ernsthafte antwort
Hallo Roland, willkommen im Forum.
nur schnell vorm schlafengehn
tut es mir immer ein wenig weh, wenn Pilz vom boden nehm.
Dafür steht er ja nicht da.
wenn man das in geringen Mengen zum Eigengebrauch macht spricht
nichts dagegen. Langzeituntersuchungen in der Schweiz haben ergeben,
dass das Absammeln der Fruchtkörper keine Schäden verursacht.
(Solange man den Waldboden nicht durchpflügt 
Doch mir nun eingefallen ist,
dass pilz sich durchaus über mich freuen könnt,
wenn ich extra den überalterten pilz auch noch nehm
und ein günstigen neuen ort bring.
Also da könntet Ihr hier Euer Fachwissen zusammentragen,
welche Pilze man im Wald wie wo am besten kultiviert.
Da musst du zwischen Mykorrhiza-Pilzen (1)
und Saprophyten (2) unterscheiden.
1. Mykorrhiza
fast alle Röhrlinge, Täublinge, Pfifferlinge, Cortinarien,
gehen sogenannte Mykorrhiza (Pilz-Wurzel) Verbindungen mit spezifischen
Wirtsbäumen ein. Diese Umhüllungen der Baumwurzeln mit Pilzgeflecht
finden meist schon kurz nach dem Keimen des Baumschösslings statt.
Du kannst also schon ein Kilo Steinis unter ne hundertjährige Buche
kippen. Aber ob da was wächst *grins*
2. Saprophyten
Diese Pilzarten bauen totes Organisches Material ab.
Champignions, Parasol, Schopftintling (bester Speisepilz, meine Meinung)
Stockschwämmchen...
Da kann man versuchen das alte Pilzmaterial an neue Standorte zu verbringen
was bei mir zumindest mit dem Anisegerling schon funktioniert hat.
(Fichtenstreu und kleinere Äste auf erdigem Waldboden)
Und läuft Verlierer gar mit mini-akkubohrer in den wald
um bestens gerüstet leere baumstümpfe zu impfen.
Da kannst du dir ein paar Buchenäste besorgen und animpfen.
Zuchtset kriegst bei jedem Gartenfachhandel. Haut super hin.
Austernseitling z.B.
jaja blabla die hälfte der erklärung spar ich mir.
in meinem hauswald wächst kein einziger steinpilz
aber jeder im dorf weiss, dass auf der anderen seite des tals
eine wahre fundgrube für steinpilze ist.
Und dabei ist jener Wald gar nicht so anders als der vor meiner tür.
Liegt wohl an der Bodenbeschaffenheit. evtl. Staunässe ??
Wir könnten sogar ein Leichtmetallrohr erfinden dass man 50cm in den boden
hämmert, dann herausdreht, woanders wieder einschlägt
und so die Böden impft
Wie gesagt nicht den Boden sondern die jungen Baumwurzeln sollte man impfen.
s.o.
Ich werd vermutlich die nächsten 20 Jahre jeden Herbst im nahen Wald zu
finden sein, und Erfolge müssten schon nach einem Jahr zu sammeln sein.
Schenk mir mal ein paar pfund von deinem Optimismus 
Also da könnt man doch das Hobby Pilzesammeln
ganz lebensfroh in neue Bahnen leiten.
Und das wär wirklich nur was für wirkliche Experten!
roland
ich hab meinen Wald lieb
Der Pilz vermehrt sich mit dem Wind
denn der Pilz hat kein Füße.
Aber der Mensch hat Füße
gibts jetzt auch ne ernsthafte Antwort mit einigermassen
artikulierten Sätzen ???
fragt sich lieb grüßend der
christian
