Re: im Schloß des Königs
Hallo Stefan,
Ziel meiner Mail war es keineswegs, dir "ans Bein zu pinkeln". Ich gab nur mal zu bedenken und habe dich offensichtlich missverstanden. Deine mir in deinen 3 Mails mitgeteilten Bemühungen um unser schönes Hobby erkenne ich rückhaltlos an.
Zur Frage des Pilzfreundes, der Pilzfreundin habe ich folgende Einstellung: Wenn er / sie sich nur für Pilze interessiert, um sie zu verspeisen, sind das keine Pilz-Freunde, allensfalls -Liebhaber. Wenn sie dann noch mit Rekord-Ernten prahlen, sind es Pilz-Feinde; auch wenn oft behauptet wird, Sammeln schade nicht. In Ballungsräumen dieser "Pilz-Freunde" schadet das m. E. unbestreitbar.
Wie du richtig schreibst kommen wohl die meisten späteren Pilz-Freunde über die "Fresserei" an ihr Hobby; so auch ich! Mein Anliegen ist nur, dass die Leute die Natur nicht bis zum Letzten ausbeuten, sondern irgendwann verinnerlichen, dass man mit ihr verantwortlich umgehen muss.
Nach deinen Mails bist du über solche Kritik erhaben. Für evtl. Misverständnisse entschuldige ich mich deshalb ganz offiziell und öffentlich.
Mit ganz liebem Gruß, Peter!
Worin sich der "wahre" vom "falschen" Pilzfreund
unterscheidet, ist lange thematisiert worden, entzieht sich aber m. E.
einer schnellen Festlegung in einem Halbsatz. Die meisten Pilzfreunde
dürften jedenfalls zu diesem Hobby über die Schiene Pilzverwertung gelangt
sein, mich eingeschlossen. Ich sehe den Aspekt der Pilzverwertung durchaus
als legitimes Kapitel der Pilzforschung an. Als Pilzforschung interessant
finde ich bespielsweise die kulinarischen Versuche von Blausprödler, der
immer wieder solche "Grenzbereiche" ausgelotet hat.
Davon mal abgesehen: jemand, der so schöne Fotos von einem ökologisch
hochinteressanten Pilzbiotop wie dem Eichenhang bei Gernrode macht (dafür
nochmal ein großes Kompliment), KANN nicht nur den Verwertungsaspekt im
Blick haben.
Freundliche Grüße
Stephan