Re: Der Mai hat es in sich Teil II - mit Fragen
Hallo Pilzfreunde,
Ein nicht näher Untersuchter Cortinarius aus dem Fichtenwald (Kalk) im Moos
der Scherbengelbe Glöckling stand gleich daneben.
Kann man rein vom Bild her etwas eingrenzen?
Da kann man wohl nur spekulieren. Vielleicht vergleichst Du mal mit Cortinarius biformis? Kenne ich eigentlich mit glatterem Hut, aber so nass und jung ....
Mit Inocybe kann man sich momentan in Parks und auf dem Friedhof
richtig gut austoben, dieser frisch schon Weinrote Geselle aus dem Erfurter
Südpark mitten auf dem Rasen hat mir sehr gut gefallen. Die Geruchsprobe
erinnerte mich etwas an Rotwein.
Inocybe adaequata
Eine weitere große weiße Inocybe, auch aus dem Park
Inocybe erubescens
und unter Linde traf ich diese gedrungenen kompakten Ritterlinge
ohne Mehlgeruch an - sicher einer der Erdritterlinge
Meiner Meinung nach ebenfalls Tricholoma argyraceum. Wenn der Mehlgeruch ausbleibt, der Mehlgeschmack sollte trotzdem da sein.
Der Vollständigkeit halber: Nelkenschwindlinge, Glimmertintling und
unbekannte
"Zipfelmützentintlinge"
ebenfalls Glimmertintlinge
Zurück in den Eichen-Hainbuchen-Wald, wo sich unsere großen ominösen, bisher
nicht bestimmbaren Scheidenstreiflinge wieder zeigen:
Sieht aus wie Amanita submembranacea und wächst im basischen, lehmigen Laubwald. Genau wie im Schönbuch. Mein Arbeitsname dafür ist bisher Amanita umbrinolutea ss. orig.
Hochgerippte Becherlorchel - Helvella acetabulum
Den würde ich mal unters Mikroskop legen, ob der nicht vielleicht aporhynche Ascusbasen hat. So ganz will mir hier H. acetabulum nicht gefallen.
Unter Rotbuche gab es noch diese Milchlinge die ich vorsichtig
mit Lactarius blennius anpreche
Hätte ich für Lactarius circellatus gehalten. Ist da wirklich keine Hainbuche?
beste Grüße,
Andreas