Meine Wenigkeit ist mit mäxle völlig einig!!!!
Lasst doch bitte einmal die mehr oder weniger vorwurfsvollen Bemerkungen genascht,gegessen,geerntet etc !Bei mir wurden ganze Waldstriche umgepflügt!Alle reden von rette die Natur aber nur wenige verzichten zb auf das Auto !Jeder soll vor der eigenen Haustüre wischen oder es passt zu Pfingsten der welcher Kritik übt soll den ersten Stein werfen ,der fliegt bei mir aber oft zurück!LG Hans
Hallo Peter
So selten wie bei Euch scheint der Eichhase hier gar nicht zu sein, habe ich
doch im letzten Jahr in einem Umkreis von ca. 20 m in den Monaten Juni bis
August deren 8 gefunden und ab und zu davon auch genascht. Er ist wirklich
ein ganz spezieller Pilz, der sogar in der chinesischen Heilkunde bei
allerlei Krebsleiden, Durchblutungsstörungen etc. eingesetzt wird.
Ich bewundere Deinen Idealismus zum Erhalt dieser Art, der mir in den letzten
Jahren durch die enorme Zerstörung der Wälder ein wenig abhanden gekommen
ist. Vor ca. 3 Jahren habe ich mich mit Max (ebenfalls Forumsteilnehmer
und in der Nähe wohnhaft) getroffen, um ihm das Prachtexemplar eines
Eichhasen, das ihm noch in seiner Fotosammlung fehlte, zu zeigen. Er war
begeistert und wollte den Fund zur Kartierung weitermelden. Im Jahr darauf
existierte dieses Waldstück bereits nicht mehr; die Bäume wurden gefällt,
der Boden durch Abholzungsmaschinen zerstört und das ganze Geäst im Wald
liegen gelassen. Was nützt also die ganze Kartierung und der Schutz durch
Pilzsammler, wenn es heute bereits heisst "hier stand einmal ein
prächtiger Eichhase"!
Noch ein Beispiel aus dem gleichen Wald, keine 300 m entfernt: Ein ganzes
Waldstück wurde radikal gerodet, sogar die Wurzeln ausgegraben und der
Boden regelrecht bewirtschaftet, um eine schöne Rasenfläche zu sähen. Seit
diesem Frühling steht dort nun das Prachtstück eines Hochsitzes - sicher
nicht zum Picknicken! (Ich kann Dir davon ein schönes Foto schicken, wenn
Du möchtest.) Man könnte das heulende Elend kriegen, wenn man diese
Entwicklung mitverfolgt. Nicht nur dieser einst so schöne Wald ist von
solchen Radikaleingriffen betroffen, wo man auch hingeht, überall das
gleiche Bild. Der enorme Holzpreisanstieg der letzten Jahre und die
Propagierung der Holzpelletsheizung in allen Medien hat den Wald zu einem
Goldesel degradiert, der für deren Besitzer eine unerschöpfliche
Einnahmequelle zu sein scheint. Eine traurige Entwicklung, von der nicht
nur ich ein Lied singen kann. Nicht umsonst finden in letzter Zeit immer
wieder Waldbegehungen unter sogenannt kompetenter Führung statt, um den
sich in der Bevölkerung regenden Unmut zu besänftigen. So viel also zum
Idealismus, der auch mir einst nicht fremd war!
Ich wünsche Dir noch einen recht erholsamen Pfingstmontag und gelegentlich
auch mal wieder den Fund eines prächtigen Eichhasen.
Liebi Grüessli vom Mäxle.