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Re: Cortinarius aus dem Nirwana

MartinB, (vor 6522 Tagen) 1.875 Beiträge @ interhias

Hallo,

mir ist da noch was aufgefallen: in meinen Büchern sind die C. anomali wenn sie auch im Längsschnitt abgebildet werden im Stiel hohl. Nicht so bei der Kollektion von Matthias und der z.B. bei Dähncke 1200, S. 777 gezeigten Variante subrufescens, die dort übrigens auch dieses Aufreißen des Hutes zeigt.
Ist diese Hohlstieligkeit ein potenzielles Merkmal oder egal?

Grüße, Martin

Hallo zusammen,
hin und wieder schaffe ich es bei den Telamonien ja wenigstens in eine
Sektion, doch bei diesen eigenartigen Gesellen tappe ich völlig im
Dunkeln.
Sie wuchsen Mitte September in Gesellschaft von Cort. delibutus, Cort.
bolaris und Lact. blennius im Tannen-Buchen-Fichten-Mischwald bei großen
Buchen und Tannen:

Recht auffällig bei dieser Kollektion sind die feinsamtigen Hüte, die schon
in frischem Zustand zum Aufspringen neigen, jung knallviolette Lamellen
und rundliche, ziemlich kräftig warzige, fast stachelige Sporen.
Wer hat eine Idee zu den Teilen?
Beschreibung und Mikros: Funddaten: 16.09.2008; Fundort: MTB 8136-3-4-2,
750 m, Warngau, Taubenberg, Schwarzer Berg; im Bergmischwald, bei großer
Buche, großer Tanne und (ziemlich weit entfernt) Fichte; verges. mit
Lactarius blennius und Cortinarius delibutus und Cortinarius bolaris;
gesellig (>10 Fk); Hut: bis ca. 6 cm breit (evtl. auch breiter, die
größten nicht mitgenommen), jung halbkugelig, später gewölbt, schwach und
flach gebuckelt, trocken, feinst samtig, jung vor allem am Rand von blass
ockergrauem Velum überzogen, Hut bei vielen Exemplaren tief furchig und
grobschollig aufreißend; Hutrand jung durch silbrig-weiße Cortina mit dem
Stiel verbunden; Stiel: bis 9 cm lang, bis 0,8 cm breit, zylindrisch,
basal ausgeprägt keulig, blass bräunlich, an der Stielspitze mit
vergänglichem Lilastich, unterhalb der Cortinazone mit blass ockergrauem
oder undefinierbar gefärbtem, vergänglichem Velum überzogen, bisweilen
bräunend, Keule grauweißlich mit Lilastich, Basalmycel weiß; Lamellen:
schwach ausgebuchtet oder gerade angewachsen, mäßig gedrängt, jung
knallviolett, später nur noch am Rand lila, sonst lilabraun bis hellbraun;
Fleisch: jung violett bis lila marmoriert, später verblassend und
wässerig braun; Geruch: schwach pilzig, fast neutral; Geschmack: mild,
eher unangenehm; Chemie: KOH (30%): auf Huthaut kastanienbraun; auf
Stielfleisch schmutzig oliv; auf Stielkeule olivbräunlich; HDS: Epicutis
für ein Telamonia ziemlich chaotisch und verwurschtelt (daher vermutlich
die samtige Beschaffenheit der Huthaut), Zellen ca. 5-10 µm breit, einige
mit diffus intrazellulärem gelblichem Pigment, einige auch sehr schwach
inkrustiert, Zellen bisw. etwas aufgeblasen, vereinzelt auch etwas
aufragende Terminalzellen beobachtet; Hypoderm sehr gut ausgeprägt,
mehrschichtig, kurz septiert, Zellbreite ca. bis 20 µm, mit auffallend
kräftigem Dickwandpigment (in Wasser bernsteinfarben, in KOH
gelbbräunlich); Sporen: subglobos, mit kräftigen, deutlich vorstehenden
Warzen, im Profil stachelig, Maße: 7,3 x 6 (6,5-8,5 x 5,5-7), Q=1,22
(1,17-1,36), 20 Sp. gemessen;
Sporen in KOH:


Grüße aus München
Hias

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