Re: Pfifferlinge, Frage!
Hallo Olli,
ich finde bei mir Pfifferlinge bevorzugt im Buchenwald (Cantharellus pallens
=? Cantharellus ferruginascens), gerne auf Kalk (aber kann auch auf sauren
Boden wachsen), dort wo auch seltene Röhrlinge wie Satanspilz oder
Rosahütiger Röhrling stehen. Diese Pfiffer sind meist (nicht immer) blaser
als der normale und Flecken auf Druck sehr auffällig rostfarben. Die
Dinger sind bei mir in wärmebegünstigten Laubwäldern ziemlich häufig.
Wachsen auch im Gebirge bei Buchen/Tannen oder nur Tannen auf Kalk, gerne
an Südhängen und offenen Stellen.
Meist werden sie schon jung gesammelt, da man sie im offenen Wald schon von
weitem sehen kann :=(
Die Nadelwaldpfiffer finde ich bei mir kaum. Die mögen sauren Boden, der bei
mir seltener ist. In die trostlosen Fichtenplantagen gehe ich bei München
eh nicht gerne. In den Bergen, bevorzugt auf Granit (z. B. Tirol) oder auf
saurem Rohhumus auch in den Kalkalpen sind sie aber manchmal in Unmengen
da.
Wenn's bei Dir gute Wälder für den "echten" (Nadelwald-)Pfifferling
gibt, dann sei froh.
Ich sammele eigentlich wenig Pfifferlinge, da es mir zu mühsam ist. Dafür
ernte ich in großen Mengen den Massenpilz Trompetenpfifferling. Überall,
wo saurer Boden ist (auch kleinräumig) steht er im Spätherbst in Massen
(selbst bis in den November/Dezember). Erst nach den ersten strengen
Frösten ist Schluss.
Im Bayerwald kann man Tonnen davon ernten (sammeln wäre untertrieben), wenn
man wollte. Schmeckt hervorragend und ist, im Gegenteil zum normalen
Pfifferling auch wunderbar zum Trocknen geeignet. --> Jahresvorrat
leicht anzulegen ;=)
Mach's gut,
Christoph
Hallo Christoph,
ist ja echt witzig...und ich könnte mir garnicht vorstellen, im Laubwald Pfifferling zu suchen, und gar zu finden. Bin festgefahren auf (Fichten-)Hochwald, moosig, ab +/- 1000 m aufwärts, auf Schiefer oder Granit. Kommt hier wirklich massenhaft vor
- aber steil...sehr steil ....sehr, sehr steil. Gute Kondition ist kein Nachteil. Bisher aber noch nix.
Grüsse aus den Bergen, Moise