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Re: Mollisia cf. pyrenopezizoides

Ingo Wagner, (vor 6414 Tagen) 4.044 Beiträge @ Andreas

Hallo Ingo,
Meiner Meinung nach auch, da wäre ich recht sicher.
Das sind sie zwar nicht immer, aber sehr oft. Daher wählte ich damals auch
den Arbeitsnamen "pyrenopezizoides", weil die eben optisch eher
nach ner Pyrenopeziza aussehen als nach einer Mollisia
Die Sporenform passt gut, nicht regelmäßig elliptisch wie bei amenticola
zumeist, auch nicht regelmäßig einseitig zugespitzt wie in revincta,
sondern angedeutet bumerangartig, wenn auch nciht so deutlich wie in
lividofusca. Dass die Sporen einseitig schmäler zulaufen ist mir bisher
nicht aufgefallen, aber ich ahbe nicht genug darauf geachtet. Gezeichnet
habe ich die teilweise so, mehrheitlich aber eher mit gleich dicken Polen.
Kommt vielleicht daher, dass Du eine sehr vitale Aufsammlung hast. Mir ist
jedenfalls nie was von einer auffallend stärker blauen Reaktion als bei
anderen Arten aufgefallen.
Ein zeichen für Vitalität. Je schlapper die Kollektion wird, desto eher sind
die Vakuolen unterbrochen, schrumpfen teils schon etwas und werden
unregelmäßig.
Passt perfekt.
Das kommt immer mal vor. Ich dachte eigentlich, dass das eine
Alterserscheinung ist, weil ich es besonders häufig bei Exsikkaten
beobachtet habe. Das würde dann aber der postulierten Vitalität
widersprechen ...
Kann ich nix zu sagen.
So weit weg ist das nicht. Deine sind sehr feucht, da sind die fast schwarz
im Hymenium. Blaugrau ist aber auch nicht selten der Fall. Der weiße Rand
ist meist auffällig, und auch dass die Apothezien zumeist rund bleiben und
nicht lappig werden.
Das ist das einzige, was ein klein wenig stört. So richtig auffällig sind die
bei Dir ja auch nicht, aber "unauffällig" wäre sicherlich auch
nicht das richtige Wort dafür. Wären die ein oder zwei Zellen unterhalb
der Endzellen nun nicht zylindrisch, sondern rundlich, dann würde man aber
sehr wohl von unauffälligen Randzellen sprechen. So wirken sie nun
mehrzellig und dadurch auffallend. So deutlich ahbe ich sie nicht in
Erinnerung bei meinen Funden, aber da sonst wirklich alles passt wäre ich
mir der Bestimmung dann doch 99,9% sicher.
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas!

Danke für die Rückmeldung. Dann streich ich mal das cf., natürlich immer mit einem wachsamen Auge auf die nächste Kollektion.

Dass die gelben, nicht geplatzten Vakuolen in den Paraphysen mit wenig lebendigen Material zusammenhängen, kann sehr gut sein, denn die Mikroaufnahmen stammen von ziemlich vielen, verschiedenen Apothezien, und es waren sehr viele äußerlich scheinbar gut erhaltene, aber mikroskopisch mit Anzeichen von wenig Vitalität (geschrumpelte Paraphyseninhalte, fehlender Turgor in den Asci usw.)
vorhanden.

Sind natürlich bei meiner Beschreibung auch etliche subjektive Eindrücke, die sich manchmal schneller als man denkt, wieder ins Gegenteil verwandeln können. Die Sporenform erinnerte mich aber merkwürdigerweise gleich an den Fund vom letzten Jahr, obwohl das Problem der ersten drei untersuchten Apothezien zu schmale Sporen war. Tja, so fix geht´s, und man landet woanders.

VG Ingo W

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