Re: Unreife Scutellinia
hi ingo!
Hätte man jetzt sehr viele der Sporen des Typs im unteren Ascus, könnte man
dann bei flüchtiger Betrachtung nicht auf die Idee kommen, dass es sich
hier um grobe Warzen handelt?
eigentlich nicht. wenn das warzen sein sollten, müssten auch die sporen bereits im umriss deutlich warzig sein. so wie bei martins scutellinia (umbrorum) von neulich deutlich zu sehen (deshalb glaube ich da auch nicht an feinwarzigkeit).
Ich denke, dass Bild zeigt schön, dass es keine Warzen sind, sondern Ölinhalt
(zumindest interpretiere ich das so).
ganz genau. bei den langen haaren und der sporenform wird da nicht viel anderes als scutellata rauskommen. wenn du das baumwollblau länger einwirken (heißer werden) lässt, siehst du die ornamentation besser. und natürlich den fokus änderst ...
prinzipiell gebe ich dir aber vollkommen recht! scutellinias sind zum verzweifeln. ohne REM kommt man da nicht zurecht, zumindest nicht, was schlüsselrelevante aspekte wie die h ö h e der ornamentation im absoluten mikrobereich angeht. das kann ein normalsterblicher nicht mehr leisten ... deshalb finde ich den schlüssel von schuhmacher manchmal recht unglücklich. viel wichtiger sind die ausführlichen einzelbeschreibungen in der monografie.
auch da gibts dann natürlich diese wunderbaren "stolpersteine" wie extrem variable haarlängen bei vielen arten ...
schöne grüße
dirk