Bei Köln: Steinpilz, Pfifferling, Perlpilz & co... *PIC*
Hallo liebe Pilzfreunde,
heute hat es dann doch etwas länger gedauert, denn ich war wieder mit Rainer Wald unterwegs und es gab jede Menge schöne Funde.
Für die zweite Maihälfte steppt der Bär auf den Friedhöfen um Köln - finde ich jedenfalls.
Los geht es mit meinen ersten Sommersteinpilzfunden in diesem Jahr:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Sommersteinpilz01.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Sommersteinpilz02.jpg)
Boletus reticulatus, neuerdings wieder Boletus aestivalis (Sommersteinpilz).
Bei den noch ganz jungen Exemplaren auf dem ersten Bild könnte die dunkle Netzzeichnung auf hellem Grund Ungeübte schon etwas irreführen...
Die ersten Pfifferlinge, Cantharellus cibarius:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Pfifferling01.jpg)
Amanita rubescens, der erste Perlpilz in diesem Jahr:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Perlpilz01.jpg)
So, und nachdem dem reißerischen Titel genüge getan wurde, kommen wir nun zu den eigentlich interessanten Funden 
Nicht nur seine düstere Erscheinung, vielmehr auch sein Name verleiht diesem Pilz etwas Morbides.
Helvella lacunosa (Grubenlorchel) ist somit der perfekte Friedhofspilz:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Grubenlorchel01.jpg)
Die Grubenlorchel ist für mich ebenso wie sein Artverwandter Helvella crispa (Herbstlorchel) ein Charakterpilz.
D.h. jeder Fruchtkörper kann individuell verschieden ausfallen:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Grubenlorchel02.jpg)
Als nächstes zeige ich euch noch weitere Röhrlinge von heute:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Boletus_erythropus01.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Boletus_erythropus02.jpg)
Boletus erythropus (Flockenstieliger Hexenröhrling).
Und diesmal nicht als netzstieliger Verschnitt 
Als nächstes den Hainbuchen-Rauhfuß, Leccinum griseum:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Hainbuchenrauhfuss01.jpg)
Zugegeben, die gezeigten Exemplare müssen noch etwas wachsen...
Beim nächsten tendiere ich zu Xerocomus porosporus, dem Falschen Rotfußröhrling:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/FalscherRotfussroehrling01.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/FalscherRotfussroehrling02.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/FalscherRotfussroehrling03.jpg)
Insbesondere das Schnittbild verstärkt mich in der Meinung, dass es sich nicht um den Eichen-Filzröhrling X. communis handelt.
Ich lasse mich gegebenenfalls jedoch auch eines Besseren belehren...
Weiter geht es mit den Täublingsfunden.
Dieser Täubling mit mildem, sogar leicht süßlichem Geschmack und zugespitzter Stielbasis war zudem noch fleischfarben und die Huthaut war am Rand leicht zurückgezogen:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/FleischfarbenerSpeisetaeubling01.jpg)
Russula vesca (Fleischfarbener Speisetäubling)
Ein milder Täubling mit spröden Lamellen:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Russula_grisea01.jpg)
Ich halte ihn für Russula grisea, den Taubentäubling.
Er sport gerade aus und ein Exsikkat wird auch angefertigt.
Dieser milde, ähnlich aussehende Täubling überraschte mit Lamellen, die auch mit Brachialgewalt nicht splitterten:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Frauentaeubling01.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Frauentaeubling02.jpg)
Daher für mich Russula cyanoxantha (Frauentäubling).
Dieser dunkel gefärbte Täubling mit leicht säuerlich-fruchtigem Geruch hinterließ einen länger anhaltenden kratzend-schärflichen Geschmack im Hals:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Russula_pectinatoides01.jpg)
Auch wenn er schon ziemlich dunkel daher kommt, könnte es vielleicht Russula pectinatoides, der Kratzende Kammtäubling sein.
Er sport gerade aus und wird sicher ein schönes Exsikkat abliefern.
Im Gegensatz zu Rainer halte ich diesen scharf schmeckenden Täubling unter Birken nicht für den Birken-Speitäubling:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/VerblassenderBirkentaeubling01.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/VerblassenderBirkentaeubling02.jpg)
Zumal ich den eher trockenen Standort nicht wirklich als passend erachte.
Vielmehr denke ich hier an Russula exalbicans, den Verblassenden Birkentäubling.
Auch dieser Pilz wird gerade für die Nachwelt in Form eines Exsikkates konserviert.
Unter Hainbuchen fanden wir noch diesen Milchling:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Hainbuchenmilchling01.jpg)
Lactarius circellatus (Hainbuchenmilchling)
Desweiteren sah ich am Fuße einer Hainbuche diesen Porling:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Porling_an_Hainbuche01.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Porling_an_Hainbuche02.jpg)
Leider fehlt mir noch die zündende Idee, um was es sich hier handeln könnte.
Dem Komposthaufen von neulich statteten wir auch einen Besuch ab.
Zunächst fanden wir diese schönen, nicht näher bestimmten Tintlinge:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Tintling01.jpg)
Coprinus spec.
Und dann die üblichen Verdächtigen:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/RotbraunerRiesentraeuschling01.jpg)
Stropharia rugosoannulata (Rotbrauner Riesenträuschling)
Doch dann kam für mich das Highlight des Tages:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/OrangeroterTraeuschling01.jpg)
Stropharia aurantiaca, der Orangerote Träuschling!
Beim Verlassen des Friedhofes fanden wir noch diese Stäublinge:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Wiesenstaeubling01.jpg)
Vascellum pratense (Wiesenstäubling)
Und bei diesem Stäubling verließen sie mich leider:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Staeubling01.jpg)
Falls hier jemand eine brauchbare Idee hat, würde ich mich natürlich sehr freuen.
Schöne Grüße, Gábor

)![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Hainbuchenmilchling03.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2006_05/2009_05b/Hainbuchenmilchling02.jpg)