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Anfrage (Kompatibilität Bildbearbeitungsprogramme) *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6357 Tagen)

Hallo!

Ich wollte ja eigentlich mal ein paar hübsche Bilder meines Pilzkollegen einstellen, der (nicht nur) fotografiertechnisch mindestens 2 Klassen höher spielt als ich.

Er benutzt dazu Bearbeitungsprogramme wie "Digital Foto Professional" oder "xn-view". Bearbeitete JPG-Bilder auf seinem Computer mit seinen Programmen betrachtet sind für mich einfach einzigartig.
Heruntergeladen und mit meinen Standard-Bild-Programmen geöffnet ist plötzlich die Qualität dahin.

Beispiel:
[image]

Hat wer eine Idee, wie das zu erklären bzw. zu umgehen ist?

VG Ingo W

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Re: Anfrage (Kompatibilität Bildbearbeitungsprogra

Harald Andres Schmid, (vor 6356 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo!
Ich wollte ja eigentlich mal ein paar hübsche Bilder meines Pilzkollegen
einstellen, der (nicht nur) fotografiertechnisch mindestens 2 Klassen
höher spielt als ich.
Er benutzt dazu Bearbeitungsprogramme wie "Digital Foto
Professional" oder "xn-view". Bearbeitete JPG-Bilder auf
seinem Computer mit seinen Programmen betrachtet sind für mich einfach
einzigartig.
Heruntergeladen und mit meinen Standard-Bild-Programmen geöffnet ist
plötzlich die Qualität dahin.
Beispiel:
Hat wer eine Idee, wie das zu erklären bzw. zu umgehen ist?
VG Ingo W

Hallo, Ingo

Das Bild hat nur 72 kb, ist also unsinnig stark komprimiert.
Das kann beim Mailen passiert sein, (du sagst Du hättest es "heruntergeladen"?), beim Hochladen auf einen Server, oder allenfalls beim Oeffnen ("mit meinen Standard-Bild-Programmen"), das halte ich jedoch für die unwahrscheinlichere Variante.
Frage mal, wie gross die Bilddatei bei ihm ursprünglich war.
Und wie das Bild dann von seiner Festplatte her "auf die Reise ging", mit welchen Schritten und Programmen, und dann genau das Gleiche umkehrt:
Wie aus dem Netz zurück auf Deine Festplatte.
Gruß, Harald Andres

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Re: Anfrage (Kompatibilität Bildbearbeitungsprogra

Ingo Wagner, (vor 6356 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo, Ingo
Das Bild hat nur 72 kb, ist also unsinnig stark komprimiert.
Das kann beim Mailen passiert sein, (du sagst Du hättest es
"heruntergeladen"?), beim Hochladen auf einen Server, oder
allenfalls beim Oeffnen ("mit meinen Standard-Bild-Programmen"),
das halte ich jedoch für die unwahrscheinlichere Variante.
Frage mal, wie gross die Bilddatei bei ihm ursprünglich war.
Und wie das Bild dann von seiner Festplatte her "auf die Reise
ging", mit welchen Schritten und Programmen, und dann genau das
Gleiche umkehrt: Wie aus dem Netz zurück auf Deine Festplatte.
Gruß, Harald Andres

Hallo Harald Andres!

Danke für deine Antwort.
Das Bild schaut auch vor der "Heruntertransformierung" schon so aus.

Gerade haben wir noch einen Versuch gestartet. Wenn er seine Bilder mit Irfan-View öffnet, scheint alles i.O., bei mir mit Irfan-View sieht´s aus wie eingestelltes Bild.
Entweder der Qualitätsverlust ist beim Kopieren auf den Stick passiert (wird demnächst geprüft, glaub ich aber kaum) oder vielleicht ist sein Bildschirm sehr viel weicher eingestellt. Das wäre jetzt noch das einzige, was mir einfällt.

Mal sehen, was des Rätsels Lösung ist. Als nächstes schaut er mal seine Bilder auf einem dritten Computer an.

Danke
Ingo W

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Re: Anfrage (Kompatibilit�t Bildbearbeitungsprog

Werner, (vor 6351 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

Mal sehen, was des R�tsels L�sung ist. Als n�chstes schaut er mal seine
Bilder auf einem dritten Computer an.

vor Kurzem war mal in einem der Fotoforen (DSLR-Forum, Dforum oder Traumflieger) was dazu. Leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern, aber das Problem war, daß Irfan-View irgendwas nicht richtig kann. Hast Du mal versucht, die Bilder in einem anderen Programm zu öffnen? Z.B. Adobe Photoshop, Gimp, ein Malprogramm oder der kostenlosen Adobe Viewer? Schau mal, ob das Bild da anders aussieht.

Gruß,

Werner

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Re: Anfrage (Kompatibilit�t Bildbearbeitungsprog

Stapler, (vor 6351 Tagen) @ Werner

Hallo Ingo,

ein binär unverändertes (also nicht neu komprimiertes oder heruntergerechnetes) JPG Bild sollte eigentlich auf jedem Rechner gleich aussehen, wenn man als Farbraum SRGB benutzt hat. Leichte Abweichungen gibt's natürlich durch die Monitorkalibrierung und die Grafikkarte. Aber ich geh mal davon aus, daß die Hardware OK ist, sonst würden die eigenen und die Forumsbilder ja auch nicht gut aussehen.
XnView kann man übrigens kostenlos herunterladen. Kann es sein, daß der Kollege eine Unix oder Linux Maschine benutzt? Weil die xview Programme ursprünglich aus der X-Window Welt kommen. Einen Test ist es mal wert, die Bilder mit XnView auf der eigenen Maschine anzusehen - dann kann man zumindest Inkompatibilität ausschließen.
Genaueres kann ich jetzt auch nicht sagen, da ich ja nicht weiß, wie das Bild eigentlich aussehen sollte.

Gruß

Andreas

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Re: Anfrage (Kompatibilit�t Bildbearbeitungsprog

Ingo Wagner, (vor 6351 Tagen) @ Werner

Hallo Ingo,
vor Kurzem war mal in einem der Fotoforen (DSLR-Forum, Dforum oder
Traumflieger) was dazu. Leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern,
aber das Problem war, daß Irfan-View irgendwas nicht richtig kann. Hast
Du mal versucht, die Bilder in einem anderen Programm zu öffnen? Z.B.
Adobe Photoshop, Gimp, ein Malprogramm oder der kostenlosen Adobe Viewer?
Schau mal, ob das Bild da anders aussieht.
Gruß,
Werner

Hallo Werner!

Dank für deine Antwort!
Ich habe die Bilder auch mit anderen Bildprogrammen angeschaut. Ist der gleiche Effekt. Scheint also kein Problem von IrfanView zu sein.

VG Ingo W

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Re: Anfrage (Kompatibilit�t Bildbearbeitungsprog

Ingo Wagner, (vor 6351 Tagen) @ Stapler

Hallo Andreas!

XnView kann man übrigens kostenlos herunterladen.

Das werde ich dann demnächst mal machen.

Genaueres kann ich jetzt auch nicht sagen, da ich ja nicht weiß, wie das Bild
eigentlich aussehen sollte.

Ja, das hätte ich wohl näher erklären sollen. Mäglicherweise ist das Problem gar nicht von jedem erkennbar. Mir geht´s um netzartige Strukturen des schwarzen Bereiches um den Becherling herum. Bei mir sieht´s so aus, als hätte man ein feuchtes Leinentuch darauf gelegt.

Bei einigen Tests am Wochenende war noch folgendes herauszubekommen:
Auch auf dem Rechner meines Kollegen lässt die Qualität der xnview- bzw. Digital Photo Professional- Bilder mit anderen Programmen geöffnet nur unwesentlich nach (Umwandlung von RAW-Bildern in JPG).
Unbearbeitete Bilder sehen auch bei mir gut aus. Das Problem scheint im Nachschärfen zu liegen, obwohl nachgeschärfte Bilder bei meinem Kollegen durchaus schön aussehen, werden sie auf meinem Laptop nicht mehr vorzeigbar und entwickeln besagte netzige Struktur. Diese Struktur wiederum ist aber nur bei Bildern provozierbar, die mit seinem Apparat gemacht wurden. Überschärfe ich z.B. meine Bilder, sieht das anders aus, also nur "körnig".

VG Ingo W

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Bildqualität?

Ingo Wagner, (vor 6351 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo!

Vielleicht kann ja der eine oder andere mal sagen, ob er diese netzartigen Strukturen (hauptsächlich im schwarzen Bereich des Bildes) wahrnimmt oder wie das Bild so rüber kommt auf eurem Rechner.

VG Ingo W

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Re: Bildqualität?

Marco, (vor 6350 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

Ich sehe diese körnigen (netzartigen) Strukturen vor allem im schwarzen Bereich sehr deutlich. Aber woran das liegt? Ob an der Komprimierung (Bildfehler programmabhängig?) oder doch was anderes weiss ich leider nicht. Ich nutze fast ausschliesslich Photoshop und da habe ich noch nie eine solche Körnung erlebt.

Beste Grüße,
Marco

Hallo!
Vielleicht kann ja der eine oder andere mal sagen, ob er diese netzartigen
Strukturen (hauptsächlich im schwarzen Bereich des Bildes) wahrnimmt oder
wie das Bild so rüber kommt auf eurem Rechner.
VG Ingo W

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Re: Bildqualität?

AK_CCM, (vor 6350 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

Vielleicht kann ja der eine oder andere mal sagen, ob er diese netzartigen
Strukturen (hauptsächlich im schwarzen Bereich des Bildes) wahrnimmt oder
wie das Bild so rüber kommt auf eurem Rechner.

ich kann die Artefakte vor allem im Randbereich des "Bullauges" deutlich erkennen. Aber auch im Bereich der Härchen sind sie gut zu sehen.

Wie stark ist denn die JPEG-Kompression des Bildes? Bei mir hat sich ein Wert von 10 bis max. 15 Prozent herauskristallisiert, damit noch keine Artefakte zu sehen sind. Allerdings habe ich bei zu starker Kompression noch nie solche Artefakte gesehen.

Das Problem scheint im Nachschärfen zu liegen, obwohl nachgeschärfte Bilder
bei meinem Kollegen durchaus schön aussehen, werden sie auf meinem Laptop
nicht mehr vorzeigbar und entwickeln besagte netzige Struktur. Diese Struktur
wiederum ist aber nur bei Bildern provozierbar, die mit seinem Apparat
gemacht wurden. Überschärfe ich z.B. meine Bilder, sieht das anders aus, also
nur "körnig".

Habt ihr das getestet, also eine Originalaufnahme verkleinert und als JPEG-Grafik abgespeichert? Stell doch mal ein Vergleichsfoto hier rein.

Generell ist Schärfen nichts anderes, als den Kontrast an Konturen zu verstärken. Hierzu gibt es mehrere Schärfearten. Ich lasse z.B. vor dem Schärfen noch einen schwachen Gaußschen Weichzeichner drüberlaufen, um später beim Schärfen Artefakte zu verhindern. Danach folgt ein mehrstufiges Umscharf maskieren, dessen Intensität mit jeder Stufe abnimmt. Dass das Schärfen der letzte Schritt vor dem Abspeichern ist, dürfte klar sein.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Gruß, Andreas

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Re: Bildqualität?

Mycelio, (vor 6350 Tagen) @ AK_CCM

Hallo zusammen,

habe auch mal Grafiksoftware programmiert, von daher kenne ich folgende mögliche Ursachen:

- JPEG-Komprimierung:
Wenn hier zu stark runtergerechnet wurde, entstehen 8x8 Pixel große Blöcke, deren Kanten nicht mehr zu den benachbarten Blöcken passen. Andere Blöcke werden unscharf oder es tauchen Pixel mit leicht falschen Farben auf. Wenn man das Bild nach dem Speichern nochmal lädt, sollten diese Artefakte mit jeder Software sofort sichtbar sein.

- Bearbeitung:
Wie Andreas schon gut erklärt hat, kann es auch an der Kontrasterhöhung liegen. Hierbei wird immer das meist kaum sichtbare Grundrauschen verstärkt. Dieser Effekt sollte sofort nach der Kontrastbearbeitung zu sehen sein. Weichzeichnen, wie im vorherigen Beitrag beschrieben hilft.

- Farbtiefe des Desktops:
Auch das schönste Bild wird nur dann sauber aussehen, wenn die Grafik mit 24 oder 32 Bit Farbtiefe angezeigt wird. Wenn ihr Windows benutzt, schaut mal unter 'Eigenschaften von Anzeige->Einstellungen->Farbqualität' nach. Wenn da 16 oder 8 Bit steht, ist das wahrscheinlich die Ursache. Windows hat dann keine Möglichkeit, das Bild unverfälscht anzuzeigen und versucht, das beste daraus zu machen.

Grüße, Carsten

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Re: Bildqualität?

42, (vor 6350 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

[...] Hierzu gibt es mehrere Schärfearten. Ich lasse z.B. vor dem
Schärfen noch einen schwachen Gaußschen Weichzeichner drüberlaufen, um
später beim Schärfen Artefakte zu verhindern. Danach folgt ein
mehrstufiges Umscharf maskieren, dessen Intensität mit jeder Stufe
abnimmt. Dass das Schärfen der letzte Schritt vor dem Abspeichern ist,
dürfte klar sein.

Oh, da könnte ich ja wieder mal was lernen! Das mit dem Weichzeichnen vor dem
Schärfen hatte ich noch nie gehört. Und noch erstaunter bin ich, dass Du ein
MEHRSTUFIGES Unscharf maskieren einsetzt!? Worin liegt denn da der Vorteil
gegenüber dem EINMALIGEN Unscharf maskieren in der gewünschten Stärke?

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Bildqualität?

Der Juergen, (vor 6350 Tagen) @ 42

Hallo Thomas und Andreas,

Oh, da könnte ich ja wieder mal was lernen! Das mit dem Weichzeichnen vor dem
Schärfen hatte ich noch nie gehört. Und noch erstaunter bin ich, dass Du ein
MEHRSTUFIGES Unscharf maskieren einsetzt!? Worin liegt denn da der Vorteil
gegenüber dem EINMALIGEN Unscharf maskieren in der gewünschten Stärke?

Ich nehme hier schwer an, dass Andreas das mehrstufige Schärfen beim Verkleinern von Bildern meinte. Da jede Bildverkleinerung mit dem Verlust an Konrast (vor allem Konturen) einhergeht, bietet es sich an, nach jedem Verkleinerungsschritt dezent nachzuschärfen. Bisher habe ich noch kein Tool gefunden, dass ein mehrstufiges, automatisches Schärfen beim Vekleinern bietet. Da bleibt nur übrig, eine eigene Routine zu "programmieren" (z.B. bei Photoshop eine Aktion "aufnehmen").

Grüßle
Juergen

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Re: Bildqualität?

42, (vor 6350 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,

Ich nehme hier schwer an, dass Andreas das mehrstufige Schärfen beim
Verkleinern von Bildern meinte. Da jede Bildverkleinerung mit dem Verlust
an Konrast (vor allem Konturen) einhergeht, bietet es sich an, nach jedem
Verkleinerungsschritt dezent nachzuschärfen.

Also das kann ich mir nicht vorstellen. Wir sprechen hier von JPG-Bildern, und
da ist jede Bearbeitung mit anschließendem Speichern verlustbehaftet. D.h.
man hütet sich davor, Bilder zu verkleinern (und anschließend natürlich
entsprechend nachzuschärfen), nur um sie später nochmals zu verkleinern (und
wieder nachzuschärfen) usw. Obendrein: worin sollte da auch der Sinn liegen
bzw. weshalb sollte man nicht gleich auf die Größe verkleinern, auf die man
letzten Endes hinauswill?

Oder steh' ich jetzt vollkommen auf dem Schlauch und verstehe Euch völlig
falsch?

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Bildqualität?

Der Juergen, (vor 6350 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

natürlich meine ich keine JPEGs, die solle man tunlichst nicht bearbeiten! Ich kann nur raten, was Andreas meinte, und ich glaube, er meinte das Verkleinern von unkomprimierten Bilddateien. Wenn man diese allerdings verkleinert, entstehen Verluste im Kontrast, die man nachschärfmen muss. Dass man beim "stufenweisen" Verkleinern (und nachschärfen) weniger Artefakte hat, als beim "Hauruck-Verkleinern" (von 11 Megapixel auf 15 KB-Bildchen:-) dürfte eigentlich klar sein.

Grüßle
Juergen

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Re: Bildqualität?

Ingo Wagner, (vor 6350 Tagen) @ Der Juergen

Hallo!

Danke für die vielen Antworten. Da brummt mir erst mal der Kopf!

Dass man beim "stufenweisen" Verkleinern (und nachschärfen)
weniger Artefakte hat, als beim "Hauruck-Verkleinern" (von 11
Megapixel auf 15 KB-Bildchen:-) dürfte eigentlich klar sein.
Grüßle
Juergen

Mir zumindest war das eigentlich nicht klar.

Eines hätte ich wohl eingangs noch schreiben sollen: Am Komprimieren des Bildes zum Zweck des Einstellens ins Forum liegt´s nicht, sieht davor schon so aus.

Über den Rest des Geschriebenen muss ich erst mal ein bisschen nachdenken.

VG Ingo W

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Schärfen und Verkleinern in Schritten

Harald Andres Schmid, (vor 6350 Tagen) @ 42

Hallo, Thomas

Wir sprechen natürlich nicht von .jpgs.
Da wäre jeder zusätzliche Verkleinerungsschritt ein Verlust an Qualität, da die Clusters jedesmal neu gerechnet werden.
Es geht darum, ein RAW zu optimieren.
Qualitätsverluste in den Details eines Bildes treten vor allem beim schlagartigen Verkleinern von Bildern von "Sehr Gross" zu "Sehr Klein" auf.
Mit schrittweisem Verkleinern lässt sich das vermeiden, es lassen sich vor allem auch "Treppchen" an diagonalen Kanten und Schärfeartefakte, Halos, usw. vermeiden.
Es lohnt sich also, das Verkleinern schrittweise vorzunehmen und zwischen den Schritten etwas nachzuschärfen, das vermeidet dann eben die "Treppchen".
Ich wähle beim Unscharf maskieren erst (Regler in der Reihenfolge von oben nach unten):
Amount: 200
Radius: 0.9
Treshhold: 0
In den etwa drei oder vier Zwischenschritten, in denen ich beim stufenweisen Verkleinern nachschärfe, stelle ich den Radius auf 0.2 zurück.
Nach dem letzten Verkleinerunsschritt schärfe ich nicht mehr nach.
Falls beim Schärfen die Weissanteile der Schärfung zu dominant sind (weisses Grieseln) kannst Du die Schärfung auf einer seperaten Ebenenkopie vornehmen und die Ebenenfüllmethode auf "Abdunkeln" ("Darken") stellen.
Oder, falls durch diese Methode zuwenig Weissanteile in der Schärfung sind: die Ebene nach dem Schärfen und Verkleinern nochmals kopieren, eine davon auf "Aufhellen", eine auf "Abdunkeln" stellen und dann die Ebenendeckkraft beider Ebenen separat fein nach den Anforderungen des jeweiligen Bildes einstellen.
Z.B.: "Abdunkeln": 80%, "Aufhellen": 30% Deckkraft.
Anschließend beide Ebenen gleichzeitig auf die Hintergrundebene vereinen.
So schärfen die Profis. Es ist viel präziser zu handhaben als die Funktion: "Smart sharpening".
Mit dieser Methode kannst Du, wenn Du z.B. Hochspannungsleitungen in einem Landschaftsbild oder eine andere schwierige Struktur hast, problemlos schärfen, ohne dass "Treppchen" an den Leitungen entstehen oder dass man die Schärfung an den Kanten der Leitungen sieht. Das Bild wirkt genug "weich" und doch scharf.
Gruß, Harald Andres

Hallo Jürgen,
Also das kann ich mir nicht vorstellen. Wir sprechen hier von JPG-Bildern,
und
da ist jede Bearbeitung mit anschließendem Speichern verlustbehaftet. D.h.
man hütet sich davor, Bilder zu verkleinern (und anschließend natürlich
entsprechend nachzuschärfen), nur um sie später nochmals zu verkleinern (und
wieder nachzuschärfen) usw. Obendrein: worin sollte da auch der Sinn liegen
bzw. weshalb sollte man nicht gleich auf die Größe verkleinern, auf die man
letzten Endes hinauswill?
Oder steh' ich jetzt vollkommen auf dem Schlauch und verstehe Euch völlig
falsch?
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Bildqualität?

AK_CCM, (vor 6350 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Juergen,

ich meine den mehrmaligen Einsatz des Unscharf-maskieren-Filters als letzten Arbeitsschritt vor dem Abspeichern des Bildes als JPEG-Grafik. Grundsätzlich lassen sich bei dem Filter 3 Parameter einstellen: Radius, Stärke und Schwellenwert. Standardmäßig sind bei mir die Werte 1,20 (Radius), 30 (Stärke) und 5 (Schwellenwert) konfiguriert. Mangelt es dem Ausgangsbild besonders an Schärfe, erhöhe ich den Wert bei Stärke auf 60 oder ggf. noch weiter. Für den nächsten Durchlauf nehme ich die Hälfte: 0,60 (Radius) und 15 (Stärke) oder ggf. 30 oder mehr - den Schwellenwert lasse ich unverändert. Im dritten Durchlauf nehme ich wiederum die Hälfte usw. Meist genügen schon 2 Durchläufe.

Unterm Strich existiert aber keine allgemein verbindliche Lösung. Man muss die Parameter individuell auf jedes Bild abstimmen. Aber vlt. helfen die Beispielwerte anderen Fotofreunden, ihre Linie bei der Benutzung des Unscharf-maskieren-Filters zu finden.

Zur Bildbearbeitung nutze ich übrigens Corel PaintShop Pro 10, da ich Photoshop für meine Zwecke als zu überdimensioniert halte. Außerdem kenne ich das Programm schon seit Jahren - wieso soll ich mich dann in ein neues Programm einarbeiten? Die Zeit nutze ich lieber zum Bearbeiten weiterer Fotos oder zum Bestimmen von Pilzen. Wer noch auf der Suche nach eine preiswerten Tool ist: Die 11er-Version gibt's bei PEARL für rund 20 Euro:
http://www.pearl.de/a-PK4021-3200.shtml

Und: Nein, ich erhalte keine Provision - weder von PEARL noch von Corel! ;-)

Gruß, Andreas

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Re: Bildqualität?

Der Juergen, (vor 6348 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

ich meine den mehrmaligen Einsatz des Unscharf-maskieren-Filters als letzten
Arbeitsschritt vor dem Abspeichern des Bildes als JPEG-Grafik.

Das verstehe ich nicht ganz. Geht es doch nicht um das Verkleinern eines unkomprimierten Bildformates, um es dann in ein web-taugliches Format zu überführen? "Mehrmaliger" Einsatz ist doch nur sinnvoll beim stufen-weisen Verkleinern, also wenn das Bild immer wieder "neu berechnet" wird (in Photoshop z.B. "bikubisch").

Zur Bildbearbeitung nutze ich übrigens Corel PaintShop Pro 10, da ich
Photoshop für meine Zwecke als zu überdimensioniert halte.

Naja, PaintShop Pro 10 ist auch ziemlich "überdimensioniert" und wenn ich da an GIMP und die ganzen Zusatz-Tools denke, da braucht man fast schon ein kleines Studium, um da duchzusteigen:-)

Übrigens ist ab den Photoshop/cs Versionen das Nachschärfen beim Verkleinern implementiert: Das heißt dann "bikubisch schärfen", und beim Vergrößern von Fotos (was wohl sehr selten gemacht wird) "bikubisch glätten".

Achja nochwas; ich bevorzuge ebenfalls wie Harald Andres das "non-destruktive" Nachschärfen per "Hochpass-Filder-Methode" mit anschließendem Ebenen-Füllen. Wens interessiert, der kann mal mittels oben apostrophierter Begriffe googeln und kommt da leicht zu Photoshop-Tutorials. Man kann diese Methode natürlich mit allen gut ausgestatteten Photobearbeitungsprogrammen machen.

Grüßle
Juergen

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Re: Bildqualität?

Der Juergen, (vor 6348 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

Mir zumindest war das eigentlich nicht klar.

Du kannst das ganz leicht selbst ausprobieren, sofern Du ein Photobearbeitungsprogramm hast. Verkleinere mal ein sehr großes Bild in ein sehr kleines Bild, dann wirst Du sehen, dass der Kontrast verschwindet. Das kleine Bild wirkt flau und etwas unscharf.

Umgekehrt gehts auch. Mach aus einem kleinen Bild mal ein großformatiges, dann wird Dir auffallen, dass die Konturen im großen Bild zackig oder eckig, und die Kontraste übertrieben wirken.

Grüßle
Juergen

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Re: Bildqualität?

42, (vor 6348 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Juergen, Harald Andres und alle,

Verkleinere mal ein sehr großes Bild in
ein sehr kleines Bild, dann wirst Du sehen, dass der Kontrast
verschwindet. Das kleine Bild wirkt flau und etwas unscharf.

Dass bei einer Größenänderung anschließend ein Schärfen notwendig ist, wird
gewiss niemand bestreiten - neu ist für mich, dass das Endergebnis bei einer
MEHRstufigen Größenänderung (mit jeweiligem Schärfen) besser sein soll als das
einer EINstufigen. Rein von der Logik her würde ich das so nicht erwarten,
da jeder Zwischenschritt (Verkleinern, Schärfen) eine Neuberechnung
des Bildes erfordert und dabei doch jedesmal Bildinformationen verlorengehen
(auch bei verlustloser Kompression)!?

Allerdings muss ich zugeben, dass dies meinerseits nur eine theoretische
Betrachtung ist, da ich nicht allzuviel mit Bildbearbeitung am Hut habe.
Trotzdem lerne ich natürlich sehr gerne dazu ...

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Bildqualität?

Der Juergen, (vor 6348 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

Rein von der Logik her würde ich das so nicht erwarten,
da jeder Zwischenschritt (Verkleinern, Schärfen) eine Neuberechnung
des Bildes erfordert und dabei doch jedesmal Bildinformationen verlorengehen
(auch bei verlustloser Kompression)!?

Da hast Du absolut Recht! Es gehen bei jedem Schritt Bildinformationen (Pixel) verloren. Ein Programm muss aus einem Foto Pixel entfernen, wenn es kleiner (und leichter) werden soll. Das ist das Problem beim digitalen Verkleinern: Welche Pixel genau müssen entfernt werden, welche müssen bleiben!

Der Algorithmus bei Photoshop heißt hier "bikubisch". Pixel werden hier beim Neuberechnen interpoliert und zwar derart, dass harte Konturen oder Treppchen-Effekte ausgeglichen werden (Weichzeichnung); die Pixel werden sozusagen "schön" geordnet. Das hat Vor- und Nachteile.

Beim stufenweisen Nachschärfen hat man eine Art manuelle "Zwischen-Kontrolle", mit der man die Konturen besser herausarbeiten kann, und zwar noch bevor die wichtigen Randpixel der Konturen bei einem Einmal-Schritt weichgezeichnet werden. Wie schon wo anders von mir Erwähnt, gibt es aber in den neuen Photoshop-Versionen (ab cs) ein "bikubisch - schärfen".

Soviel mal zu einer theoretischen Erklärung. Das Beste ist, es einfach auszuprobieren.

Grüßle
Juergen

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Re: Bildqualität?

AK_CCM, (vor 6348 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Juergen,

Das verstehe ich nicht ganz. Geht es doch nicht um das Verkleinern eines
unkomprimierten Bildformates, um es dann in ein web-taugliches Format zu
überführen?

jetzt habe ich Dich mit "Abspeichern als JPEG-Grafik" verwirrt - sorry. Auch für Grafikformate mit verlustloser Komprimierung wie z.B. TIF gilt natürlich, dass das Schärfen immer der letzte Schritt vor dem Abspeichern sein sollte.

"Mehrmaliger" Einsatz ist doch nur sinnvoll beim
stufen-weisen Verkleinern, also wenn das Bild immer wieder "neu
berechnet" wird (in Photoshop z.B. "bikubisch").

Nein - probier's einfach mal aus. Die Kombination aus leichtem Gaußschen Weichzeichner und mehrmaligem Unscharfmaskieren mit halbierten Radius- und Stärke-Werten nach jedem Durchlauf sorgt für scharfe, natürliche Konturen ohne Artefakte.

Naja, PaintShop Pro 10 ist auch ziemlich "überdimensioniert" und
wenn ich da an GIMP und die ganzen Zusatz-Tools denke, da braucht man fast
schon ein kleines Studium, um da duchzusteigen:-)

Ich kenne PSP halt schon mehrere Jahre, deshalb arbeite ich gerne damit. Es bleibt aber nicht aus, dass ich immer wieder neue Workarounds und Funktionen entdecke.

Übrigens ist ab den Photoshop/cs Versionen das Nachschärfen beim Verkleinern
implementiert: Das heißt dann "bikubisch schärfen", und beim
Vergrößern von Fotos (was wohl sehr selten gemacht wird) "bikubisch
glätten".

PSP bietet beim Skalieren von Grafiken 5 verschiedene Methoden an: Smart Size, Bikubisch, Bilinear, Anpassung der Pixelgröße und Gewichteter Durchschnittswert. Ich arbeite stets mit Smart Size, weil dabei die wenigsten Artefakte entstehen.

Achja nochwas; ich bevorzuge ebenfalls wie Harald Andres das
"non-destruktive" Nachschärfen per
"Hochpass-Filder-Methode" mit anschließendem Ebenen-Füllen. Wens
interessiert, der kann mal mittels oben apostrophierter Begriffe googeln
und kommt da leicht zu Photoshop-Tutorials. Man kann diese Methode
natürlich mit allen gut ausgestatteten Photobearbeitungsprogrammen machen.

Unter den Schärfe-Filtern in PSP ist auch Hochpass-Schärfen auswählbar - verwende ich aber vergleichsweise selten. Und ehrlich gesagt möchte ich mich mit anderen, komplexen Schärfe-Methoden gar nicht beschäftigen, da ich mit meinen Ergebnissen zufrieden bin. Die Zeit hebe ich mir lieber für die Schwammerln auf. :-)

Schönes Wochenende

Gruß, Andreas