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bepuderte Lorcheln *PIC*

HARZPILZCHEN, (vor 6394 Tagen)

Liebe Pilzfreunde;

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sicherlich ist Gyromitra esculenta ein trivialer Pilz, aber mich interessiert folgendes: ich finde die Pilze schon viele Jahre und in großen Mengen unter PICEA; und in der Literatur finde ich hierzu nichts?! Wächst die Frühjahrslorchel auch anderswo im reinen Fichtenwald ?? LG Hartmut

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Re: bepuderte Lorcheln

Christoph G, (vor 6394 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut,

du schreibst:
": sicherlich ist Gyromitra esculenta ein trivialer Pilz"
Ich hab den NOCH NIE in meinem Leben gefunden oder gesehen...:-(((
Trivial ist also relativ...;-))

LG Christoph

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Re: bepuderte Lorcheln

Harald Andres Schmid, (vor 6394 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Liebe Pilzfreunde;

sicherlich ist Gyromitra esculenta ein trivialer Pilz, aber mich interessiert
folgendes: ich finde die Pilze schon viele Jahre und in großen Mengen
unter PICEA; und in der Literatur finde ich hierzu nichts?! Wächst die
Frühjahrslorchel auch anderswo im reinen Fichtenwald ?? LG Hartmut

Hallo, Hartmut
Ich habe sie dieses Jahr in einer großräumig herausgeschlagenen Lichtung in einem Fichtenwald gefunden.
Gruß, Harald Andres

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trivialer Pilz

Stephan Weißer, (vor 6393 Tagen) @ Christoph G

Die Frühjahrslorchel WAR vielleicht mal ein trivialer Pilz, aber wie alle Stickstoff-Flieher hat sie es in unseren Abgas- und düngerreichen Zeiten immer schwerer. Fest steht, dass sie relativ klar abgegrenzte Wuchsortansprüche hat (viel mehr als etwa Morcheln oder Verpeln) und daher schon immer nur "ortshäufig" war, d. h. in vielen Teilen Deutschlands überhaupt nicht vorkommen KANN.

Dies alles ist in etwa mit dem Grünling zu vergleichen. Ich kenne auch Leute, die sagen: genau da, wo das Pilzjahr mit dem Grünling endet, beginnt es mit der Frühjahrslorchel.

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Re: bepuderte Lorcheln

hoennetaler, (vor 6393 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Guten Morgen!

Massenvorkommen Mai 2006 im reinen Fichtenwald. Habe bei 60 aufgeghört zu zählen! Im Januar 2007 hat Kyrill den Fichtenwald komplett zerstört. Harvester und Co. gaben dem Boden den Rest. Seitdem wächst da nur noch Hallimasch und Frühlingsweichritterling :-(.

Gruß
Jürgen

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Passt gut...

Christoph G, (vor 6393 Tagen) @ Stephan Weißer

...denn auch der Gruenling ist mir noch nie untergekommen.
Aber beide Arten koennte ich wohl schon finden, wenn ich oefters in der sandigen Rheinebene unterwegs waere...;-))

Die Frühjahrslorchel WAR vielleicht mal ein trivialer Pilz, aber wie alle
Stickstoff-Flieher hat sie es in unseren Abgas- und düngerreichen Zeiten
immer schwerer. Fest steht, dass sie relativ klar abgegrenzte
Wuchsortansprüche hat (viel mehr als etwa Morcheln oder Verpeln) und daher
schon immer nur "ortshäufig" war, d. h. in vielen Teilen
Deutschlands überhaupt nicht vorkommen KANN.
Dies alles ist in etwa mit dem Grünling zu vergleichen. Ich kenne auch Leute,
die sagen: genau da, wo das Pilzjahr mit dem Grünling endet, beginnt es
mit der Frühjahrslorchel.

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Re: bepuderte Lorcheln

HARZPILZCHEN, (vor 6393 Tagen) @ Christoph G

Vielen Dank für Eure Ausführungen. Ich wußte wirklich nicht, daß diese Lorchel in manchen Gegenden sehr selten ist. Der Grünling ist allerdings hier sehr selten (nur 2 Fundstellen) LG Hartmut

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Re: Passt gut...

Stephan Weißer, (vor 6393 Tagen) @ Christoph G

...denn auch der Gruenling ist mir noch nie untergekommen.
Aber beide Arten koennte ich wohl schon finden, wenn ich oefters in der
sandigen Rheinebene unterwegs waere...;-))

Allerdings nur, wenn du es schaffst, in der Rheinebene einen noch nicht so eutrophierten, mit Brombeer-/Steppengrasgestrüpp bewachsenen Sandkiefernwald ausfindig zu machen, was nicht ganz leicht werden dürfte. Die typischen, von W. Winterhoff in den 70er Jahren abgesuchten und analysierten Dicrano- und Pyrolo-Pineten zwischen Heidelberg und Mannheim, welche vom Potential diese Pilze hervorbringen könnten, erkennt man leider inzwischen kaum noch als solche, da Brombeer mittlerweile unbarmherzig und flächendeckend regiert.

Besonders gefallen mir hier der Speyerer Westwald (1 Grünlings-Fundstelle!) im Bereich des alten Militärgeländes, die direkt an der A5 gelegene Pfungstädter Düne, der Mainzer Sand bei Gonsenheim sowie einige Wälder bei Babenhausen. Dort könnte ich mir eventuell vereinzelt Frühlorcheln vorstellen, zumal andere Lorcheln dort durchaus häufig anzutreffen sind.

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Re: Passt gut...

Saftling, (vor 6393 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo,

Noch nicht von Brombeeren zugewucherte Kiefernwälder auf Sand gibt es auch noch in dem Dünengebiet südlich von Rastatt, wo ich auch in den letzten Jahren noch Grünlinge gefunden habe, sowie östlich des Baden Air Park. Diese Wälder (und die neuerdings wieder teilweise frei gestellten Dünen) sind überhaupt mykologisch interessant.

LG
Dieter

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Re: Passt gut...

Christoph G, (vor 6392 Tagen) @ Stephan Weißer

Allerdings nur, wenn du es schaffst, in der Rheinebene einen noch nicht so
eutrophierten, mit Brombeer-/Steppengrasgestrüpp bewachsenen
Sandkiefernwald ausfindig zu machen, was nicht ganz leicht werden dürfte.
Die typischen, von W. Winterhoff in den 70er Jahren abgesuchten und
analysierten Dicrano- und Pyrolo-Pineten zwischen Heidelberg und Mannheim,
welche vom Potential diese Pilze hervorbringen könnten, erkennt man leider
inzwischen kaum noch als solche, da Brombeer mittlerweile unbarmherzig und
flächendeckend regiert.

Das stimmt leider teilweise, auch wenn die Sandhausener Duenen und auch in Schwetzingen die Training Area zumindest partiell noch nicht so von Brombeergestruepp dominiert sind.

Besonders gefallen mir hier der Speyerer Westwald (1 Grünlings-Fundstelle!)
im Bereich des alten Militärgeländes,

Kenn ich auch, sieht interessant aus, ich war bisher leider immer dort als pilzlich wenig los war

die direkt an der A5 gelegene
Pfungstädter Düne, der Mainzer Sand bei Gonsenheim sowie einige Wälder bei
Babenhausen. Dort könnte ich mir eventuell vereinzelt Frühlorcheln
vorstellen, zumal andere Lorcheln dort durchaus häufig anzutreffen sind.

Auch mit dem Mainzer Sand hab ich beruflich zu tun, war allerdings erst einmal dort. Aber nach dem, was wir dort an seltenen Pflanzen und Tierarten nachweisen konnten (oder besser: haben nachweisen lassen)ist das mykologisch sicher auch interessant.