im übrigen sind mir in dem angesprochenen Waldgebiet dieses Jahr auch erstmalig Deutsche begegnet, die die neuen Lücken niedergetretener Zäune dazu nutzen diese Schutzgebiete zu betreten. Ist erstmal so eine Lücke im Zaun, wird diese gern als öffentlicher Zugang interpretieret.
Da sieht man auch schon mal den deutschen Vater mit seinen Söhnen, wie sie im Wasser waten und Frösche und Molche fangen, für das Heim-Terrarium.
Wie diese Tiere enden, weiß ich wohl.

Für engagierte Naturschützer muß das sehr frustrierend sein.

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Frösche und Molche

Huperzia ⌂, (vor 6583 Tagen) @ Cory

Da sieht man auch schon mal den deutschen Vater mit seinen Söhnen, wie sie im
Wasser waten und Frösche und Molche fangen, für das Heim-Terrarium.
Wie diese Tiere enden, weiß ich wohl.
Für engagierte Naturschützer muß das sehr frustrierend sein.

....ich sehe mich eigentlich als engagierte Naturschützerin und finde ein solches Bild ganz und gar nicht frustrierend.
Mich freut es eher, wenn es das gibt, daß Vater und Sohn zusammen in den Wald gehen und (vielleicht sogar ohne Handschuhe?*gggg*) Frösche fangen.
Wie bekommt man denn anders einen Bezug zur Natur? Mich freut es eigentlich eher, daß es das noch gibt.
Natürlich grummelt mich in dem Moment, wenn ich es sehe ebenso, daß da jemand in "meinem" heißgeliebten Schutzgebiet räubert .... aber vielleicht lassen die zwei sich ja auch in ein Gespräch verwickeln und ich kann etwas über die Frösche und Molche und die Besonderheiten des Biotops erklären. Wegnehmen lassen werden sie sich ihre Beute nicht, aber vielleicht lernen sie sie ein Stückchen mehr schätzen ..... und darum geht es doch! Nicht um die drei Frösche, sondern um die Einstellung der Menschen und da ist bei weitem nicht so viel verloren, wie manche hier gerne glauben.

Viele Grüße,
Tanja, die auch immer mal mit ihren Söhnen Molche fängt ;-)