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Pilze in Kuh-Weit-City ;o) *PIC*

Ingo, (vor 6353 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

nachdem hier etliche Pilzfreunde auf einem Ausflug im vorderen Orient waren, biete ich heute ein wenig
grauen Alltag an.
Normalerweise freut man sich als Pilzfreund über feuchtkühles Wetter – aber bitte nicht so extrem.
Der Wetterdienst vermeldete heute das kälteste Juniwochenende - seit dreißig Jahren.
Nach den beiden vergangenen, mehr oder weniger verregneten, Feiertagswochenenden gab es heuer
nochmal eine Steigerung. Höchsttemperaturen von 14°C am Nachmittag und am Samstag Abend ein
netter Landregen, der die Temperaturen, noch vor 19 Uhr, unter die 10-Grad Marke drückte.

Allein, das scheint den Pilzen nicht zu reichen. Insgesamt vier Stunden war ich am WE in unseren
nahezu pilzleeren Wäldern unterwegs. Die Böden waren prima feucht und überall sprießte sattes Grün.
Aber – erklären kann ich es mir nicht. Waren doch in der Vorwoche verheißungsvolle Zeichen am
„Pilzhimmel“ erschienen. Eine Woche nach den ersten beiden Parasolen sollten doch mindestens
20 weitere folgen. Aber dann - nichts! Kein einziger Täubling, kein Pfifferling und nicht ein lumpiger,
brauner Milchling.

Was ist los? Sind die Kiefern noch so mit der Entwicklung ihrer neuen Triebe beschäftigt, dass sie
den armen Pilzen nichts abgeben können? Allerdings – auch in meinem Buchenwäldchen war nichts
zu finden. Lediglich einige Folgezersetzer wie Nelkenschwindlinge und Mürblinge zeigten sich zaghaft.
War es vielleicht zu kalt? Frostschnecklinge und Samits habe ich aber auch nicht gesehen.

Obwohl – diese hier:

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hatte ich im Juni noch nie. Ein abgesägter Robinienstumpf diente den Judasohren als Nahrungsquelle.

Irgendwie hatte ich noch ein paar weitere Spuren fungoiden Lebens erwischt - ganz zaghafte:

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Mini-Perlpilze....
....und die bereits vermuteten

[image]

Narzissengelben Wulstlinge. Für diese ist allerdings fast das ganze Jahr Saison, soweit frostfrei.

Ein Highlight gab es dann doch, weil persönlicher Erstfund. Wie so oft, direkt auf unserem Campingplatz:

[image]

Nachdem ich meine ganzen Bestimmungswerke erst übereinander, dann nebeneinander und zum Ende
hochkant gestapelt hatte, ergab sich ein Nachname mit sieben Buchstaben, und einem c am Anfang.
Den Vornamen hatte ich als gegeben angesehen, da der Huttrichter nicht zu übersehen war. Übrigens –
bei einigen Exemplaren sogar noch mit kleinem Buckel in der Hutmitte.
Geruch angenehm pilzig, Geschmack ebenso. Vorkommen an einem geschotterten Weg im Gras in
Nähe von Kiefern und Birken. Hutrand zum Teil kerbrandig!

Nochmal zurück zum Nahost-Bericht. Nicht nur dort scheint es gebräuchlich zu sein, Müll in der freien Natur
abzuladen. Auch in den einheimischen Wäldern sieht es ziemlich gruselig aus.
Da werden schon mal die ausgedienten Dritten

[image]

im Kiefernforst entsorgt.

Aber, wer zum Teufel lässt denn
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ganze Rollen mit Alufolie im Wald zurück. Das Zeugs hat doch eine Halbwertszeit von einigen Tausend
Jahren. Damit könnte man noch in 2300 sein Rehbrät einwickeln.

Möglicherweise weckt dieser Anblick aber auch bei Irgendwem hier dunkle Erinnerungen.
Zum Beispiel an ein Tauschgeschäft im vergangene Oktober.
Waldfee: Biete Menthol-Schwärztäubling; suche was zum verpacken meiner Butterbrote. ;-))
Hier kommt halt nichts weg – außer ein paar Schirmpilzen vielleicht.

Grüßlis Ingo

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Ups

Thüringer-Holz, (vor 6353 Tagen) @ Ingo

kann das eventuell meine Alufolie sein?
Alter ich such die schon die ganze Zeit!
.....
Muss wohl im herbstlichen Ritterlingswahn 2008 irgendwie liegengeblieben sein.

Hab herzlich gelacht - feiner Beitrag!!
Der Trichter ist C.costata!

PS: Alu kannste mit nach EF bringen!!

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Re: Frage zu den Dritten

Ingo, (vor 6352 Tagen) @ Ingo

Ehe der Beitrag im Starkregen absäuft - hat vielleicht einer der Waidmänner
hier eine Idee, von wem die ominösen Beißer stammen könnten?
Vielleicht sollte ich besser bewaffnet in meinen Revieren umherstreifen.
Nicht dass ich von ausgehungerten (Wasch-) Bären zerfleischt werde. ;-)

Vielen Dank im Voraus Ingo

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Re: Frage zu den Dritten

Thomas Pruß, (vor 6352 Tagen) @ Ingo

Moin Ingo,
Sus scrufus, aber keine Bange: Das beißt dich nicht mehr ;-)
Wird wohl ein Weidmann abgelegt haben, nachdem er die Sau aufgebrochen und zerwirkt hatte. Andere "susis" machen sich dann über die Reste her.
Grüßlis
Thomas

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Re: Frage zu den Dritten

Ingo, (vor 6351 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin Ingo,
Sus scrufus, aber keine Bange: Das beißt dich nicht mehr ;-)

Danke Fachmann,

aber au weh! Möglicherweise hatte sich das Schwein nur in einen Pilzsammler verbissen,
und ein Stück Werkzeug verloren. Vielleicht sollte ich besser Angeln gehen. ;o)

*ggg* Ingo

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Besser is’

Thomas Pruß, (vor 6349 Tagen) @ Ingo

gestern Exkursion: 2 Frauen-, 1 Speisetäubling, leider schon von Schnecken verspeist, 4 Maiporlinge, ein paar Schmetterlingstrameten und ein Baum voll Zunderschwämme. Dafür vorgestern bei strömenden Regen 2 Zander.
Weeßt Bescheid?!
Grüßlis
Thomas

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Re: Pilze in Kuh-Weit-City ;o)

Pilzmann, (vor 6349 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

ein Phänomen, das ich schon seit Jahren immer wieder erlebe ist: Im Juni machen die Pilze (zumindest im Marburger Land) Pause. Da scheint das schönste Pilzwetter nichts zu nützen - die sind einfach "in Urlaub".
Eine Erklärung dafür interessiert mich auch sehr. Ich habe nämlich noch keine gefunden. Es betrifft ja nicht nur Mykorrhiza-Pilze, bei denen man es noch auf die Lebenszyklen ihrer Partner schieben könnte.

Mit ratlosem Gruß, Peter!

Hallo Pilzfreunde,
Normalerweise freut man sich als Pilzfreund über feuchtkühles Wetter – aber
bitte nicht so extrem.
Der Wetterdienst vermeldete heute das kälteste Juniwochenende - seit dreißig
Jahren.
Nach den beiden vergangenen, mehr oder weniger verregneten,
Feiertagswochenenden gab es heuer
nochmal eine Steigerung. Höchsttemperaturen von 14°C am Nachmittag und am
Samstag Abend ein
netter Landregen, der die Temperaturen, noch vor 19 Uhr, unter die 10-Grad
Marke drückte.
Allein, das scheint den Pilzen nicht zu reichen. Insgesamt vier Stunden war
ich am WE in unseren
nahezu pilzleeren Wäldern unterwegs. Die Böden waren prima feucht und überall
sprießte sattes Grün.
Aber – erklären kann ich es mir nicht. Waren doch in der Vorwoche
verheißungsvolle Zeichen am
„Pilzhimmel“ erschienen. Eine Woche nach den ersten beiden Parasolen sollten
doch mindestens
20 weitere folgen. Aber dann - nichts! Kein einziger Täubling, kein
Pfifferling und nicht ein lumpiger,
brauner Milchling.
Was ist los? Sind die Kiefern noch so mit der Entwicklung ihrer neuen Triebe
beschäftigt, dass sie
den armen Pilzen nichts abgeben können? Allerdings – auch in meinem
Buchenwäldchen war nichts
zu finden. Lediglich einige Folgezersetzer wie Nelkenschwindlinge und
Mürblinge zeigten sich zaghaft.
War es vielleicht zu kalt? Frostschnecklinge und Samits habe ich aber auch
nicht gesehen.
Grüßlis Ingo