Pilze Pilze Forum
Erweitert

Pilzvermarktungsfrage

Violet, (vor 6497 Tagen)

Liebe Leute, aus gegebenem Anlass - weil ich nämlich in dem einen Buch von Andreas-Tanja gerade bei den Pfifferlingen angelangt bin: Überall steht, dass Pfifferlinge und Steinpilze in Deutschland nur zum persönlichen Gebrauch gesammelt werden dürfen und da auch nur 1 Kilo pro Tag usw.
Bei uns (Heidelberg) auf dem Markt werden in jedem Jahr Steinpilze und Pfifferlinge ausdrücklich mit dem Vermerk "aus Bayern" oder "aus Franken" verkauft - gewissermaßen direkt unter den Augen der Obrigkeit, nämlich dem Rathaus und vermutlich dessen/deren Umweltbeauftragen. Martin und ich wir dachten uns also: Schön, Bayern hat eben andere Gesetze. Aber Bayern ist doch auch Deutschland, oder hab ich da was falsch verstanden? :))
Ich hab in einem früheren Thread gesehen, dass Andreas was von "es sei denn man hat eine Ausnahmegenehmigung" schrieb. Was heißt das? Ausnahmeregelung klingt mir schwer nach Mauschelei....
Herzliche abendliche Grüße
Ditte

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: Pilzvermarktungsfrage

Matthias, (vor 6497 Tagen) @ Violet

Liebe Leute, aus gegebenem Anlass - weil ich nämlich in dem einen Buch von
Andreas-Tanja gerade bei den Pfifferlingen angelangt bin: Überall steht,
dass Pfifferlinge und Steinpilze in Deutschland nur zum persönlichen
Gebrauch gesammelt werden dürfen und da auch nur 1 Kilo pro Tag usw.
Bei uns (Heidelberg) auf dem Markt werden in jedem Jahr Steinpilze und
Pfifferlinge ausdrücklich mit dem Vermerk "aus Bayern" oder
"aus Franken" verkauft - gewissermaßen direkt unter den Augen
der Obrigkeit, nämlich dem Rathaus und vermutlich dessen/deren
Umweltbeauftragen. Martin und ich wir dachten uns also: Schön, Bayern hat
eben andere Gesetze. Aber Bayern ist doch auch Deutschland, oder hab ich
da was falsch verstanden? :))
Ich hab in einem früheren Thread gesehen, dass Andreas was von "es sei
denn man hat eine Ausnahmegenehmigung" schrieb. Was heißt das?
Ausnahmeregelung klingt mir schwer nach Mauschelei....
Herzliche abendliche Grüße
Ditte

Hallo Ditte,
Steinpilze und Pfifferlinge sind nach der Bundesartenschutzverordnung teilgeschützte Arten die in kleiner Menge für den persönliche Bedarf gesammelt werden dürfen ( http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bartschv_2005/gesamt.pdf )
In Bayern kann man schon Sammelscheine für gewerbliches Sammeln beantragen und darf dann auch die teilgeschützten Arten in den Handel bringen, persönlich kenne ich niemand der so eine Schein hat,
viele Grüsse
Matthias

Eintrag gesperrt
16 Aufrufe

Re: Pilzvermarktungsfrage

Violet, (vor 6497 Tagen) @ Matthias

Hallo Ditte,
Steinpilze und Pfifferlinge sind nach der Bundesartenschutzverordnung
teilgeschützte Arten die in kleiner Menge für den persönliche Bedarf
gesammelt werden dürfen (
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bartschv_2005/gesamt.pdf )
In Bayern kann man schon Sammelscheine für gewerbliches Sammeln beantragen
und darf dann auch die teilgeschützten Arten in den Handel bringen,
persönlich kenne ich niemand der so eine Schein hat,
viele Grüsse
Matthias

Danke, lieber Matthias, heißt das denn, dass es in Bayern von beidem mehr gibt als in anderen Bundesländern? Und, falls ja, ist das denn wirklich so?
LG Ditte

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

Re: Pilzvermarktungsfrage

Matthias, (vor 6497 Tagen) @ Violet

Danke, lieber Matthias, heißt das denn, dass es in Bayern von beidem mehr
gibt als in anderen Bundesländern? Und, falls ja, ist das denn wirklich
so?
LG Ditte

Hallo Ditte,
das heisst sicher nicht das die beiden Arten hier öfter vorkommen als in anderen Bundesländern wobei die beiden Arten ja doch sehr weit verbreitet sind, als kleines Beispiel sehe ich keine Unterschiede in der Verbreitung der beiden Arten zum Beispiel im bayrischen Spessart und hessischen Odenwald die ja von der Lage und Geologie sehr ähnlich sind,
viele Grüsse
Matthias

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Re: Pilzvermarktungsfrage

Violet, (vor 6497 Tagen) @ Matthias

Hallo Ditte,
das heisst sicher nicht das die beiden Arten hier öfter vorkommen als in
anderen Bundesländern wobei die beiden Arten ja doch sehr weit verbreitet
sind, als kleines Beispiel sehe ich keine Unterschiede in der Verbreitung
der beiden Arten zum Beispiel im bayrischen Spessart und hessischen
Odenwald die ja von der Lage und Geologie sehr ähnlich sind,
viele Grüsse
Matthias

Ich versteh nicht ganz, Matthias, was du mit dem sehr doch sehr weit verbreitet meinst. Meinst du, dass es deswegen okay ist, wenn sie vermarktet werden? Aber dass Bayern so eine Ausnahme unter den Bundesstaaten machen darf, ist doch wohl von wegen Freistaat und so? Mich würde auch echt interessieren, wer denn so eine Genehmigung bekommt. Wenn also unsereins da hinginge (in Bayern wohnend, versteht sich) und so eine Genehmigung haben wollte, was würde man gesagt bekommen? Hat das mal einer von euch probiert - und sei es,um zu hören, was die Bedingungen sind?
LG Ditte

Eintrag gesperrt
12 Aufrufe

Re: Pilzvermarktungsfrage

Matthias, (vor 6497 Tagen) @ Violet

Ich versteh nicht ganz, Matthias, was du mit dem sehr doch sehr weit
verbreitet meinst. Meinst du, dass es deswegen okay ist, wenn sie
vermarktet werden? Aber dass Bayern so eine Ausnahme unter den
Bundesstaaten machen darf, ist doch wohl von wegen Freistaat und so? Mich
würde auch echt interessieren, wer denn so eine Genehmigung bekommt. Wenn
also unsereins da hinginge (in Bayern wohnend, versteht sich) und so eine
Genehmigung haben wollte, was würde man gesagt bekommen? Hat das mal einer
von euch probiert - und sei es,um zu hören, was die Bedingungen sind?
LG Ditte

Hallo Ditte,
beide Arten sind weit verbreitet und auch oft zu finden, was aber nicht im Umkehrschluss heisst das ich nun anfange Pilze zu verkaufen,
viele Grüsse
Matthias

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Re: Pilzvermarktungsfrage

MartinB, (vor 6497 Tagen) @ Matthias

Hallo Matthias,

Dittes Frage zielte eher auf die Frage, warum bei uns auf dem Markt immer wieder Pfiffies und Steinis mit der Herkunftstbezeichnung "Bayern" verkauft werden, obwohl das rechtlich eigentlich nicht möglich ist.

Ich denke, das wird einfach nicht "verfolgt"...

Viele Grüße, Martin

Hallo Ditte,
das heisst sicher nicht das die beiden Arten hier öfter vorkommen als in
anderen Bundesländern wobei die beiden Arten ja doch sehr weit verbreitet
sind, als kleines Beispiel sehe ich keine Unterschiede in der Verbreitung
der beiden Arten zum Beispiel im bayrischen Spessart und hessischen
Odenwald die ja von der Lage und Geologie sehr ähnlich sind,
viele Grüsse
Matthias

Eintrag gesperrt
12 Aufrufe

Re: Pilzvermarktungsfrage

Matthias, (vor 6497 Tagen) @ MartinB

Hallo Matthias,
Dittes Frage zielte eher auf die Frage, warum bei uns auf dem Markt immer
wieder Pfiffies und Steinis mit der Herkunftstbezeichnung
"Bayern" verkauft werden, obwohl das rechtlich eigentlich nicht
möglich ist.
Ich denke, das wird einfach nicht "verfolgt"...
Viele Grüße, Martin

Hallo Martin,
es ist wie gesagt rechtlich schon möglich mit einem gültigen Sammelschein auch teilgeschützte Pilzarten zu vermarkten, nur gibt es halt eine gewisse Grauzone wo nicht kontrolliert wird, was auch auf Wochenmärkten zu sehen ist und bei Privatverkäufen an Gaststätten wo niemand nach den nötigen Papieren fragt,
viele Grüsse
Matthias

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

Re: Pilzvermarktungsfrage

Hagen Graebner, (vor 6497 Tagen) @ Matthias

Hier sind es in der Regel "Steinpilze aus dem Hunsrück", die verkauft werden - Genehmigungen hat da wahrscheinlich keiner. Aber wo kein Kläger - da kein Richter. Vielleicht sollte man die Untere Naturschutzbehörde mal mit einer Anzeige/Meldung in Verlegenheit bringen. Wär bestimmt lustig.

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: Pilzvermarktungsfrage

Ernest, (vor 6496 Tagen) @ Violet

Hallo Ditte,
früher habe ich in einer Druckerei, die Etiketten für die Lebensmittelindustrie herstellte, gearbeitet. Da wurden auch massenhaft Etiketten für verschiedene Pilzkonservenhersteller in Bayern gedruckt. Eine dieser Firmen musste ich mal, wegen Terminschwierigkeiten, beliefern. (Normalerweise machten das Speditionen)
Bei dieser Firma gab es eine Annahmestelle für private Pilzsammler. Aktuell war damals eine Liste mit den Ankaufspreisen für Steinpilze ausgehängt. Irgendwo müssen die Wildpilze, die in Gläsern und Dosen eingemacht werden, ja herkommen.

Gruß, Ernest

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: Pilzvermarktungsfrage

Violet, (vor 6496 Tagen) @ Ernest

Hallo Ditte,
früher habe ich in einer Druckerei, die Etiketten für die
Lebensmittelindustrie herstellte, gearbeitet. Da wurden auch massenhaft
Etiketten für verschiedene Pilzkonservenhersteller in Bayern gedruckt.
Eine dieser Firmen musste ich mal, wegen Terminschwierigkeiten, beliefern.
(Normalerweise machten das Speditionen)
Bei dieser Firma gab es eine Annahmestelle für private Pilzsammler. Aktuell
war damals eine Liste mit den Ankaufspreisen für Steinpilze ausgehängt.
Irgendwo müssen die Wildpilze, die in Gläsern und Dosen eingemacht werden,
ja herkommen.
Gruß, Ernest

Ist ja interessant, lieber Ernest, klar müssen die Pilze irgendwo herkommen - aber ich dachte eigentlich, die kommen dann halt aus Polen oder sonstwoher, denn Regeln sind Regeln und Gesetz ist Gesetz. Bin ganz deutlich immer noch zu blauäuigig bzw. naiv :))
Liebe Grüße
Ditte

Eintrag gesperrt
12 Aufrufe

Re: Pilzvermarktungsfrage

Heinz Ebert ⌂, (vor 6495 Tagen) @ Violet

http://dgfm-ev.de/index.php?id=582

Ist ja interessant, lieber Ernest, klar müssen die Pilze irgendwo herkommen -
aber ich dachte eigentlich, die kommen dann halt aus Polen oder
sonstwoher, denn Regeln sind Regeln und Gesetz ist Gesetz. Bin ganz
deutlich immer noch zu blauäuigig bzw. naiv :))
Liebe Grüße
Ditte