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Rotbraun, glänzend, …… *PIC*

Gelbfieber, (vor 6410 Tagen)

und an Fichte sind makroskopischen Merkmale die man im Gelände sofort bei dem nachfolgenden Pilz erkennt.

Hallo und guten Tag liebe Pilzler,

ein Lackporlingsfund bereitet mir Kopfzerbrechen. In der mir zur Verfügung stehenden Literatur ist einfach nichts „Passendes“ zu finden.

Zunächst einmal die Beschreibung.

Frkp.:
Durchmesser ca. 20cm, 10-15mm dick, wellig, rotbraun (mahagonifarben), gezont. Porenschicht braun, ca. 5 Poren pro mm. Stiel nicht vorhanden. Anwachsstelle dunkelbraun.
Fundort:
Fichtenwald, dicht über dem Boden an einem Stubben angewachsen, 400m üNN.

Mikroskopische Merkmale:
Sporen hellbraun, isoliert feinwarzig, deutlicher Keimporus, 10,5-13 x 6-7,5µm. Harzschicht aus etwa 20µm langen, dicht stehenden etwas keuligen Elementen. Schnitt durch den Frkp. ergibt 4 Schichten. Unter der dünnen Harzschicht, eine gelbliche Schicht, danach eine mittelbraune und die Röhrenschicht.

Bei Ganoderma lucidum passt das Substrat und der Stiel nicht, G. pfeifferi kommt an Laubholz vor, G. resinaceum hat schmalere Sporen und soll nur an Eiche beheimatet sein und G. carnosum passt auch nicht so recht.

Über Hilfe bei dieser Bestimmung würde ich mich freuen.

Eine gute Osterzeit
Gelbfieber & Co

[image]

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Re: Rotbraun, glänzend, ……

MartinB, (vor 6409 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi,

G. carnosum paßt doch ganz gut, zumindest von der Sporengröße und Form her. Warum soll sich der sich nicht mal von der Weißtanne auf eine Fichte verirren?
Nach bioimages.uk wurde er auch schon auf Eibe gefunden:
http://www.bioimages.org.uk/HTML/T130096.HTM
Hier werden auch Exemplare auf Fichte gezeigt:
http://www.grzyby.pl/gatunki/Ganoderma_carnosum.htm
Und das dortige Sporenmicro könnte man direkt neben Deine halten.

Viele Grüße,

Martin

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Re: Rotbraun, glänzend, ……

HARZPILZCHEN, (vor 6409 Tagen) @ MartinB

Martin, du könntest wirklich Recht haben. Bei Ryvarden wird für G. carnosum Picea mit angegeben; Sporengröße 10-13 x 7-8; lucidum auch selten an Fichte; Sporengröße 7-11 x 6-8 ; die Farbe spricht natürlich für carnosum: das heißt eventuell die Funde im Oberharz heißen carnosum
viele Grüße Hartmut

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Re: Rotbraun, glänzend, ……

Gelbfieber, (vor 6409 Tagen) @ MartinB

Hallo und guten Abend Martin,

G. carnosum paßt doch ganz gut

ganz gut ist mir für eine Bestimmung schlichtweg zu wenig!

Und das dortige Sporenmicro könnte man direkt neben Deine halten

Die Sporenform ist bei der Gattung Ganoderma nahezu gleich. Bei der Bestimmung setze ich mehr auf Sporengröße und vor allem auf das Ornament.

Eine gute Osterzeit und Dankeschön
Gelbfieber & Co

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Re: Rotbraun, glänzend, ……

MartinB, (vor 6409 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi,

hier gibts spannende Experimente mit KOH, die vielleicht die Lösung näher bringen:
http://wwwuser.gwdg.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_10_31.pdf (ab S. 379 letzter Absatz..)

Viele Grüße, Martin

Hallo und guten Abend Martin,
G. carnosum paßt doch ganz gut
ganz gut ist mir für eine Bestimmung schlichtweg zu wenig!
Und das dortige Sporenmicro könnte man direkt neben Deine halten
Die Sporenform ist bei der Gattung Ganoderma nahezu gleich. Bei der
Bestimmung setze ich mehr auf Sporengröße und vor allem auf das Ornament.
Eine gute Osterzeit und Dankeschön
Gelbfieber & Co

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Re: Rotbraun, glänzend, ……

MartinB, (vor 6409 Tagen) @ MartinB

Hallo Uschi,

vergiß es gleich wieder...
habe jetzt eben erst den Artikel zuende gelesen und begriffen, daß das nix bringt...

Gibt es da noch keinen Schlüssel zu (für Europa?)? So viele sind das doch wohl nicht.

Herzlich,

Martin

Hallo Uschi,
hier gibts spannende Experimente mit KOH, die vielleicht die Lösung näher
bringen: http://wwwuser.gwdg.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_10_31.pdf (ab S.
379 letzter Absatz..)
Viele Grüße, Martin

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Re: Rotbraun, glänzend, ……

Andreas ⌂, (vor 6409 Tagen) @ MartinB

Hallo,

ich kenne Ganoderma carnosum aus dem Schönbuch und vom Schwarzwald-Ostrand und muss widersprechen: Die Farbe passt überhaupt nicht. G. carnosum ist viel dunkler, eher schwarzbraun. So rot habe ich den noch nie gesehen.
Im Thüringer Wald gibt es Ganoderma lucidum vergleichsweise häufig an Fichte, so dass ich das auch für den Harz annehmen würde.
Übrigens ganz interessant, auch Pleurotus dryinus ist im Thüringer Wald häufig an Fichte zu finden (wirklich häufig, also bestimmt 10 Funde jedes Jahr), während ich den hier an Laubholz noch gar nicht gefunden habe ....
Ich habe das Gefühl, manche Art kommt gen Osten zu häufiger an Fichte vopr als sie das im Westen tut. insofern ist ein Vergleich Schwarzwald - Thüringer Wald / Harz in mancherlei Hinsicht sehr spannend!

beste Grüße,
Andreas

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Re: Rotbraun, glänzend, ……

Piwo, (vor 6408 Tagen) @ Andreas

Hallo,
ich kenne Ganoderma carnosum aus dem Schönbuch und vom Schwarzwald-Ostrand
und muss widersprechen: Die Farbe passt überhaupt nicht. G. carnosum ist
viel dunkler, eher schwarzbraun. So rot habe ich den noch nie gesehen.
Im Thüringer Wald gibt es Ganoderma lucidum vergleichsweise häufig an Fichte,
so dass ich das auch für den Harz annehmen würde.
Übrigens ganz interessant, auch Pleurotus dryinus ist im Thüringer Wald
häufig an Fichte zu finden (wirklich häufig, also bestimmt 10 Funde jedes
Jahr), während ich den hier an Laubholz noch gar nicht gefunden habe ....
Ich habe das Gefühl, manche Art kommt gen Osten zu häufiger an Fichte vopr
als sie das im Westen tut. insofern ist ein Vergleich Schwarzwald -
Thüringer Wald / Harz in mancherlei Hinsicht sehr spannend!
beste Grüße,
Andreas

hallo Uschi, Andreas und die anderen,

ich kenne G. lucdum in meinem Gebiet (Großraum Gießen) zweimal auf Fichte.

Liee Grüße

Piwo

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Re: Rotbraun, glänzend, ……

HARZPILZCHEN, (vor 6409 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo
Ganoderma lucidum wurde letztes Jahr im Herbst sehr oft im Oberharz gefunden (Gebiet NSG Kramershai zwischen Elend und Braunlage; Höhe 700m), alle unter Picea. Die Durchmesser waren sehr groß, ähnlich deiner Farbe. Funde an Eiche sind gewöhnlich heller. Zuerst dachte ich an Ganoderma carnosum, der wohl fast auschließlich an Abies und Larix wächst ?!
hArzige Grüße Hartmut

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Re: Rotbraun, glänzend, ……

myco_loco, (vor 6408 Tagen) @ Gelbfieber

Hi Uschi,

Dein Fund bereitet ernsthaft Kopfzerbrechen... Ganoderma lucidum wächst zwar durchaus auf Fichte, aber das ist eine einjährige Art (wie auch G. carnosum). Da Du vier Röhrenschichten zählst, kann man sie also ausschließen (zwei sind o.k. - z.B. trockener Sommer, dann kann es passieren, dass eine zweite Lage wächst). Ich habe G. lucidum auch noch nie sitzend gefunden. Die Trama ist auch sehr hell für G. lucidum (kenne ich mit einem Purpurreflex im Braun der Trama).

G. carnosum wäre auch einjährig - zudem sieht die Art völlig anders aus (Krustenfarbe dunkler, wie schon erwähnt wurde).

G. valesiacum hätte die helle Trama - und ist makroskopisch nicht leicht von G. lucidum unterscheidbar, kann auch sitzende Fruchtkörper haben, wächst aber anscheinend nur auf Lärche. Bester Unterschied: die cremefarbene Trama! Dein Fund würde also ganz gut passen passen (die Trama müsste auch relativ weich sein). Mikroskopie: sehr ählich wie G. lucidum. Aber: auch G. valesiacum ist nur einjährig.

Und da liegt der Hase im Pfeffer... Du beschreibst vier Schichten (ich sehe zumindest drei auf dem Deitalfoto). Insofern passt das nicht.

Die mehrjährigen Arten... was bleibt da übrig? G. applanatum können wir getrost ausschließen. Bleiben G. australe, G. pfeifferi und G. resinaceum...

G. australe... Sporenbreite würde ganz gut passen, aber die Kruste müsste dick sein und im Querschnitt fast schwarz sein, die Hutfarbe dunkel braun... passt gar nicht!

G. pfeifferi... Hutfarbe rot bis rotbraun wäre o.k., aber die Sporen müssten breiter sein (bis 9 µm), die Trama dunkelbraun und es ist eine wärmeliebende Laubholzart... *ähem*

G. resinaceum... alte FK sehen anders aus (extrem dicke Lackschicht), aber junge bis mittelalte FK sind schön rot bis rotbraun. Was gut passt, ist die etwas blassere Trama (im Vergleich zu den anderen Arten außer G. valesiacum) und die dunklere Zone über den Röhren. Die Röhrenschichten sind auch nicht deutlich abgegrenzt (wie bei dir zu sehen, keine Tramaschicht eingezogen).
Problem: Die Art wächst an fast allem (meist an Eiche), aber nicht an Nadelholz! Die Sporen wären auch schmaler (nur 4,5-7 µm breit) und kürzer.

Und schon sind wir am Ende... Insofern würde ich die Kollektion als Ganoderma aff. resinaceum zwischenspeichern.

Oder kennt jemand aus den wärmeren Gefilden Ganoderma lucidum ausnahmsweise mehrjährig und zudem völlig (!) ungestielt?

Ich habe G. lucidum noch nicht so oft gefunden, aber sie war immer einjährig. G. carnosum habe ich des öfteren in der hand gehabt, auch immer einjährig. G. valesiacum hatte ich noch nicht in Händen. Falls man die Mehrjährigkeit außer Acht ließe, wäre das am ehesten mein Tipp. Warum statt Lärche nicht auch mal Fichte.

Schöner wären kleinere Sporen (= G. resinaceum).

Insofern ist mein Latein am Ende.

LG
Christoph

und an Fichte sind makroskopischen Merkmale die man im Gelände sofort bei dem
nachfolgenden Pilz erkennt.
Hallo und guten Tag liebe Pilzler,
ein Lackporlingsfund bereitet mir Kopfzerbrechen. In der mir zur Verfügung
stehenden Literatur ist einfach nichts „Passendes“ zu finden.
Zunächst einmal die Beschreibung.
Frkp.:
Durchmesser ca. 20cm, 10-15mm dick, wellig, rotbraun (mahagonifarben),
gezont. Porenschicht braun, ca. 5 Poren pro mm. Stiel nicht vorhanden.
Anwachsstelle dunkelbraun.
Fundort: Fichtenwald, dicht über dem Boden an einem Stubben angewachsen, 400m
üNN.
Mikroskopische Merkmale:
Sporen hellbraun, isoliert feinwarzig, deutlicher Keimporus, 10,5-13 x
6-7,5µm. Harzschicht aus etwa 20µm langen, dicht stehenden etwas keuligen
Elementen. Schnitt durch den Frkp. ergibt 4 Schichten. Unter der dünnen
Harzschicht, eine gelbliche Schicht, danach eine mittelbraune und die
Röhrenschicht.
Bei Ganoderma lucidum passt das Substrat und der Stiel nicht, G. pfeifferi
kommt an Laubholz vor, G. resinaceum hat schmalere Sporen und soll nur an
Eiche beheimatet sein und G. carnosum passt auch nicht so recht.
Über Hilfe bei dieser Bestimmung würde ich mich freuen.
Eine gute Osterzeit
Gelbfieber & Co

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4 Schichten ....

Andreas ⌂, (vor 6408 Tagen) @ myco_loco

Hallo Christoph,

vier Schichten ja - aber damit sind meiner Auffassung nach nicht 4 RÖHREN-Schichten gemeint, sondern vier FRUCHTKÖRPER-Schichten. Ich würde bei den einjährigen bleiben, mir sieht auf dem Foto auch die Röhrenschicht nicht zwingend mehrjährig aus.

Ich bin immer noch für Ganoderma lucidum. Ich habe exakt solche Fruchtkörper schon im Schwarzwald an Moorbirke gefunden (NSG Waldmoor-Torfstich, Moorbirken-Moorkiefern-Hochmoor, Glazialrelikt, 680 m NN). Stiellos, bis 50 cm Durchmesser, vom Erdboden bis in 1 Meter Höhe an abgebrochenen, stehenden Stämmen.
Kann natürlich sein, dass ich damals zu oberflächlich bestimmt habe, denn ob ich überhaupt mikroskopiert habe bezweifle ich im Nachhinein, zumal ich mit Dr. Haas unterwegs war und der ebenfalls ohne Zögern für G. lucidum plädierte.
Er war zwar nicht der große Porlingskenner, aber viel mit Hermann Jahn unterwegs bzw. in Kontakt und zumindest Ganoderma pfeifferi kannte er durchaus aus eigener Anschauung.

Ganoderma valesiacum wurde übrigens aus den Hochlagen der Thüringer Waldes auch schon einmal von einem Mykologen gemeldet (an Fichte) - stellte sich als G. lucidum heraus ....

beste Grüße,
Andreas

Hi Uschi,
Dein Fund bereitet ernsthaft Kopfzerbrechen... Ganoderma lucidum wächst zwar
durchaus auf Fichte, aber das ist eine einjährige Art (wie auch G.
carnosum). Da Du vier Röhrenschichten zählst, kann man sie also
ausschließen (zwei sind o.k. - z.B. trockener Sommer, dann kann es
passieren, dass eine zweite Lage wächst). Ich habe G. lucidum auch noch
nie sitzend gefunden. Die Trama ist auch sehr hell für G. lucidum (kenne
ich mit einem Purpurreflex im Braun der Trama).
G. carnosum wäre auch einjährig - zudem sieht die Art völlig anders aus
(Krustenfarbe dunkler, wie schon erwähnt wurde).
G. valesiacum hätte die helle Trama - und ist makroskopisch nicht leicht von
G. lucidum unterscheidbar, kann auch sitzende Fruchtkörper haben, wächst
aber anscheinend nur auf Lärche. Bester Unterschied: die cremefarbene
Trama! Dein Fund würde also ganz gut passen passen (die Trama müsste auch
relativ weich sein). Mikroskopie: sehr ählich wie G. lucidum. Aber: auch
G. valesiacum ist nur einjährig.
Und da liegt der Hase im Pfeffer... Du beschreibst vier Schichten (ich sehe
zumindest drei auf dem Deitalfoto). Insofern passt das nicht.
Die mehrjährigen Arten... was bleibt da übrig? G. applanatum können wir
getrost ausschließen. Bleiben G. australe, G. pfeifferi und G.
resinaceum...
G. australe... Sporenbreite würde ganz gut passen, aber die Kruste müsste
dick sein und im Querschnitt fast schwarz sein, die Hutfarbe dunkel
braun... passt gar nicht!
G. pfeifferi... Hutfarbe rot bis rotbraun wäre o.k., aber die Sporen müssten
breiter sein (bis 9 µm), die Trama dunkelbraun und es ist eine
wärmeliebende Laubholzart... *ähem*
G. resinaceum... alte FK sehen anders aus (extrem dicke Lackschicht), aber
junge bis mittelalte FK sind schön rot bis rotbraun. Was gut passt, ist
die etwas blassere Trama (im Vergleich zu den anderen Arten außer G.
valesiacum) und die dunklere Zone über den Röhren. Die Röhrenschichten
sind auch nicht deutlich abgegrenzt (wie bei dir zu sehen, keine
Tramaschicht eingezogen).
Problem: Die Art wächst an fast allem (meist an Eiche), aber nicht an
Nadelholz! Die Sporen wären auch schmaler (nur 4,5-7 µm breit) und kürzer.
Und schon sind wir am Ende... Insofern würde ich die Kollektion als Ganoderma
aff. resinaceum zwischenspeichern.
Oder kennt jemand aus den wärmeren Gefilden Ganoderma lucidum ausnahmsweise
mehrjährig und zudem völlig (!) ungestielt?
Ich habe G. lucidum noch nicht so oft gefunden, aber sie war immer einjährig.
G. carnosum habe ich des öfteren in der hand gehabt, auch immer einjährig.
G. valesiacum hatte ich noch nicht in Händen. Falls man die Mehrjährigkeit
außer Acht ließe, wäre das am ehesten mein Tipp. Warum statt Lärche nicht
auch mal Fichte.
Schöner wären kleinere Sporen (= G. resinaceum).
Insofern ist mein Latein am Ende.
LG
Christoph

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Re: 4 Schichten ....

myco_loco, (vor 6408 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

stimmt, hatte ich falsch gelesen - es sind in der Tat die vier FK-Schichten beschrieben worden. Ich meinte, auf dem Foto drei Röhrenschichten zu erkennen, was aber auch am Anschneiden liegen kann...

Insofern würde es in der Tat auf Ganoderma lucidum vs. Ganoderma valesiacum herauslaufen (wie bei dem von dir zitierten Fund aus Thüringen). Und Fichte spräche deutlich für G. lucidum (bis auf das helle Fleisch). Vielleicht kann Gelbfieber ja noch etwas zur Fleischkonsistenz sagen.

Ein 50-cm-Brackl ohne Stiel... hm, letzten Endes: ich glaube gerne die Bestimmung durch Haas und Dich. Ich wäre vermutlich sehr erstaunt gewesen und hätte den Pilz nicht als G. lucidum angesprochen.

LG
Christoph

Hallo Christoph,
vier Schichten ja - aber damit sind meiner Auffassung nach nicht 4
RÖHREN-Schichten gemeint, sondern vier FRUCHTKÖRPER-Schichten. Ich würde
bei den einjährigen bleiben, mir sieht auf dem Foto auch die Röhrenschicht
nicht zwingend mehrjährig aus.
Ich bin immer noch für Ganoderma lucidum. Ich habe exakt solche Fruchtkörper
schon im Schwarzwald an Moorbirke gefunden (NSG Waldmoor-Torfstich,
Moorbirken-Moorkiefern-Hochmoor, Glazialrelikt, 680 m NN). Stiellos, bis
50 cm Durchmesser, vom Erdboden bis in 1 Meter Höhe an abgebrochenen,
stehenden Stämmen.
Kann natürlich sein, dass ich damals zu oberflächlich bestimmt habe, denn ob
ich überhaupt mikroskopiert habe bezweifle ich im Nachhinein, zumal ich
mit Dr. Haas unterwegs war und der ebenfalls ohne Zögern für G. lucidum
plädierte.
Er war zwar nicht der große Porlingskenner, aber viel mit Hermann Jahn
unterwegs bzw. in Kontakt und zumindest Ganoderma pfeifferi kannte er
durchaus aus eigener Anschauung.
Ganoderma valesiacum wurde übrigens aus den Hochlagen der Thüringer Waldes
auch schon einmal von einem Mykologen gemeldet (an Fichte) - stellte sich
als G. lucidum heraus ....
beste Grüße,
Andreas

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Re: 4 Schichten ....

Gelbfieber, (vor 6406 Tagen) @ myco_loco

Hallo und guten Tag Christoph,

Vielleicht kann Gelbfieber ja noch etwas zur Fleischkonsistenz sagen.

das kann ich und mache es gern. Die Konsistenz des Fleisches ist nicht fest! So, jetzt geht das los …. was bedeutet nicht fest. Die dünne rote Harzschicht inkl. der darunter liegenden ca. 5mm starken Fleischschicht lässt sich leicht mit dem Finger eindrücken und „richtet“ sich nach Entlastung umgehend wieder auf.
Der Fruchtkörper bzw. Doppelfruchtkörper hatte das Gewicht von lediglich ca. 95g – trocken 60g.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: 4 Schichten ....

myco_loco, (vor 6406 Tagen) @ Gelbfieber

Hi Gelbfieber,

das spräche (bis auf das Substrat) auch für Ganoderma valesiacum. Ich würde raten, die Dokumentation an Herrn Ryvarden zu schicken. Vielleicht hat er auch Interesse, den Fruchtkörper selber zu überprüfen. Ich kenne G. valesiacum einfach nicht aus eigener Anschauung.

Oder frag mal bei Harald Ostrow nach - vielleicht kennt er G. valesiacum aus eigener Anschauung (er findet fast(?) alles im Bereich Pilze an Holz)

Trama hell, weißlich-creme (über den Röhren bräunlich), Trama weich, FK sitzend - alles typisch G. valesiacum.
Substrat Fichte - spricht für G. lucidum

Interessanter Fund!

LG
Christoph

Hallo und guten Tag Christoph,
Vielleicht kann Gelbfieber ja noch etwas zur Fleischkonsistenz sagen.
das kann ich und mache es gern. Die Konsistenz des Fleisches ist nicht fest!
So, jetzt geht das los …. was bedeutet nicht fest. Die dünne rote
Harzschicht inkl. der darunter liegenden ca. 5mm starken Fleischschicht
lässt sich leicht mit dem Finger eindrücken und „richtet“ sich nach
Entlastung umgehend wieder auf.
Der Fruchtkörper bzw. Doppelfruchtkörper hatte das Gewicht von lediglich ca.
95g – trocken 60g.
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: 4 Schichten ....

Gelbfieber, (vor 6406 Tagen) @ myco_loco

Hi Christoph,

vielen lieben Dank für deine Ideen und Anregungen!
Denn auch für mich ist das ein sehr interessanter Fund.
Der Bursche macht mir reichlich Kopfzerbrechen.
Hoffentlich komme ich jetzt noch ein bißchen weiter :-).
Aber sag mal, ich vermisse das so keiner hier im Forum etwas über die Mikromerkmale erwähnt, da scheint wohl nicht großartig etwas weiterführendes herauszuholen zu sein. Was meinst du denn zu Mikromerkmalen?
Geht denn da garnichts?
Irgendwie wird soviel bald hauptsächlich über die Farbe abgehandelt.
Es müsste noch irgendwas markantes geben womit man die einzelnen Arten trennen kann. Das wär schöööön.

Meine Hoffnung wär ja noch das am Standort vielleicht noch ein Fruchtkörper wächst oder ich einen übersehen habe, der noch was brauchbares hergibt. Ich weiß ja noch nicht mal mit Sicherheit, ob er von diesem Jahr ist oder von vorherigem Jahr. Allerdings vermute ich von diesem Jahr weil er sich so frisch angefasst hat (gegenüber anderen Porlingen) obendrein ist reichlich klare Flüssigkeit ausgetreten nach Anschnitt, weißst du, ähnlich so wie beim Bitteren Saftporling Spongiporus stipticus. Andererseits wachsen viele Porlinge ja nur gaaaanz langsam. Zugucken beim wachsen kann man bei manchen Arten ja nicht gerade, hab ich so beobachtet. Das dauert und dauert, hihi.

Bin jedenfalls gespannt was da noch so herauszubekommen ist ;-)
Ich bleibe dran!

Liebe Grüße
Uschi

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G. valesiacum vs. G. lucidum

myco_loco, (vor 6405 Tagen) @ Gelbfieber

Hi Uschi,

ich zitiere mal aus Ryvarden & Gilbertson (1993: 281), der Europamonographie der Porlinge:

"The taxonomic status of this species [G. valesiacum] is uncertain as noted by Jahn et al. (1980). Its microstructure is similar to that of G. lucidum and the only separating character seems to be the white punky context under a cracking crust. However, in shadowy places the crust does not crack and those specimens are very difficult to separate frome those of ordinary G. lucidum. It may be that the host is distinctive, but cultural studies are necessary to solve whether this is only an ecological race from of G. lucidum and to establish uts relationship to G. carnosum, differentiated here primarily because of its preference for Abies and Picea." Zitat Ende.

Typische G. valesiacum müssen schon deutlich anders aussehen als typische G. lucidum (helle weiche Trama, aufbrechende Kruste, auch ungestielt usw.). Das Substrat holft normalerweise ja auch noch mit. Anatomisch scheint wirklich nicht viel zu gehen. Deine Daten zeigen, dass deine Kollektion zum G.-lucidum-valesiacum-carnosum-Formenkreis gehört. Innerhalb der drei Arten geht aber anatomisch wenig bis nichts.

Gut, letztere Art ist viel dunkler und die habe ich schon oft gesehen. G. carnosum sieht einfach anders aus.

Ich würde gerne selber mal eine typische G. valesiacum finden. So kann ich nur sagen, dass meine G.-licidum-Funde bislang anders aussahen, recht fest im Fleich waren und dort zudem ziemlich dunkel.

Deshalb mein Tipp, mal Ryvarden zu kontaktieren (oder vorher Harald Ostrow).

LG
Christoph