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Re: Rindenpilz auf Nadelholz

MartinB, (vor 6517 Tagen) 1.875 Beiträge @ Ingo Wagner

Danke Ingo,

daß Du uns in dieser "pilzunfreundlichen" Periode wach hältst!
Ich war heute mit meiner ältesten bei klirrendem Frost auf Streuobstwiesen auf Ausschau. Aber außer daß wir von einem nicht angeleinten Köter angefallen wurden haben wir heute wenig erlebt (Trameten, Trameten, Trameten....).

Viele Grüße, Martin

Hallo!
Hier könnte man sich in frostfreien Perioden wohl kaum der Rindenpilz- und
Ascovielfalt erwehren, nach einer Woche Frost ist es wirklich schwieriger.

Rindenpilze findet man zwar nach wie vor, bloß eine mikroskopische Bestimmung
ist wegen Wachstums- und Reifepause so gut wie unmöglich.
Er hier lässt sich auch makroskopisch gut ansprechen, wenn man ihn ein paar
Mal gesehen hat: Phlebiopsis gigantea (Großer Zystidenkammpilz)

Seine Form lässt sich schwer in Worte fassen. Der häutige Fruchtkörper bildet
oft keine klar begrenzte Form, sondern wächst in sämtliche Richtungen,
teilweise mit unförmigen Ausläufern (links unten). Auf dem Hymenium sind
meist unregelmäßig Warzen und eingewachsene Fransen locker verteilt, sein
Substrat ist dickes Nadelholz, meist Kiefer, dabei wächst er auf
rindenlosem Holz genauso wie auf der Rinde, meist seitlich am Substrat.
Auf der Oberfläche von Stümpfen wachsend bildet er Zapfen und Warzen. Bei
Frost und Trockenheit sind die Fruchtkörper recht dünn, in Regenperioden
quillt er jedoch mindestens um das dreifache auf und bekommt eine etwas
andere Farbe. In Trockenperioden löst sich der Rand vom Substrat.
VG Ingo W

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