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Re: Nachlese 2008 Blätterpilze

myco_loco, (vor 6503 Tagen) 58 Beiträge @ Andreas

Hallo Andreas,

was die siderophile Granulation angeht, bin ich auch skeptisch. Meines Wissens tritt sie quer Beet in den Agaricales auf. Nur sind die Granula bei den meisten Arten zu klein, also unter der Auflösungsgrenze des Lichtmikroskops bzw. unscheinbar klein. Wenn nicht das Vorhandensein des Effekts, sondern nur die Größe eine Rolle spielen soll, bin ich auch skeptisch. Ich habe die Information über die Granula von Prof. Clemencon und er hat auch etwas in seinem Anatomiebuch darüber geschrieben.

LG
Christoph

Hallo Jens,
die Merkmale siderophile Granulation der Basidien wie alle Lyophylloideae,
aber keine Schnallen.
Von Rhodocybe, die ebenfalls (teilweise?) siderophile Basidien zeigen und
meist keine Schnallen haben, durch die elliptischen Sporen ohne Kanten
unterschieden.
Ich persönlich habe nie was von der Gattung Gerhardtia gehalten und ich
denke, dass im Bereich Lyophyllum-Calocybe-Tephrocybe und ihrer Beziehung
zu Rhodocybe völlig umgedacht werden muss. Ich glaube nicht, dass die
siderophile Granulation überhaupt eine größere Rolle spielt, nicht auf
Gattungsebene und schon gar nicht noch höher.
Andererseits wird in der Funga Nordica die gattung aufrechterhalten, also
muss sie wohl molekular unterstützt sein. Trotzdem bin ich da nicht
überzeugt, in dieser Gruppe scheint mir uzviel unklar zu sein, was
überhaupt Merkmale sind und was nicht. Wie kommt eine Art wie der
Mai-Ritterling überhaupt in diese Gruppe rein, wo er doch noch nicht mal
siderophile Basidien hat? Ist das nun wichtig oder nicht? Ich bin sehr
gespannt, wie das in zwanzig Jahren alles beurteilt wird!
beste Grüße,
Andreas

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