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Weniger ist manchmal mehr *PIC*

Ingo, (vor 6310 Tagen)

Hallo pp.- Forianer,

eigentlich müsste es ja überall brummen. Alle Voraussetzungen für ein üppiges Pilzwachstum
scheinen erfüllt. Waldbrandwarnungen sind momentan im kompletten Sendegebiet Fehlanzeige.
Die Temperaturen könnten auch stimmen. Mal ein paar Tage tropisch, dann wieder moderat um die 20°C.

Ich trage mal die Niederschlagsergebnisse der letzten Wochen, auf unserem Campingplatz, vor:
KW27: 26 l/qm – KW28: 21l/qm – KW29: 25l/qm – Diese Woche: kommt noch. Beachtlich!

Auch beachtlich; nach den Güssen vor zwei Wochen ist das Pilzwachstum nahezu zum Erliegen gekommen.
Ab und an kommt mal was zum Vorschein und fängt sogleich zu faulen an. Was übrig bleibt, fällt umgehend
dem Appetit der allzeit präsenten Weichtiere zum Opfer.
Kaum zu glauben, aber zu den vergangenen zwei Wochenenden war nicht ein Parasol zu sehen - Nicht mal
ein Knirps. Über diesen Effekt konnte ich in all meiner Pilzliteratur keinen Hinweis finden.

Zu viele Niederschläge scheinen einem erfolgreichen Pilzwachstum ebenso abträglich zu sein, wie länger
anhaltende Trockenheit. Kann man auch irgendwie nachvollziehen. Pilze streben halt an, mindestens
Sporenreife zu erreichen. Da sie dies bei diesen Bedingungen schwerlich erreichen können, warten sie
günstigere Zeiten ab.
Zumindest die Arten, welche einige Tage dafür benötigen. Die Turbofraktion feiert bei dieser Witterung
Rekord – Fruktuationsraten. Bei Tintlingen, Mürblingen und Schwindlingen kann man innerhalb weniger
Stunden ein komplettes Pilzleben ablaufen sehen.

Einige wenige Ausnahmen gibt es aber schon. Zum Beispiel gelbe Leistlinge, die sowohl in Laub- als
auch in Nadelwäldern heimisch sind. Bilder davon zeige ich aber nicht, denn die geben eine unangemessen
farbige Stimmung wieder. Zur meiner derzeitigen Stimmungslage passen eher düstere Pilzarten.
Diese hier zum Beispiel:

[image]
[image]
[image]

Lauter banales Zeugs, aber farblich hervorragend miteinander korrespondierend, wie ich finde.
Auch von den Namen her. Ein nach alten Waschlappen stinkender Erdwarzenpilzartiger, eine Lorchel,
die sich dem Namen nach in irgendwelchen Gruben wohlfühlt und ein Porling, der anderswo möglicherweise
Beachtung hervorriefe, aber hierzulande derartig gemein ist, dass der dauerhafte Zusatz noch untertrieben wirkt.

Allerdings scheint es in solch frustrierenden Zeiten immer wieder Zeichen und Wunder zu geben,
die dafür sorgen, dass man weiter am Ball bleibt. So wie vor drei Jahren die seltenen Egerlingsschirmlinge
auf einem Komposthaufen, mitten in einer Hitzeperiode, erschien mir auch dieses Mal ein kleines Wunder,
mitten auf unserem Campingplatz.

[image]

Wer wundert sich da nicht!? Ihr kennt ihn bestimmt auch – oder?

Das soll es dann auch schon gewesen sein für diesmal - siehe Thread.

Grüßlis Ingo

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Re: Weniger ist manchmal mehr

Rainer Wald, (vor 6310 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

vielen Dank für Deinen Beitrag.

Hier im Rheinland sieht es überhaupt nicht nach regenreichem Sommer aus. Im Gegenteil, es ist stellenweise Furz-trocken. Dazu täglich stürmischer Wind und Morgens nicht mal Tau auf dem Auto. Erst wenn der wieder zu sehen ist geht es hier aufwärts. Die für den Westen Deutschland typischen Gewitterregen halten dicht und fallen immer erst im Osten. Auf die schönen Dickröhrlinge wie Sie der gute Rudi uns von Würzburg zeigt müssen wir hier wohl noch mindestens 2-3 Wochen warten. Hier an meinem Wohnort gab es die letzten 7 Tage 4 mm Regen, also für Juli eine Lachpille!
Na ja, wenigstens hat man dann ein wenig Zeit hier etwas rumzustöbern!

Herzliche Grüße,

Rainer

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Hallllloooooooooo Berlin!

Thüringer-Holz, (vor 6310 Tagen) @ Ingo

Feiner kleiner Film!!

Ich bin mir bei deinem letzten Rudi-Röhrlings-Rate-Pilz nicht
sicher. Ein Hase "reingepflockt" unter Kiefern?
Oder ein Bitterling Ohne Netz.
Kein Plan.

Ich hatte heute meine "Endbefriedigung" mit der dicksten Taube Ever.
Siehe weiter oben!

Dreh das RöhrenVieh mal um.

Liebe Grüße
Felix

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Re: G.C. ?

Ingo, (vor 6309 Tagen) @ Ingo

Darf ich eigentlich auch miträtseln? ;-))

Felix hatte es richtig erkannt. Der Pilz musste wieder eingebuddelt werden.
Allerdings an seinem Fundort. Irgendwer hatte ihn einfach umgetreten und
liegen gelassen. So recht gesund schaute er auch nicht mehr aus.

Infrage kommende Wirtsbäume: Kiefer, Kiefer, ....., ev. Birke; möglicherweise
auch einer der nahezu überall präsenten Pappeltriebe.

Übrigens:
Mein Premierenhase von 2007 befand sich seinerzeit im Gras neben einem Waldweg
bei reinem Kiefernbestand. An der Stelle gibt es sonst noch:
Tricholoma stans/portentosum/equestre, Hygrophorus hypotheus, Suillus bovinus etc.
Alles klar?

*ggg* Ingo

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Mehr oder weniger jedenfalls.... *PIC*

Ingo, (vor 6309 Tagen) @ Ingo

Hallo Pilzfreunde,

der Felix ließ sich mal wieder nicht ins Boxhorn jagen. Schließlich ist er
geprüfter DGfM Pilzsachverständiger. Die müssen so was ja kennen. ;o)

Hier ein Bild von meinem zweiten Hasenbraten:

[image]

Etwas angebrannt zwar, aber immerhin.

GRIngo

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Re: Weniger ist manchmal mehr

Ingo, (vor 6309 Tagen) @ Rainer Wald

Auf die schönen Dickröhrlinge wie Sie der gute Rudi uns von Würzburg zeigt
müssen wir hier wohl noch mindestens 2-3 Wochen warten.

Hallo Rainer, vielen Dank für deine Antwort. Auf solche Boleten kann ich hier wohl
bis zum Sankt Nimmerleinstag warten. Die meisten sind wohl eher kalkhold.
Vielleicht finde ich ja mal wenigstens ein paar, die mit saurem Boden klar kommen.

Nicht am Campingplatz, aber vielleicht in der Nähe von meiner Arbeit in Berlin
Adlershof. Immerhin stehen da einige riesige Eichen, Linden und Pappeln rum.

Was wäre da eigentlich theoretisch an Boleten zu erwarten?

Grüßlis Ingo

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Ich habe nicht daran geglaubt..

Thüringer-Holz, (vor 6309 Tagen) @ Ingo

was hat der bei Kiefer und Kiefer und Kiefer zu suchen?

Übrigens habe ich den auch nur einmal bisher, und zwar beim Rudi gesehen.

LG FELIX