Jedes eine kleine Welt
Hallo,
mit Bewunderung verfolge ich die Beiträge über kleine Pusteln und undeutliche
Überzüge auf Ästchen und Rindenstücken. Nein, wirklich, ich finde das
toll. Nur wenn ich selber bei Nieselregen im Nacken, Funsellicht, böigem
Wind und plus zwei Grad Celsius im Gestrüpp stöbere, verlässt mich nach
spätestens einer Minute die Begeisterung. Außerdem: Am Ende fehlt sowieso
der erforderliche Bestimmungsschlüssel. Was macht Ihr anders? Ist es
Pflichtgefühl?: "Irgendwer muss ja diese Dinger knacken". Ich
vermute irgendein Geheimrezept dahinter: kandierte Ginsengwurzeln,
Molchzunge in Osterwasser ...
Was es auch sei - bitte gebt mir etwas davon ab.
Alles Gute, Jochen.
Lieber Jochen, ich bin ja noch eine Newbie - sag also nichts übers Rauskriegen und Schlüssel und so, aber eins haut mich jedesmal wieder um: Da ist so ein Fuzzeldingelchen, ein Fliegendreck auf einem Ästchen, den man mit bloßem Auge kaum sieht, und dann legst du das Ding unters Mikroskop und du siehst eine ganze Welt!!! Das ist einfach umwerfend! Und an sowas, das auch per se jedes für sich schon vergrößert einfach toll ist, geht man andauernd und permanent vorbei und weiß es nicht. DAS ist meine Motivation, so viele kleine neue Welten .... (und ab und an find ich ja auch schon die von Schnuffel und Ingo so streng geforderten Basidien :))
Liebe Grüße
Ditte