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Funde vom Pfingstwochenende - 13 Fotos *PIC*

Gábor, (vor 6358 Tagen)

Hallo liebe Pilzfreunde,

zwar kann ich mit Felix' königlichen Funden nicht mithalten, aber ich dachte, ich zeige sie euch dennoch - meine Funde vom Pfingstwochenende.
Hier ist es zurzeit leider auch ziemlich trocken und heiss, so dass sich die Pilze teilweise etwas rar machen.

Hier zeige ich euch einen weiteren Fund von Agaricus augustus (Braunschuppiger Riesenchampignon):
[image]
Gefunden diesmal auf dem Melatenfriedhof inmitten von Köln.

Hier wuchs auch noch diese düstere Gestalt:
[image]
Boletus luridus (Netzstieliger Hexenröhrling)

Und hier noch mal ein eher typischer B. luridus als Straßenpilz am Grünstreifen unter Linden:
[image]

Bei diesem Pilz hier unter Hainbuchen
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machte ich mir kurz Hoffnungen auf etwas Besseres, als ich die gelblich getönten Röhrenmündungen sah:
[image]

War dann aber leider wieder nur Leccinum carpini (Hainbuchenrauhfuss):
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Am Rheinufer entwickelt sich Amanita strobiliformis(Fransiger Wulstling) immer mehr zum Massenpilz:
[image]
Auf ca. 200 Meter Länge habe ich beidseits des Fahrradweges über 50 Fruchtkörper gezählt.
Er ist somit zurzeit noch zahlreicher, als die vielen Netzstieligen Hexenröhrlinge, die ebenfalls dort wachsen.

Eine elegante Dame mit schickem Hut und elastischen Lamellen:
[image]
Russula cyanoxantha (Frauentäubling)

Auf sandigem Heideboden unter Eichen (dort, wo im Vorjahr auch Boletus appendiculatus wuchs) fand ich diese Täublinge:
[image]
[image]

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es der gleiche Pilz ist, den ich im Vorjahr etwas weiter entfernt, jedoch ebenfalls in der Heide unter Eichen fand:
[image]
Es wird wohl in Richtung Russula romellii (Weißstieliger Leder-Täubling) gehen, schätze ich mal.
Leider haben die Pilze sich abermals stur geweigert, auszusporen.
Der Geruch war jedenfalls neutral und der Geschmack war mild, wobei ich so ein pelziges, trockenes Gefühl auf der Zunge hatte.
Es kann aber auch sein, dass ich schon ziemlich dehydriert war nach der Radtour in der Hitze und es deshalb so empfand :-)

Was gab es noch?
Es gab noch diesen Pilz hier, auf den ich bislang noch nie großartig geachtet habe:
[image]
Ich halte ihn für Diatrype bullata (Blasiges Eckenscheibchen).
Eine Bestätigung, aber auch Widerspruch wird gerne entgegengenommen.

Und auf den Folgenden bin ich auch nur aufmerksam geworden, weil er sich in Kopfhöhe auf einem vertrockneten Zweig vom Gelben Hartriegel befand:
[image]
Was könnte das wohl sein?
Die kleinen weißen Kügelchen waren kaum größer als einen Millimeter...

LG, Gábor

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Re: Funde vom Pfingstwochenende - 13 Fotos

psittacus, (vor 6358 Tagen) @ Gábor

Hallo liebe Pilzfreunde,
zwar kann ich mit Felix' königlichen Funden nicht mithalten, aber ich dachte,
ich zeige sie euch dennoch - meine Funde vom Pfingstwochenende.
Hier ist es zurzeit leider auch ziemlich trocken und heiss, so dass sich die
Pilze teilweise etwas rar machen.
Hier zeige ich euch einen weiteren Fund von Agaricus augustus
(Braunschuppiger Riesenchampignon):
Gefunden diesmal auf dem Melatenfriedhof inmitten von Köln.
Hier wuchs auch noch diese düstere Gestalt:
Boletus luridus (Netzstieliger Hexenröhrling)
Und hier noch mal ein eher typischer B. luridus als Straßenpilz am
Grünstreifen unter Linden:
Bei diesem Pilz hier unter Hainbuchen

machte ich mir kurz Hoffnungen auf etwas Besseres, als ich die gelblich
getönten Röhrenmündungen sah:
War dann aber leider wieder nur Leccinum carpini (Hainbuchenrauhfuss):
Am Rheinufer entwickelt sich Amanita strobiliformis(Fransiger Wulstling)
immer mehr zum Massenpilz:
Auf ca. 200 Meter Länge habe ich beidseits des Fahrradweges über 50
Fruchtkörper gezählt.
Er ist somit zurzeit noch zahlreicher, als die vielen Netzstieligen
Hexenröhrlinge, die ebenfalls dort wachsen.
Eine elegante Dame mit schickem Hut und elastischen Lamellen:
Russula cyanoxantha (Frauentäubling)
Auf sandigem Heideboden unter Eichen (dort, wo im Vorjahr auch Boletus
appendiculatus wuchs) fand ich diese Täublinge:

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es der gleiche Pilz ist, den ich im Vorjahr
etwas weiter entfernt, jedoch ebenfalls in der Heide unter Eichen fand:
Es wird wohl in Richtung Russula romellii (Weißstieliger Leder-Täubling)
gehen, schätze ich mal.
Leider haben die Pilze sich abermals stur geweigert, auszusporen.
Der Geruch war jedenfalls neutral und der Geschmack war mild, wobei ich so
ein pelziges, trockenes Gefühl auf der Zunge hatte.
Es kann aber auch sein, dass ich schon ziemlich dehydriert war nach der
Radtour in der Hitze und es deshalb so empfand :-)
Was gab es noch?
Es gab noch diesen Pilz hier, auf den ich bislang noch nie großartig geachtet
habe:
Ich halte ihn für Diatrype bullata (Blasiges Eckenscheibchen).
Eine Bestätigung, aber auch Widerspruch wird gerne entgegengenommen.
Und auf den Folgenden bin ich auch nur aufmerksam geworden, weil er sich in
Kopfhöhe auf einem vertrockneten Zweig vom Gelben Hartriegel befand:
Was könnte das wohl sein?
Die kleinen weißen Kügelchen waren kaum größer als einen Millimeter...
LG, Gábor

Hallo gabor!
wie immer - tolle Fotos!
Danke!
Petra

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Re: Funde vom Pfingstwochenende - 13 Fotos

Lothar, (vor 6358 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor,
vielen Dank für die schönen Bilder! Was die "Diatrype bullata" betrifft (die ja nur an Salweide vorkommt), sieht mir das ganze eher wie ein Buchenstamm mit Biscogniauxia nummularia aus. Was meinst Du? - oder täuscht mal wieder das Bild etwas vor, was nicht ist ....
LG von Lothar

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Re: Funde vom Pfingstwochenende - 13 Fotos

Gábor, (vor 6358 Tagen) @ Lothar

Hallo Lothar,

ich meine, dass Du wieder einmal recht hast.

Der Ast ist definitiv von Rotbuche, denn in diesem Wald wächst außer alten Rotbuchen und Eichen sonst nichts anderes.

Vielen Dank für Deine Korrektur und LG,
Gábor

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Russula romellii - njet ....

Jochen Girwert, (vor 6358 Tagen) @ Gábor

so denke ich jedenfalls. Dein Pilz hat eine diffuse Zonierung auf dem Hut, an den Fraßstellen etwas blasspurpur, Lamellen ziemlich hell, Frk mehrminder trichterförmig bzw. deutlich genabelt - irgendwie passt das nicht. Ohne Sporenpulver wird es allerdings schwer, wenn nicht sogar unbestimmbar. Die blasspurpur Fraßstellen lassen mich an grisea oder jedenfalls diese Sektion denken, aber das ist "aus der Hüfte geschossen".

Alles Gute, Jochen.

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Re: Russula romellii - njet ....

Andreas ⌂, (vor 6358 Tagen) @ Jochen Girwert

so denke ich jedenfalls. Dein Pilz hat eine diffuse Zonierung auf dem Hut, an
den Fraßstellen etwas blasspurpur, Lamellen ziemlich hell, Frk mehrminder
trichterförmig bzw. deutlich genabelt - irgendwie passt das nicht. Ohne
Sporenpulver wird es allerdings schwer, wenn nicht sogar unbestimmbar. Die
blasspurpur Fraßstellen lassen mich an grisea oder jedenfalls diese
Sektion denken, aber das ist "aus der Hüfte geschossen".
Alles Gute, Jochen.

Hallo,

ganz meine Meinung!
Das erste Bild kann ich nicht interpretieren, sieht irgendwie auch ein wenig nach Speise-Täubling oder Russula medullata aus - da braucht man halt Sporenpulvwerfarbe. Das zweite Bild sollte ziemlich sicher Russula ionochlora sein, aber auch da gilt die Bestimmung erst als gesichert wenn die Mikrodaten passen.
Russula romellii ist mit Sicherheit keiner der beiden und dasselbe sind die beiden auch mit großer Sicherheit nicht.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Russula romellii - njet ....

Gábor, (vor 6358 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Jochen und Andreas,

vielen Dank für eure Meinungen zu den Täublingen.

Mittlerweile denke ich ebenfalls, dass zumindest die Kollektion vom Vorjahr eher in Richtung R. ionochlora gehen wird.
Was jedoch den Fund vom Wochenende betrifft, möchte ich zumindest R. vesca hier verneinen.
Zwischen "mild" und "mild" gibt es da für mich noch einen Unterschied, denn R. vesca kenne ich ausschließlich mit diesem leicht süßlichen, nussartigem Geschmack. Und dann halt auch mit vollem Stielfleisch und etwas zugespitzter Stielbasis.

LG, Gábor

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...vielleicht'n Hering?

Stephan Weißer, (vor 6358 Tagen) @ Gábor

... z. B. Russula graveolens oder cicatricata. Dazu müsste man zunächst mal den Stiel ausgiebig betatschen, vielleicht wird er bräunlich. Dann gemütlich eintrocknen lassen, vielleicht fischelt er dann. Oder FeSO4-Lösung draufschmieren, vielleicht wird die Trama graugrün.

Natürlich alles "vielleicht"!
Freundliche Grüße
Stephan

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Re: ...vielleicht'n Hering?

Pilzmann, (vor 6357 Tagen) @ Stephan Weißer

Anderer Versuch, sich der Art zu nähern: Tu ihn in die Badewanne. Versucht er schlängelnd zu entkommen, war's ein Hering; mit etwas Räucherwerk im Dörrex getrocknet könnte das dann ein Bückling werden
.
Sorry, ist nicht als Kritik gedacht, sondern einfach nur als Auflockerung vom teils verzweifelten Geschäft, dem Kind einen Namen zu geben.

Mit nicht ganz ernst gemeinten Grüßen, Peter!

... z. B. Russula graveolens oder cicatricata. Dazu müsste man zunächst mal
den Stiel ausgiebig betatschen, vielleicht wird er bräunlich. Dann
gemütlich eintrocknen lassen, vielleicht fischelt er dann. Oder
FeSO4-Lösung draufschmieren, vielleicht wird die Trama graugrün.
Natürlich alles "vielleicht"!
Freundliche Grüße
Stephan

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Re: ...vielleicht'n Hering?

Gábor, (vor 6357 Tagen) @ Pilzmann

Sorry, ist nicht als Kritik gedacht, sondern einfach nur als Auflockerung vom
teils verzweifelten Geschäft, dem Kind einen Namen zu geben.

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Hallo Peter,

das wird dann leider auch nichts mehr mit der Benamsung werden.
Denn auch dieser Täubling hat sich stur geweigert, auszusporen.

Der Frkp. von R. cyanoxantha hingegen hat kräftig ausgesport.
Sporenpulverfarbe weiss, welch Überraschung :-(

Verstehe einer diese Pilze...

LG, Gábor