Re: Nachtrag Wissenschaftlichkeit
Ja ja schon klar und sicher ist es, wie du sagst, aber man muß ja irgendwo
auch noch einen Boden sehen, sonst kann man es wohl gleich lassen, oder?:
Klar gibt es den Boden. Es gibt sogar viele verschiedene Böden untereinander. Boden Nummer 1 sind sicherlich die 50 bis 60 Arten, die in jedem 2-Euro-Pilzbuch stehen. Boden Nummer 2 sind die Arten, die der Pilzsachverständige genau kennen sollte, also alle gefährlichen Giftpilze und alle für Speisezwecke verwendbare Pilze (ca. 300 Arten). Boden Nummer 3 sind die bekanntesten, auffälligen Gattungen, und darin möglichst viele Arten (Täublinge, Milchlinge, Dickröhrlinge, Ritterlinge, Schleierlinge, Saftlinge...). Und Boden Nummer 4 könnten einige wenige zusammenhängende, der breiten Masse unbekannte Spezialgattungen sein, in denen man noch im Grundlagenforschungsstadium steckt.
Ich meinte also nur: Einen gewissen Grad von Sicherheit bieten etliche
Pilze doch wohl schon auch dem Augenschein nach - naja verstehst schon,
was ich meine. Sonst könntet ihr euch Pilzbücher für die Doofen wie mich
ja schließlich ganz sparen...
Klar, auch das! Es gibt jede Menge schöner guter, leicht bestimmbarer Arten... selbst an denen können Anfänger fünf, manchmal zehn Jahre herumknabbern.
Schockiert?
Nun, ein bisschen irritiert vielleicht. Denn du, die du dich ja als Anfängerin bezeichnest, steigst schon bei den Gattungen und Arten zwischen Boden 3 und Boden 4 ein. Dass dir dort dann alles ein bisschen "hoch" erscheint, ist wohl so zu erwarten.
Freundliche Grüße und bleib am Ball!