Re: Steinpilzschwemme und Frage dazu
Liebe Ditte,
die Entschiedenheit meiner Vorschreiber hat mich etwas nachdenklich gemacht.
Rein vom bis zur Basis reichenden Netz her hätte ich hier zunächst mal
einen Sommer-Steinpilz (Boletus aestivalis) diagnostiziert. Auf der
anderen Seite sprechen der helle Hutrand und die nur partiell filzige,
kräftig gefärbte Huthaut für B. edulis. Wenn du dir mal die Beschreibungen
und die beigestellten Fotos in G. J. Krieglsteiners „Die Großpilze
Baden-Würrtembergs“, Band zwei, S. 245 – 250, ansiehst (da sind auch die
Sommersteinis hübsch rotbraun und mit einem hellen Rand verziert) geht’s
dir wohl wie auch sehr oft mir: Nix Genaues weiß man nich’ oder „Im Westen
ist es niemals gut, wenn einer zuviel weiß!“ Wenn du diese im Wilden
Westen der Fama nach oft lebensrettende Weisheit nicht beherzigen willst,
sei dir neben anderer, die o. a. Literatur empfohlen – nebst
mikroskopischer Begutachtung der Epikutis ((Orangen-?) Haut – bin aber
kein Dermatologe!)
Meine Pfanne hat mich noch nie nach den feinen Unterschieden von B.
aestivalis vs. B. edulis gefragt. Vermutlich weiß sie um mein
gelegentliches, artenspezifisches Banausentum. Aber solange sich die
Koryphyänen auch nicht so ganz sicher sind, wie viele Arten bzw.
Varietäten es gibt, sag ich mal einfach: Hauptsache, es hat geschmeckt!
Mit liebem Gruß, Peter!
Ich dank dir sehr, lieber Peter, für diese ausführliche Mail! Ja, ich bin nun ein wenig verwirrt, es geht mir also wie dir. Und inzwischen bin ich so weise geworden, ab und an auch nach deiner Weisheit zu leben ;)
Sei lieb gegrüßt und ebenfalls frohe Pfingsten!
Ditte