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Pilzkartierung

Markus, (vor 9239 Tagen)

Seit einigen Jahren denke ich über die Möglichkeit der Kartierung von Pilzvorkommen (natürlich auch Pfanzen etc.) Mithilfe von kleinen Taschencomputern nach.
Bei Eintrag eines Fundes in eine Pilzdatenbank würden die geografischen Daten (Höhe, Länge, Breite) aus einem eingebauten satelitengestützten Navigationssystem mit der aktuellen Zeit kombiniert.
In Kombination mit den jederzeit lokal abrufbaren Wetter- bzw. Klimadaten (z. B. auch Mondphasen, was ja immer wieder diskutiert wird) könnte man sicher zu einigen neuen Erkenntnissen kommen.
Gibt es so ein computer- und satelitenunterstütztes System schon?
Bitte schreibt mal Eure Anregungen dazu.

Markus Evertz

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Re: Pilzkartierung

Gottfried, (vor 9239 Tagen) @ Markus

Seit einigen Jahren denke ich über die Möglichkeit der Kartierung von
Pilzvorkommen (natürlich auch Pfanzen etc.) Mithilfe von kleinen
Taschencomputern nach.
Bei Eintrag eines Fundes in eine Pilzdatenbank würden die geografischen Daten
(Höhe, Länge, Breite) aus einem eingebauten satelitengestützten
Navigationssystem mit der aktuellen Zeit kombiniert.
In Kombination mit den jederzeit lokal abrufbaren Wetter- bzw. Klimadaten (z.
B. auch Mondphasen, was ja immer wieder diskutiert wird) könnte man sicher
zu einigen neuen Erkenntnissen kommen.
Gibt es so ein computer- und satelitenunterstütztes System schon?
Bitte schreibt mal Eure Anregungen dazu.
Markus Evertz

Hallo Markus,
ist bin gegen jede Aktivität, die den Pilz- Tourismus fördert.

Gruß G.

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Re: Pilzkartierung

Frank Adam, (vor 9239 Tagen) @ Gottfried

Hallo Markus,
ist bin gegen jede Aktivität, die den Pilz- Tourismus fördert.
Gruß G.

Ich übrigens auch.
Das schlägt in die gleiche Kerbe, wie das Pilzfest weiter unten, posting vom 11.+12.7.
Gruss: Frank

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Re: Pilzkartierung

Christoph ⌂, (vor 9239 Tagen) @ Gottfried

Hallo Markus,
ist bin gegen jede Aktivität, die den Pilz- Tourismus fördert.
Gruß G.

Hallo Gottfried,

ich kann Dich beruhigen. Die Pilzkartierung der DGfM läuft schon seit vielen Jahren, ohne dass Heerscharen von Mycophagen Völkerwanderungen initiiert haben. Die meisten Mycophagen kennen den Verbreitungsatlas wahrscheinlich gar nicht! Verbreitungskarten sind viel mehr ökologisch interessant. In welcher Höhenstufe wächst welche Art, wie verbreitet ist sie usw. Das insofern, da ja auch die Ökodaten (so weit es geht) mitkartiert werden sollen. Oder für die Bestätigung von Neu-Nachweisen seltener Arten.
Die paar "Durchschnittsspeisepilze" wie Steinpilze, Reherl (Pfifferlinge), ein paar Täublinge, Filzröhrlinge, Birkenpilze usw. wachsen doch praktisch überall. Warum sollte da ein Pilz-Tourismus entstehen. Und wer in der absoluten Wüste lebt, der muss ohnehin zum nächsten Wald fahren, ist also "Zwangstourist", auch ohne Kartierung.
Ich finde das ziemlich absurd. Wer für nen Pfifferling 150 km mit dem Auto fährt, der ist doch selber schuld. Gibt's solche Leute überhaupt?

In diesem Sinne, Christoph

P.S. südlich von München wachsen die ersten Buchenwaldpfifferlinge (heute gesehen, schon recht groß, teils auch noch weiß flaumig --> Cantharellus pallens/ferruginascens). Es steht aber sonst fast nix im Wald. Wer also jetzt in Münchens Süden pilgert, der muss stundenlange Fußmärsche erdulden, wenn er die genauen Fundstellen nicht kennt.
Also, liebe Pilztouristen, fahrt los nach Wangen/Leutstetten/Starnberg/Feldafing/Tutzing oder Andechs (da war ich heute). Wird ein schöner Wandertag und der ist ja auch gesund. Ob ihr die Stellen findet, wo die Pfiffer stehen? Ich hab' sie stehen gelassen... Viel Spaß beim Suchen nach der berühmten Nadel im (staubtrockenen, nur oberflächlich befeuchteten) Heuhaufen (bzw. Buchenwald).... :=)

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Re: Pilzkartierung

Alfons, (vor 9237 Tagen) @ Gottfried

Hallo Markus,
ist bin gegen jede Aktivität, die den Pilz- Tourismus fördert.
Gruß G.

Bis wieviel Kilometer geht denn 'PIlz-Tourismus'? Oder seid ihr alle Fahrrad-Fahrer?
Grüße vom Alfons

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Re: Pilzkartierung

Oktober, (vor 9239 Tagen) @ Markus

Hallo Markus,

Pilzkartierungen gab`s schon (Krieglsteiner) und gibt`s noch; z.B. die "Ökologische Pilzkartierung 2000" des DGfM.

Die Daten können manuell oder über PC weiter gegeben werden. Das System arbeitet allerdings nicht über GPS.

Ich selbst wäre auch mit einer "Online"- Erfassung überfordert, da ich die Bestimmung der Arten meist mikroskopisch überprüfen muss und das geht eben nur von Zuhause aus. Da ich zudem weniger als 10 verschiedene Standorte habe, kann ich mir die geografischen Daten noch relativ gut merken.

Die Verbindung mit Wetterdaten wäre aber sicherlich aufschlußreich.

Gruß
Oktober

Seit einigen Jahren denke ich über die Möglichkeit der Kartierung von
Pilzvorkommen (natürlich auch Pfanzen etc.) Mithilfe von kleinen
Taschencomputern nach.
Bei Eintrag eines Fundes in eine Pilzdatenbank würden die geografischen Daten
(Höhe, Länge, Breite) aus einem eingebauten satelitengestützten
Navigationssystem mit der aktuellen Zeit kombiniert.
In Kombination mit den jederzeit lokal abrufbaren Wetter- bzw. Klimadaten (z.
B. auch Mondphasen, was ja immer wieder diskutiert wird) könnte man sicher
zu einigen neuen Erkenntnissen kommen.
Gibt es so ein computer- und satelitenunterstütztes System schon?
Bitte schreibt mal Eure Anregungen dazu.
Markus Evertz

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Re: Pilzkartierung

Thomas Pruß, (vor 9236 Tagen) @ Oktober

Moin Oktober, moin Markus,
ich finde die Idee von Markus bestechend: Der Laptop ist mit einem GPS-Empfänger verbunden, so dass jeder Fundort automatisch auf einer eingespeicherten Karte eingetragen wird. Dabei ist es eigentlich egal, ob du den Pilz kennst oder nicht, denn die Art kannst du nach der Bestimmung immer noch nachträglich eintragen. Die aktuellen Wetterdaten im Untersuchungsgebiet kann sich der Computer ebenfalls übers Internet runterladen.

Leider ist ein solches System noch Zukunftsmusik. Nicht, weil die technischen Möglichkeiten fehlen, über die sind wir längst hinaus, sondern weil ein entsprechendes Programm fehlt. Und das zu entwickeln, dürfte nicht gerade billig sein.

In etwa sieht ein solches Pgm. aus wie das z. B. des Erdbebenüberwachungssystems, das das Souther Californian Earthquake Center (SCEC) vor kurzem in Betrieb genommen hat. Es funktioniert mit 250 Sensoren, die in Kalifornien verteilt sind und ihre Daten ständig einem Zentralrechner zuleiten. Aber um dieses System aufzubauen, haben die Amis 10 Jahre gebraucht und das in einem Gebiet, das über 50 % der Erdbebenrisiken in den USA trägt!!! Ursache: permanente Geldnot.

Ein elektronisches Pilzkataster, in das alle ökologischen und meteorologischen Bedingungen einfließen, wäre von der Struktur her ebennfalls bestechend einfach, von der Durchführung her aber extrem teuer.

Neben der Finanzierung des Pgm.-Entwicklung, fallen wahrscheinlich auch noch hohe Personalkosten an, denn zur Durchführung eines so umfangreichen Katasters brauchst du Leute, die genau dies und sonst nichts anderes machen. Natürlich gibt es das Argument, dass sich alle „Pilznasen“ ein solches Pgm. aus dem Internet runterladen könnten (gegen Gebühr), aber was bringt’s? Die meisten Pilzinteressierten (und da nehme ich mich nicht aus) sind an der kulinarischen Verwertung ihrer Beute interessiert. Die „reinen“ Mykologen sind nur ein kleines Häufchen, das kannst du auch hier im Forum erkennen. Niemand ist in der Lage, den Überblick über das gesamte Reich der Pilze zu behalten und dementsprechend zu arbeiten. Und ob es sich für einen Spezialisten, der sich nur mit Schleimpilzen oder Täublingen oder Risspilzen beschäftigt, interessant ist, eine gewiss nicht unerhebliche Summe in den Erwerb eines solchen Pgms. zu stecken, ist fraglich. zumal ja auch noch dazu kommt, dass man einenen GPS-Empfänger braucht (der ebenfalls mit einer speziellen Software mit dem Computer kommuniziert) usw. usw.
Last but noct least: Wo laufen all’ diese Daten zusammen? Eine solche Datenbank hat ja nur dann Sinn, wenn man immer und von überall darauf zugreifen kann.
Wie man sieht, ist das Problem kein technisches, sondern ein fast rein logistisches.
Grüsslis
Thomas

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Re: Pilzkartierung

Oktober, (vor 9236 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin Thomas,

ein technisches Problem ist es nicht, zumal wir bereits vor Jahren für einen Kunde ein System mit GPS entwickelt haben.

Der Kunde produziert übrigens Landmaschinen und das System kommt in Gülleanhänger; also Anhänger, mittels denen die Sch... auf die Felder gebracht wird.
Mit dem System kann der Landwirt jederzeit belegen, wieviel Gülle auf welcher Fläche ausgebracht wurde.
Phantastisch oder? Hightec für Jauche.

Gruß
Oktober


ich finde die Idee von Markus bestechend: Der Laptop ist mit einem
GPS-Empfänger verbunden, so dass jeder Fundort automatisch auf einer
eingespeicherten Karte eingetragen wird. Dabei ist es eigentlich egal, ob
du den Pilz kennst oder nicht, denn die Art kannst du nach der Bestimmung
immer noch nachträglich eintragen. Die aktuellen Wetterdaten im
Untersuchungsgebiet kann sich der Computer ebenfalls übers Internet
runterladen.
Leider ist ein solches System noch Zukunftsmusik. Nicht, weil die technischen
Möglichkeiten fehlen, über die sind wir längst hinaus, sondern weil ein
entsprechendes Programm fehlt. Und das zu entwickeln, dürfte nicht gerade
billig sein.
In etwa sieht ein solches Pgm. aus wie das z. B. des
Erdbebenüberwachungssystems, das das Souther Californian Earthquake Center
(SCEC) vor kurzem in Betrieb genommen hat. Es funktioniert mit 250
Sensoren, die in Kalifornien verteilt sind und ihre Daten ständig einem
Zentralrechner zuleiten. Aber um dieses System aufzubauen, haben die Amis
10 Jahre gebraucht und das in einem Gebiet, das über 50 % der
Erdbebenrisiken in den USA trägt!!! Ursache: permanente Geldnot.
Ein elektronisches Pilzkataster, in das alle ökologischen und
meteorologischen Bedingungen einfließen, wäre von der Struktur her
ebennfalls bestechend einfach, von der Durchführung her aber extrem teuer.
Neben der Finanzierung des Pgm.-Entwicklung, fallen wahrscheinlich auch noch
hohe Personalkosten an, denn zur Durchführung eines so umfangreichen
Katasters brauchst du Leute, die genau dies und sonst nichts anderes
machen. Natürlich gibt es das Argument, dass sich alle „Pilznasen“ ein
solches Pgm. aus dem Internet runterladen könnten (gegen Gebühr), aber was
bringt’s? Die meisten Pilzinteressierten (und da nehme ich mich nicht aus)
sind an der kulinarischen Verwertung ihrer Beute interessiert. Die
„reinen“ Mykologen sind nur ein kleines Häufchen, das kannst du auch hier
im Forum erkennen. Niemand ist in der Lage, den Überblick über das gesamte
Reich der Pilze zu behalten und dementsprechend zu arbeiten. Und ob es
sich für einen Spezialisten, der sich nur mit Schleimpilzen oder
Täublingen oder Risspilzen beschäftigt, interessant ist, eine gewiss nicht
unerhebliche Summe in den Erwerb eines solchen Pgms. zu stecken, ist
fraglich. zumal ja auch noch dazu kommt, dass man einenen GPS-Empfänger
braucht (der ebenfalls mit einer speziellen Software mit dem Computer
kommuniziert) usw. usw.
Last but noct least: Wo laufen all’ diese Daten zusammen? Eine solche
Datenbank hat ja nur dann Sinn, wenn man immer und von überall darauf
zugreifen kann.
Wie man sieht, ist das Problem kein technisches, sondern ein fast rein
logistisches.
Grüsslis
Thomas

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GPS für Gülle und Pilze

Thomas Pruß, (vor 9235 Tagen) @ Oktober

Moin Oktober,
ach, ihr wart das? Von dem System hatte ich auch schon gehört und gelesen. War’s in der PM? Ich weiß nicht mehr.
Die Frage ist, wie es sich verkauft und was es kostet. Die Flächen, die die deutschen Landwirte besitzen, sind ja nicht so extrem groß.
Auf jeden Fall wäre also doch schon mal eine Grundlage geschaffen, ein PC- und GPS-gestütztes Pilzkataster zu erstellen. Es dürfte ja nicht besonders schwierig sein, das Pgm. entsprechend anzupassen
Grüsslis
Thomas

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GPS für Pilze

Oktober, (vor 9235 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin Thomas,

die Rechte am System liegen nicht mehr bei uns und ich glaube, dass es von der Gesamtkonzeption her auch nicht besonders geeignet ist.

Hier http://www.gps-nav.de/ gibts für Erfassung von Daten geeignetere Geräte wobei ich meine, dass die bereits laufende http://www.dgfm-ev.de/kartier.html Kartierung für die Praxis ausreichend ist.

Allein die Arbeit, die in den Vorgaben (Art, Gattung, Substrat...) für das bestehende Programm steckt, ist enorm.

Gruß
Oktober
.
.
.

und ich habe keine Info über die weitere Vermarktung.
Hier gibt es bereits

ging
Oktober,

ach, ihr wart das? Von dem System hatte ich auch schon gehört und gelesen.
War’s in der PM? Ich weiß nicht mehr.
Die Frage ist, wie es sich verkauft und was es kostet. Die Flächen, die die
deutschen Landwirte besitzen, sind ja nicht so extrem groß.
Auf jeden Fall wäre also doch schon mal eine Grundlage geschaffen, ein PC-
und GPS-gestütztes Pilzkataster zu erstellen. Es dürfte ja nicht besonders
schwierig sein, das Pgm. entsprechend anzupassen
Grüsslis
Thomas

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Re: Pilzkartierung

Markus, (vor 9235 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas

Hatte ein paar Tage nichts zu tun, möchte für Deine ausführliche Antwort danken.
Ich glaube das die Entwicklung eines solchen Programms eher einfach ist. (Ich programmiere in MSAccess). Schwieriger ist für mich die Hardware-Realisierung, da ich keinen Zugang zu soetwas habe. Die sogenannten Smartphones (PDA + Mobiltelefon) wären meiner Ansicht nach geeigneter als die Laptop, da sie wesentlich kleiner sind.
Die Auswertung und Verknüpfung der Daten würde erst auf dem heimischen PC erfolgen.
Außerdem gibt es ja schon entsprechende Pilz - Datenbanken, und eine weitere Vernetzung per Internet dürfte auch nicht gerade schwierig sein.

PS: Ich hatte nicht daran gedacht, diese System dafür zu nutzen, mehr Steinpilze und Pfifferlinge zu finden. Ich hoffe dadurch nur das Wachstum und die Verbreitung von Pilzen im allgemeinen besser zu verstehen.

Alles Gute

Markus

Moin Oktober, moin Markus,
ich finde die Idee von Markus bestechend: Der Laptop ist mit einem
GPS-Empfänger verbunden, so dass jeder Fundort automatisch auf einer
eingespeicherten Karte eingetragen wird. Dabei ist es eigentlich egal, ob
du den Pilz kennst oder nicht, denn die Art kannst du nach der Bestimmung
immer noch nachträglich eintragen. Die aktuellen Wetterdaten im
Untersuchungsgebiet kann sich der Computer ebenfalls übers Internet
runterladen.
Leider ist ein solches System noch Zukunftsmusik. Nicht, weil die technischen
Möglichkeiten fehlen, über die sind wir längst hinaus, sondern weil ein
entsprechendes Programm fehlt. Und das zu entwickeln, dürfte nicht gerade
billig sein.
In etwa sieht ein solches Pgm. aus wie das z. B. des
Erdbebenüberwachungssystems, das das Souther Californian Earthquake Center
(SCEC) vor kurzem in Betrieb genommen hat. Es funktioniert mit 250
Sensoren, die in Kalifornien verteilt sind und ihre Daten ständig einem
Zentralrechner zuleiten. Aber um dieses System aufzubauen, haben die Amis
10 Jahre gebraucht und das in einem Gebiet, das über 50 % der
Erdbebenrisiken in den USA trägt!!! Ursache: permanente Geldnot.
Ein elektronisches Pilzkataster, in das alle ökologischen und
meteorologischen Bedingungen einfließen, wäre von der Struktur her
ebennfalls bestechend einfach, von der Durchführung her aber extrem teuer.
Neben der Finanzierung des Pgm.-Entwicklung, fallen wahrscheinlich auch noch
hohe Personalkosten an, denn zur Durchführung eines so umfangreichen
Katasters brauchst du Leute, die genau dies und sonst nichts anderes
machen. Natürlich gibt es das Argument, dass sich alle „Pilznasen“ ein
solches Pgm. aus dem Internet runterladen könnten (gegen Gebühr), aber was
bringt’s? Die meisten Pilzinteressierten (und da nehme ich mich nicht aus)
sind an der kulinarischen Verwertung ihrer Beute interessiert. Die
„reinen“ Mykologen sind nur ein kleines Häufchen, das kannst du auch hier
im Forum erkennen. Niemand ist in der Lage, den Überblick über das gesamte
Reich der Pilze zu behalten und dementsprechend zu arbeiten. Und ob es
sich für einen Spezialisten, der sich nur mit Schleimpilzen oder
Täublingen oder Risspilzen beschäftigt, interessant ist, eine gewiss nicht
unerhebliche Summe in den Erwerb eines solchen Pgms. zu stecken, ist
fraglich. zumal ja auch noch dazu kommt, dass man einenen GPS-Empfänger
braucht (der ebenfalls mit einer speziellen Software mit dem Computer
kommuniziert) usw. usw.
Last but noct least: Wo laufen all’ diese Daten zusammen? Eine solche
Datenbank hat ja nur dann Sinn, wenn man immer und von überall darauf
zugreifen kann.
Wie man sieht, ist das Problem kein technisches, sondern ein fast rein
logistisches.
Grüsslis
Thomas