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Kleiner Täubling *PIC*

Gelbfieber, (vor 6338 Tagen)

Hallo und guten Abend,

bei einem Täubling den ich gestern gefunden habe komme ich nicht weiter. Alle Merkmale bekomme ich nicht komplett unter einen Hut. Kann mir jemand bei der Bestimmung behilflich sein?

Makro- und mikroskopische Merkmale

Hut: Durchmesser 2-5cm, hellbraun/lederbraun, Rand „wellig verbogen“, gerieft.
Lamellen: Farbe ockergelb
Stiel: Weiß, teilweise hohl
Fundort: Wegesrand, Nadelwald, unter Fichte, 400m üNN
Sporenpulverfarbe: Hellocker/ocker (IIIa)
Sporen: Oval 7-8 x 6-6,5µm, stachelig, Stacheln bis 1,5µm.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Kleiner Täubling

Thüringer-Holz, (vor 6338 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi,

wenn du mir noch sagst wie die Geschmacksprobe war,
habe ich einen Tipp für dich, wenn ich nachher vom Friedhof wieder da bin.

Liebe Grüße Felix

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Nachtrag

Thüringer-Holz, (vor 6338 Tagen) @ Gelbfieber

Ich noch mal kurz,

um das Ornament besser beurteilen zu können, wäre ein Mikrofoto in Melzer oder
Lugol sehr hilfreich! Eine Zeichnung tut es auch.
Ich erahne Verbindungslinen zw. den Stacheln!

Bis dahin.

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Re: Kleiner Täubling

Gelbfieber, (vor 6338 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo und guten Abend Felix,

wenn du mir noch sagst wie die Geschmacksprobe war

da hab ich doch glatt vergessen zu schreiben das es ein milder (Fleisch/Lamellen) Täubling ist.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Kleiner Täubling

Stephan Weißer, (vor 6338 Tagen) @ Gelbfieber

nach dem ersten Hingucken sieht das für mich nach R. nauseosa aus

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Re: Nachtrag

Gelbfieber, (vor 6338 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo und guten Abend Felix,

um das Ornament besser beurteilen zu können, wäre ein Mikrofoto in Melzer oder
Lugol sehr hilfreich! Eine Zeichnung tut es auch.

anbieten kann ich dir von diesem Pilzchen noch Mikrofotos der Sporen in Wasser ohne Melzer bzw. Lugol. Außer einem gute Sanitär- und Haushaltsreiniger habe ich keine weitere Chemie zu Hause ;-)

Ich erahne Verbindungslinen zw. den Stacheln!

Verbindungslinien gibt es zwischen den Stachel nicht.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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zumindest nicht in Wasser ... *oT*

Andreas ⌂, (vor 6338 Tagen) @ Gelbfieber

- kein Text -

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Re: Kleiner Täubling

HARZPILZCHEN, (vor 6338 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo und guten Abend,
bei einem Täubling den ich gestern gefunden habe komme ich nicht weiter. Alle
Merkmale bekomme ich nicht komplett unter einen Hut. Kann mir jemand bei
der Bestimmung behilflich sein?
Makro- und mikroskopische Merkmale
Hut: Durchmesser 2-5cm, hellbraun/lederbraun, Rand „wellig verbogen“,
gerieft.
Lamellen: Farbe ockergelb
Stiel: Weiß, teilweise hohl
Fundort: Wegesrand, Nadelwald, unter Fichte, 400m üNN
Sporenpulverfarbe: Hellocker/ocker (IIIa)
Sporen: Oval 7-8 x 6-6,5µm, stachelig, Stacheln bis 1,5µm.
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

Hallo Uschi
sicherlich einer aus der Untergruppe Laricinae. Warst du im Harz (saurer Boden?). Sieht optisch aus wie nauseosa, aber wie Felix schreibt, das Sporenornament wird erst richtig sichthar mit Melzer. Russula laricina wäre nämlich auch noch ein Anwärter. VG Hartmut

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Meine Meinung

Thüringer-Holz, (vor 6338 Tagen) @ Gelbfieber

Liebe Uschi,

sonst bist du so akribisch und achtest auf Feinheiten und Details,
nun fehlt dir aber Melzer und Lugol, wichtige Chemikalien für
die Russulabbestimmung. Eigentlich bin ich nicht kleinkariert aber
ein Sporenornament von Russula in Wasser zu beurteilen geht einfach nicht.

Dennoch möchte ich dir mitteilen, dass ich dir Verbindungslininen gewünscht
hätte dann wären wir - wie Hartmut schon meint - bei R.laricina.

Einer Art zwischen R.nauseosa & R.cessans mit grünoliven Huthauttönen und vorkommen im Nadelwald.
Dein Bild würde passen.
Sie ist nicht nur auf den subalpinen Raum begrenzt,
im Erfurter Raum haben wir sie an einem Standort mit R.nauseosa.

Nach deiner Angabe: Sporen: Oval 7-8 x 6-6,5µm, stachelig, Stacheln bis 1,5µm.
ohne Verbindungslinien bleibt nur Russula nauseosa übrig. Da gibt es,
wie im SARNARI aufgeführt, eine Kleinsporige Form. Auch R.nauseosa darf
mal so aussehen wie auf deinem Bild.

Hast du das Sporenpulver zusammengekratzt und zw. 2 Objektträgern eingeschlossen?
Ich denke dann kommt es auch etwas dunkler rüber IIIa ist etwas
arg hell.

Zusätzlich ist es unabdingbar sich die HDS anzuschauen (Kongorot
& SV) ob dein Fund
einfach (laricina) oder multiseptierte (nauseosa) Dermatozystiden mit Divertikeln besitzt.

Wenn du ein detailliertes Datenblatt möchtest - kann dir aber nicht versprechen
ob es deinen Ansprüchen genügt - schaue ich mir deinen Fund gerne noch mal an.

Ich hoffe dir etwas geholfen zu haben.
Liebe Grüße
Felix

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Noch ein Bild vom Sonntag *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 6338 Tagen) @ Gelbfieber

Russula laricina (Velenovský 1920)

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Sammelantwort – Dankeschön *PIC*

Gelbfieber, (vor 6336 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo und guten Tag,

bevor ich näher auf eure Meinungen eingehe, ein herzliches Dankeschön.

Zunächst zum Pilz. Die Hutfarbe hat mich bei der Bestimmung aus der Bahn geworfen. Bisher war mir R. nauseosa immer mit zumindest rötlichem Farbansatz des Hutes bekannt. Da bei meinem Fund nicht mal ein Tuckelchen rot/rötlich zu sehen war bin ich nicht auf R. nauseosa gekommen. Auch der Schlüsselteil in MHK ….“Sporen isoliert grobwarzig, selten etwas gratig ….“ war nicht gerade hilfreich. In der Beschreibung in MHK allerdings ist von grobwarzig stachelig zu lesen! Hätte ich im Bon nachgeschaut wäre ich aufgrund der stacheligen Sporen eventuell auf R. nauseosa gekommen. Nun ja, aus meiner Sicht und aus dem Stand der Bestimmungshilfen bleibt das Pilzchen für die nächsten Tage mit dem Namensschildchen Russula nauseosa versehen.

@ Hartmut
Das Pilzchen ist aus dem Harz und zwar ganz aus deiner Nähe.

@ Stephan
Sieh bitte oben

@ Felix
Auch diesmal habe ich auf Feinheiten und Details geachtet, siehe Mikrobilder und Bemaßung. Ein Fehlen von Chemikalien in diesem Fall beeinträchtigt nicht das darstellen von Mikromerkmalen. Das ist meine Meinung die du sicherlich anders siehst und das ist auch recht so. Ist es nun so das du keine relevanten Details bei den Sporen siehst oder weil du schlichtweg auf Melzer/Lugol „bestehst“ um kein Detail zu verpassen? Die Sporen habe ich Melzer nachmikroskopiert – sieh Anhang. Deine „gewünschten Verbindungslinien“ in allen Ehren und sind lieb gemeint doch sie sind nicht da und ich bin mit R. nauseosa auch ganz zufrieden. Mir kommt es auf die Bestimmung, nicht auf den Wunsch an ;-) Das Sporenpulver habe ich nach den dicken Anhäufungen beurteilt. Stufe IIIa habe ich angegeben weil mir IIIc IVc zu kräftig erschien. Die Hutdeckschicht schaue ich mir noch an. Datenblatt ist nicht nötig.
Ein kleiner Nachtrag noch zu den Chemikalien. Es gibt entgegen meiner Aussage doch Chemikalien in meinem Haushalt und zwar sehr geeignete zur Pilzbestimmung. Vor fast genau 2 Jahren habe ich bei A. Gminder einige Chemikalien bestellt. Da ich sie in den vergangenen Jahren nicht benutzt habe sind sie von mir vergessen worden. Ich denke Melzers Reagenz habe ich schon benutzt aber ………??? Kongorot ist u. a. dabei, richt erbärmlich und ist schon fast zäh wie Honig, werde ich wegschmeißen!

@ Andreas
Das Anfärben mit diesen Jodsachen kann bei gewissen Sporenornamenten hilfreich sein. Ein Baumwollblau ist, so habe ich das mal bei Herrn Professor Butin gelernt, auch hilfreich um Details besser darzustellen aber in erster Linie ist eine gute Optik erforderlich. Aus einer schlechten Auflösung machst du mit olle Melzer auch nicht so das pralle – im Netz oft genug zu sehen! Hast du schon mal Erfahrungen im Umgang mit Kaffee oder Tee gemacht? Na klar, aber als Medium in der Mikroskopie? Versuch einmal konzentrierte Flüssigkeit (Satz) von Tee/Kaffee als Medium zu verwenden. Mein Mann ist da am Tüfteln und Ornamente (bisher nur Lactarius/Russula) werden ein Tuckelchen deutlicher (mehr Kontrast) dargestellt. Grundsätzlich werde ich aber nicht vom Wasser abweichen denn ich kann die Details am Mikroskop erkennen und auch abbilden und benötige keine Farbstoffe. Sporen des Täublings habe ich in Melzer nachmikroskopiert. Die Sporen haben leicht Farbe bekommen und können dadurch etwas …na ja, ich sag mal vorsichtig „plastischer“ dargestellt werden. Details sehe ich wie in Wasser aber fürs Auge ist solch eine Darstellung wesentlich angenehmer. Schau bitte selbst, eine Bildfolge (mit etwas Werbung für dich) füge ich an.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

[image]

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Re: Meine Meinung

Andreas ⌂, (vor 6336 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix,

Dennoch möchte ich dir mitteilen, dass ich dir Verbindungslininen gewünscht
hätte dann wären wir - wie Hartmut schon meint - bei R.laricina.
Einer Art zwischen R.nauseosa & R.cessans mit grünoliven Huthauttönen und
vorkommen im Nadelwald.
Dein Bild würde passen.
Sie ist nicht nur auf den subalpinen Raum begrenzt,
im Erfurter Raum haben wir sie an einem Standort mit R.nauseosa.

bist Du sicher, dass sich laricina und nauseosa immer gut trennen lassen? Was gibt es denn außer "mit Verbindungsgraten" und "ohne Verbindungsgrate" noch an Merkmalen? Ich tu mich oft schwer mit den beiden ....

beste Grüße,
Andreas

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Re: Sammelantwort – Dankeschön

Andreas ⌂, (vor 6336 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi,

@ Andreas
Das Anfärben mit diesen Jodsachen kann bei gewissen Sporenornamenten
hilfreich sein. Ein Baumwollblau ist, so habe ich das mal bei Herrn
Professor Butin gelernt, auch hilfreich um Details besser darzustellen
aber in erster Linie ist eine gute Optik erforderlich. Aus einer
schlechten Auflösung machst du mit olle Melzer auch nicht so das pralle –
im Netz oft genug zu sehen!

Völlig richtig. Aber ich denke schon, dass man bei gleicher Optik (also am eigenen Gerät z.B.) mit entsprechenden Färbereien noch einen Tick rausholen kann.

Hast du schon mal Erfahrungen im Umgang mit
Kaffee oder Tee gemacht? Na klar, aber als Medium in der Mikroskopie?
Versuch einmal konzentrierte Flüssigkeit (Satz) von Tee/Kaffee als Medium
zu verwenden. Mein Mann ist da am Tüfteln und Ornamente (bisher nur
Lactarius/Russula) werden ein Tuckelchen deutlicher (mehr Kontrast)
dargestellt.

Hab ich nie probiert, obwohl mich z.B. ein Versuch mit Moorlauge schon immer gereizt hat (das benutzt Tanja zum Malen, wie Tusche). Warum nicht Kaffee oder Tee? Werd ich auch mal ausprobieren, wenn ich endlich mal an sowas denk ...

Die Sporen haben leicht Farbe bekommen und können
dadurch etwas …na ja, ich sag mal vorsichtig „plastischer“ dargestellt
werden. Details sehe ich wie in Wasser aber fürs Auge ist solch eine
Darstellung wesentlich angenehmer. Schau bitte selbst, eine Bildfolge (mit
etwas Werbung für dich) füge ich an.

hmm, da kann ich keine Färbung mit Melzers erkennen. Bei mir sieht das dann anders aus. Ich hätte das für ein Wasserpräparat gehalten ....

beste Grüße,
Andreas

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Re: Sammelantwort – Dankeschön

Gelbfieber, (vor 6336 Tagen) @ Andreas

Hallo und guten Abend Andreas,

hmm, da kann ich keine Färbung mit Melzers erkennen. Bei mir sieht das dann anders aus. Ich hätte das für ein Wasserpräparat gehalten ....

jetzt mach mich nicht wuschig ;-) Habe mir nun die „Mühe“ gemacht und die Sporen in Melzer mikroskopiert und du siehst keinen Unterschied? In Wasser fehlt die leicht gelbliche Farbe und der Kontrast der Stacheln ist etwas geringer. Kann Melzer in 2 Jahren verderben oder habe ich etwas falsch gemacht? Wie sieht ein Sporenornament in Melzer bei sachgemäßem Umgang aus?

Moorlauge:
Andreas, probiere es aus – ich bin gespannt. Auf der anderen Seite …. Kaffee/Tee hat fast jeder im Haushalt aber Moorlauge?

Tschüßi nach Jena
Gelbfieber & Co

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Re: Sammelantwort – Dankeschön

Gábor, (vor 6336 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Gelbfieber,

Wie sieht ein Sporenornament in Melzer bei sachgemäßem Umgang
aus?

in diesem schönen Pilzkurs http://www.pilzkurs.de/ habe ich vor Kurzem erst gelernt, dass Melzer gerne dazu hergenommen wird, um eine Amyloidreaktion aufzuzeigen.
So wie ich das verstanden habe, reagiert hierbei Stärke mit Jod und zeigt das durch eine bläulich-violette Verfärbung an.
Ich denke mal, dass bei Täublingen die Ornamente(Warzen, Stacheln, Verbindungsgrate) besonders Stärkehaltig sind und sich deshalb ein +/- starker Kontrast zur restlichen Sporenhülle bildet.
Mein Erstlingswerk sollte diese Blauverfärbung des Sporenornamentes eigentlich ganz gut zeigen.

Kann Melzer in 2 Jahren verderben oder habe ich etwas falsch
gemacht?

Ich habe mal gelesen, dass das Chloralhydrat im Melzer sich im laufe der Zeit verändert und dadurch seine Eigenschaften einbüssen kann.
Da kann allerdings jeder Hobbychemiker sicher mehr dazu sagen, als meiner einer.

Na hoffentlich habe ich jetzt nicht allzuviel Unsinn verzapft und es sollte auch in keiner Weise belehrend klingen.

LG, Gábor

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Re: Sammelantwort – Dankeschön

Gelbfieber, (vor 6336 Tagen) @ Gábor

Hallo und guten Abend Gabor,

vielen Dank über die Aufklärung der Farbreaktion mit Melzers Reagenz.

Mein Erstlingswerk sollte diese Blauverfärbung des Sporenornamentes eigentlich ganz gut zeigen.

Eine blaue Färbung, nicht nur der „Punkte“ auf den Sporen, ist sehr gut zu erkennen. Für mich wäre aber wichtig, wenn ich mit Melzer anfärbe, eine deutliche Zunahme der Erfassung sprich Kenntlichmachung der Details. Kann ich aber momentan auf deinem Erstlingswerk nicht erkennen. Wird sicherlich besser ;-)

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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laricina / nauseosa *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 6336 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

ich habe das Glück, das beide Arten im MTB 5032/4
in unmittelbarer Nachbarschaft
fruktifizieren. Nun habe ich es auch nicht glauben wollen und ja erst vor einigen
Tagen mir 2x4 Kollektionen nauseosa/laricina im Wechsel angeschaut.

Meine Beobachtungen:

R.nauseosa hat Stachelwarzen, die bis 1,6my abstehen und rein isoliert sind.
R.laricina hat stumpfe Warzen die max. 1 my hoch sind und
deutliche Verbindungslinen, dennoch ohne das ein Netz entsteht.

R.nauseosa hat multiseptierte Dermatozystiden, wenige Divertikel
R.laricina hat einfach max. zweifach septierte Dermatozystiden mit deutlich
mehr Divertikel.

An Meinem Standort ist R.laricina der Pilz mit mehr grün/oliv anteil
und bildet deutlich größere Fruchtkörper aus

R.nauseosa hat weniger grün, meißt purpurne Farben und ist fragiler.

Was mir makroskopisch deutlich aufgefallen ist:

R.laricina neigt wesentlich deutlicher zum "Grauen" am Stiel als
R.nauseosa!

Wenn der Fund von Uschi nun einfach septierte Dermatozystiden mit
vielen Divertikel hat - ja dann hast du so eine Übergangsform und man
sollte den Standort jährlich Beobachten oder verschiedene Schübe
mikroskopieren um sich dann nach einiger Zeit ein Bild machen zu können
und um den Fund dann erneut zu zuordnen.

Um den ganzen noch die Krönung aufzusetzten haben wir am Wochenende mit
Werner die 4.Art (cessans die 3. - aber nicht im Gebiet)
Russula ruberrima nachgewiesen. Foto im Anhang!

Eine von Romagnesi unverwechselbare Art, die lange ein Mysterium schien.

Sicherlich und sogar mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es Übergangsformen
wo man sich entscheiden muss oder der Fall unklar bleibt.

Liebe Grüße Felix

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Gern geschehen

Thüringer-Holz, (vor 6336 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi,

schön das dein Pilz einen Namen bekommen hat,
ich hätte ihn auch so genannt.
Dein Foto sieht so aus als ob du nach dem du die Sporen
in Melzer getaucht hast mit Wasser gespült hast und dann erneut
mikroskopiert. Das Melzer soll doch dazu dienen eine kräftige Anfärbungen
des Ornamentes zu sehen. Das dadurch eventuell die ja wie soll ich es
ausdrücken "plastischen 3D Effekte" verschwinden die du in Wasser
siehst ist mir bewusst aber eine Beurteilung des Ornamentes
ist in Melzer besser gegeben. Was nützt es mir wenn ich in Wasser
pyramidenförmige Stachelwarzen sehe aber eben nicht feinste Verbindungslinien.
Und gezeichnet sind eh nur Stachelwarzen in 2D.
Egal jeder hat so seine Methoden, am Ende ist das Ergebnis wichtig.
Dennoch wird dir jeder Mykologe erzählen, dass man sich Russula
und Lactariussporen in Melzer oder Lugol anschaut. Das ist nun mal so.
Die Bestimmungsliteratur ist ja auch danach gezeichnet. Ein SANARI oder
EINHELLINGER
hat bestimmt nicht seine Ornamente nach Präparaten in Wasser gezeichnet.

Ist es nun so das du
keine relevanten Details bei den Sporen siehst oder weil du schlichtweg
auf Melzer/Lugol „bestehst“ um kein Detail zu verpassen?

Was für eine Frage? In Melzer/Lugol ist das Ornament einfach besser
und deutlicher "sichtbar" gemacht. Es ist eine Hilfe! Es zaubert ja nix
dazu. Bei deinem jetzigen Sporenbild in ja ich sag mal verdünntem
Melzer "sehe" ich die Basis der Stacheln einfach deutlich, und
somit keine Verbindungen zwischen den Stacheln.

Deine „gewünschten
Verbindungslinien“ in allen Ehren und sind lieb gemeint doch sie sind
nicht da und ich bin mit R. nauseosa auch ganz zufrieden. Mir kommt es auf die Bestimmung, nicht auf den Wunsch an ;-)

Ja Uschi.....du bist halt anders, anscheinend ist das Wort Euphorie nicht
in deinem Sprachgebrauch...R.laricina wäre halt die "bessere" Art gewesen und
warum soll ich mich da nicht mit dir freuen....Sagen wir es anders ich hätte
sie dir gegönnt...
Angekommen?

Das Sporenpulver habe ich nach
den dicken Anhäufungen beurteilt

Hätte er "dicker" oder mehr ausgesport wäre es dunkler oder wie?
Deswegen mein Tipp zusammenkratzen, dann bei Tageslicht beurteilen.
MHK und PDS halte ich hier nicht für geeignet, es sei denn
man weiß wie man die beiden Tafeln zu interpretieren hat.

Kongorot ist u. a. dabei, richt erbärmlich und
ist schon fast zäh wie Honig, werde ich wegschmeißen!

Tipp: Auf die Heizung damit, also Wärme zuführen dann wird’s
eventuell wieder. Aber nach 2 Jahren wäre vll. wirklich frisches
angebracht

Es war wieder mal nett sich mit dir zu unterhalten
Jetzt brauch ich ne Kippe.....*uff*

Liebe Grüße
Felix

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Re: Sammelantwort – Dankeschön

Gábor, (vor 6336 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi,

mehr als meine bescheidene Mikroskop-Optik an Detailauflösung hergibt, werde ich da wohl nicht mehr herausholen können, befürchte ich.
Es sei denn, die Aufnahmen sind noch etwas verwackelt und können seitens der Kamera noch ein wenig schärfer aufgenommen werden.

So wie ich das verstehe, fungiert Melzer - zumindest bei Täublingssporen - in etwa wie ein Kontrastmittel.
Das Sporenornament hebt sich gegen den Rest einfach deutlicher hervor.
Mit einer höheren Auflösung, sprich mehr Detailtreue, hat das Ganze weniger zu tun, denke ich.

LG, Gábor

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Nachtrag Zystiden/Haare *PIC*

Gelbfieber, (vor 6335 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo und guten Tag,

da ich nun diesen stinkenden zähen „Kongo-Honig“ im Hause habe, bin ich heute beigegangen und habe die Hutdeckschicht meines Fundes in diesem Medium mikroskopiert – Bemaßte Bildchen füge ich an.

Zystiden: Überwiegend 2x septiert, oberer Teil mit grisseligem Inhalt, 5-8µm breit, teilweise mit Ausstülpungen.
HDS-Haare: Zugespitzt, bis 4µm breit.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

[image]

PS.: @ Felix

Ja Uschi.....du bist halt anders, anscheinend ist das Wort Euphorie nicht
in deinem Sprachgebrauch...R.laricina wäre halt die "bessere" Art gewesen und
warum soll ich mich da nicht mit dir freuen....Sagen wir es anders ich hätte
sie dir gegönnt...
Angekommen?

Felix, ist angekommen. Mit Euphorie hat das für mich nichts zu tun da bin ich wesentlich sachlich-nüchterner. Ich mache „die Flasche“ erst auf wenn die Bestimmung belastbar ist.

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Ich habe es fast geahnt...

Thüringer-Holz, (vor 6335 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi,

typischer Fall von Russula "Undankbar"
Nach deinen 3 HDS Bildern und dem gesamten Thread folgende Einschätzung:

MEINER Ansicht nach passen die drei Bilder der HDS sehr gut zu R.laricina
Die R.nauseosa die ich um EF finde, haben deutlich mehr Septierungen
sowie abgerundete Endhaare.
Schade, ein "Geamtüberblick" über das Präparat in Kongo wäre nun
für mich schwer von Vorteil. Wirklich spannend.
Was überwiegt? Solche DZ wie dein mittleres Bild
darstellt? Wie ist das Verhältnis der Divertikel (Ausbuchtungen)?
Ich kann es nicht einschätzen anhand von 3 Bildern. Das ist nun die
Feinarbeit von der ich schrieb. Ich würde jetzt einen
anderen FK nehmen und dann noch einen und mir einen "Überblick"
zu verschaffen.
Farbe des Hutes und die Sporengröße tendieren auch
zu R.laricina, aber das
Sporenornament macht nun mal nicht mit!
Das entspricht dem Typ R.nauseosa

Mein Tipp: Standort beobachten und weitere Aufsammlungen studieren.
Abschließend würde ich den Fund nach dem was du uns gezeigt hast als
R.laricina CF
ablegen. (Mit dem Vermerk des hohen isoliert stacheligen Sp.Ornamentes)

Bei Ähnlichen Taxa gibt es leider immer wieder ein Merkmal
das aus der Reihe tanzt.
Das ist zum Beispiel bei Geoglossum nicht
anders, da gibt es auch solch undankbare Fälle.
Man kann aber auch nicht
aus 2 EINS machen, denn dann kann man R.cessans gleich mit ins
Boot holen und schon hat man nur noch eine Art. (Schwer übertrieben gesagt)
Einige Griseinae sind da noch wesentlich derber zu knacken!!
Vielleicht drückt der nächste Schub FK mit leichten Verbindungslinien
raus....

Danke fürs zeigen und ja die Flasche bleibt vorest zu ;o)
Liebe Grüße Felix

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Re: Sammelantwort – Dankeschön

HARZPILZCHEN, (vor 6334 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi

@ Hartmut
Das Pilzchen ist aus dem Harz und zwar ganz aus deiner Nähe.

wo warst du denn bei mir in der Nähe? kannste ruhig verraten

Ist es nun so das du keine relevanten Details bei den Sporen siehst oder weil du schlichtweg auf Melzer/Lugol „bestehst“ um kein Detail zu :verpassen? Die Sporen :habe ich Melzer nachmikroskopiert – sieh Anhang.

Uschi, es ist so. Ohne mit Melzer anzufärben, wirst du schnell an deine Grenzen kommen.

LG Hartmut

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Sporenornament

AK_CCM, (vor 6334 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut,

Uschi, es ist so. Ohne mit Melzer anzufärben, wirst du schnell an deine
Grenzen kommen.

spannend wird das Thema "Beurteilung des Sporenornaments" vor allem bei Arten, deren Sporenwände nicht auf Jod reagieren - dann sind gute Augen gefragt. Im Zweifelsfall lässt man am besten einen Kollegen noch einen Blick drüberwerfen. Oder man findet eine andere Methode als Melzer, um das Ornament sichtbar zu machen - hätte ich mir z.B. bei Phaeocollybia christinae gewünscht. Hast Du vielleicht einen Tipp, was man in einem solchen Fall nehmen hätte können?

Gruß, Andreas

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Re: Sammelantwort – Dankeschön *PIC*

Gelbfieber, (vor 6333 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo und guten Morgen Hartmut,

wo warst du denn bei mir in der Nähe? kannste ruhig verraten

das will ich gern machen. Der Fundort ist etwa 350m südwestlich von Todtenrode. Einen Kartenausschnitt füge ich an.

Eine gute Zeit und Tschüßi nach Gernrode
Uschi

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