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Noch ein paar Bilder von Samstag *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 6258 Tagen)

Was anderes als Leucopaxillus giganteus fällt mir hier nicht
ein, ist neu für mich:

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Rings um, an den Seen-Ufern wuchsen diese Weichritterlinge

Melanoleuca spec.
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Ramaria stricta
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Phlegmacien aus der Ecke um
Cortinarius variecolor
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sowie verschiedene Raufüsse
Leccinum cyaneobasileucum agg. (L.brunneogriseolum)
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hier würden wir gerne Leccinum holopus draus machen:
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vielleicht ist es aber auch nur die weiße Form von L.cyaneobasileucum

Morgen mehr...

Grüße Felix

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Re: Noch ein paar Bilder von Samstag

Matthias, (vor 6258 Tagen) @ Thüringer-Holz

sowie verschiedene Raufüsse
Leccinum cyaneobasileucum agg. (L.brunneogriseolum)


hier würden wir gerne Leccinum holopus draus machen:

vielleicht ist es aber auch nur die weiße Form von L.cyaneobasileucum
Morgen mehr...
Grüße Felix

Hallo Felix,
den Leccinum holopus kannst du da nicht daraus machen, du hast schon Recht mit Leccinum cyaneobasileucum,
viele Grüsse
Matthias

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Leccinum

phragmobasidie, (vor 6258 Tagen) @ Matthias

Hallo Matthias,

Hallo Felix,
den Leccinum holopus kannst du da nicht daraus machen, du hast schon Recht
mit Leccinum cyaneobasileucum,

die Art ist aber nicht überall anerkannt oder?
Ist das nicht möglicherweise nur eine Form vom normalen scabrum?

Bei der Gelegenheit, wie trennt man holopus und nucatum?

schöne Grüße
Robin

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Re: Leccinum

Matthias, (vor 6258 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Matthias,
die Art ist aber nicht überall anerkannt oder?
Ist das nicht möglicherweise nur eine Form vom normalen scabrum?
Bei der Gelegenheit, wie trennt man holopus und nucatum?
schöne Grüße
Robin

Hallo Robin,
holopus ist schon eine anerkannte Art, die Stielschuppen bei Felix passen halt sehr gut zu L.cyaneobasileucum.
Es gibt da sicher mikroskopische Unterschiede, kann dir aber aus dem Stegreif keine sagen,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Leccinum

phragmobasidie, (vor 6258 Tagen) @ Matthias

Hallo Matthias,

das war jetzt ein kleines Missverständnis. Mit nicht überall anerkannter Art meinte ich brunneogriseolum / cyaneobasileucum -
ob diese Art denn sicher von scabrum unterschieden wird.

Grüße
Robin

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Re: Leccinum

Matthias, (vor 6258 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Matthias,
das war jetzt ein kleines Missverständnis. Mit nicht überall anerkannter Art
meinte ich brunneogriseolum / cyaneobasileucum -
ob diese Art denn sicher von scabrum unterschieden wird.
Grüße
Robin

Hallo Robin,
da hast du Recht, die werden immer wieder verwechselt,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Leccinum

KARL, (vor 6258 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hi Robin,
nach dieser Seite klar zu trennen:
http://www.entoloma.nl/html/leccinum_eng.html
Grüße Felix

Hallo Felix

In dem Schlüssel steht:

9. Pileipellis without cylindrocysts; stipe base often with blue-green stains 10
9. Pileipellis usually with distinct cylindrocysts; stipe base with or without blue-green stains 11
10. Stipe sruface with rather coarse squamules,giving the stipe surface an almost woolly appearance; pileus uniformly coloured;
elements of pileipellis often rather broad; Q-value of spores in average > 3.0 L. cyaneobasileucum
10. Squamules on stipe small, contrasting with paler background; pileal surface variegate with lighter and darker stripes and patches;
pileipellis a cutis, often with chains of cylindrocysts; Q value of spores in average < 2.8 L. variicolor

danach hätten cyaneobasileucum und variicolor keine cylindrocysten. In der Diskussion zu den Arten steht es genau umgekehrt.

In der Doktorarbeit von DEN BAKKER steht:

9a. Cylindrocysts in pileipellis abundant; stipe base usually with clear greenish bluish stains 10
9b. Cylindrocysts in pileipellis scarce; stipe base with or without bluish stains 11

was dann wieder zu den Artbeschreibungen passt und im Internetschlüssel wäre eben ein Fehler.

Zu allem Überfluss beschreiben P.Welt & C.Hahn in der ZfM 711) 2005 dann aber L. schistophilum als Erstfund für Deutschland mit Cylindrocysten.

Da hilft wohl nur die Originaldiagnose in Doc. Mycol. 11(44) (1981)35, 36. Hast Du die zufällig greifbar?

Auf das Problem bin ich gerade erst gestoßen, da ich einen Rauhfuss in Sphagnum gefunden habe und mit der Arbeit von DEN BAKKER
problemlos zu schistophilum (ohne Cylindrocysten) gekommen bin. Doch jetzt stehe ich etwas im Dunklen.

Schön, das es nicht nur Täublinge gibt ;-)

Liebe Grüße

Karl

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Re: Leccinum

Thüringer-Holz, (vor 6257 Tagen) @ KARL

Hallo Karl,

schön mal wieder von dir zu lesen.
Ehrlich: Ich habe es bisher immer so gehalten, dass cyaneobasileucum (brunneogriseolum) der Birkenpilz
mit dem "Wolligen" Stiel ist und
das der auch im Weiß darf. Die fast Schwarzen mit starker schwarzer Stielschuppung
nenne ich L.melanum und variicolor ist ja, wenn typisch, nicht zu verwechseln.
Alles andere ist Leccinum scabrum. Wenn man diese Birkenpilze einzeln antrifft, ist mir die
Zuordnung eigentlich nie schwer gefallen, nur gestern gab es alle
Übergänge und da stehste dann im Moor und wirst dir immer Unsicherer.
Wie man L. holopus von hellen cyaneobasileucum abtrennt, konnte mir
noch keiner erklären. Ist für mich ein Phantom, genau wie Leccinum schistophilum.
Die Arbeit habe ich leider nicht, würde mich aber sehr interessieren.

Nun geht sie bald los die "Wiesenpilzsaison" -
Keulchen, Korallen, Saftlinge und Zungen stehen in den Startlöchern. Jochen und ich hoffen wenigstens hier
auf ein ordentliches Aufkommen, nach dem der Sommeraspekt so gut wie nicht
stattfand.

Sei gegrüßt
Felix

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noch mehr Meinungen

phragmobasidie, (vor 6257 Tagen) @ Thüringer-Holz

-Leccinum bruneogriseolum und cyaneobasileucum sind im Index Fungorum synonym zu
aerugineum (nie gehört),
im Abb.Verz. alle drei gute Arten
-Leccinum nucatum synonym zu holopus,
im Abb.Verz. beides gute Arten
-Leccinum melaneum synonym zu scabrum,
im Abb.-Verz. eine scabrum-Varietät
-Leccinum schistophilum (mir unbekannt) bei beiden eine gute Art

Ich sehe da alles andere als sichere Trennungen

Gabs da schon Sequenzierungen ?

schöne Grüße
Robin

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Berichtigung!

phragmobasidie, (vor 6257 Tagen) @ phragmobasidie

Ich habe versehentlich im alten Abb.-Verz. geschaut, im neuen ändert sich die Lage wie folgt:

-bruneogriseolum synonym zu cyaneobasileucum, aerugineum zwar fettgedruckt als Art
ausgewiesen, jedoch als nomen dubium bezeichnet
-nucatum mit dem Vermerk "zu holopus?"
-melaneum eine gute Art

Da gabs dann wohl in der Zwischenzeit die neuen Erkenntnisse

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Re: noch mehr Meinungen

KARL, (vor 6257 Tagen) @ phragmobasidie

-Leccinum bruneogriseolum und cyaneobasileucum sind im Index Fungorum synonym
zu
aerugineum (nie gehört),
im Abb.Verz. alle drei gute Arten
-Leccinum nucatum synonym zu holopus,
im Abb.Verz. beides gute Arten
-Leccinum melaneum synonym zu scabrum,
im Abb.-Verz. eine scabrum-Varietät
-Leccinum schistophilum (mir unbekannt) bei beiden eine gute Art
Ich sehe da alles andere als sichere Trennungen
Gabs da schon Sequenzierungen ?
schöne Grüße
Robin

Hallo Robin

Die von Felix angegebene Arbeit http://www.entoloma.nl/html/leccinum_eng.html beruht auf Sequenzierungen. Leider scheint sie einen Schlüsselfehler
zu enthalten, wie in meinem Beitrag von gestern Abend angedeutet. Die Artbeschreibungen und Diskussionen sind jedoch sehr ausführlich. Danach
bleiben in Europa nur noch weinge Arten erhalten und besonders die Synonymie von aurantiacum und Quercinum macht doch sehr nachdenklich.

Gruß Karl

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Re: noch mehr Meinungen

phragmobasidie, (vor 6257 Tagen) @ KARL

Hallo Karl,

Die von Felix angegebene Arbeit
http://www.entoloma.nl/html/leccinum_eng.html beruht auf Sequenzierungen.
Leider scheint sie einen Schlüsselfehler
zu enthalten, wie in meinem Beitrag von gestern Abend angedeutet. Die
Artbeschreibungen und Diskussionen sind jedoch sehr ausführlich. Danach
bleiben in Europa nur noch weinge Arten erhalten und besonders die Synonymie
von aurantiacum und Quercinum macht doch sehr nachdenklich.

Danke für die Antwort. Der Schlüsselfehler ist zu verschmerzen, da Du ihn augenscheinlich ja aufklären konntest.

schöne Grüße
Robin

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Keine Synonymie!

Andreas ⌂, (vor 6257 Tagen) @ KARL

Danach
bleiben in Europa nur noch weinge Arten erhalten und besonders die Synonymie
von aurantiacum und Quercinum macht doch sehr nachdenklich.
Gruß Karl

Hallo Karl,

mal abgesehen, dass ich auch bei dieser gründlichen Arbeit in ein oder zwei Fällen eine andere Meinung habe, so ist die Umbenennung (nicht Synonymie!) der "Eichen-" und der Espen-Rotkappe aber doch begründet. Dass nun die Eichen-Rotkappe ausgerechnet den Namen aurantiacum erhalten muss, weil sie über viele Jahrzehnte falsch interpretiert wurde, ist zwar ärgerlich, doch unvermeidlich. Die Espen-Rotkappe (ehemals aurantiacum) gibt es aber auch weiterhin als gute, eigenständige Art. Sie musste einen neuen Namen bekommen: L. albostipitatum.
Die Eichen-Rotkappe sollte besser Laubwald-Rotkappe heißen, denn sie wächst auch unter Pappel und sogar Buche!

beste Grüße,
Andreas

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Re: Keine Synonymie!

KARL, (vor 6257 Tagen) @ Andreas

Hallo Karl,
mal abgesehen, dass ich auch bei dieser gründlichen Arbeit in ein oder zwei
Fällen eine andere Meinung habe, so ist die Umbenennung (nicht Synonymie!)
der "Eichen-" und der Espen-Rotkappe aber doch begründet. Dass
nun die Eichen-Rotkappe ausgerechnet den Namen aurantiacum erhalten muss,
weil sie über viele Jahrzehnte falsch interpretiert wurde, ist zwar
ärgerlich, doch unvermeidlich. Die Espen-Rotkappe (ehemals aurantiacum)
gibt es aber auch weiterhin als gute, eigenständige Art. Sie musste einen
neuen Namen bekommen: L. albostipitatum.
Die Eichen-Rotkappe sollte besser Laubwald-Rotkappe heißen, denn sie wächst
auch unter Pappel und sogar Buche!
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas

Danke für Deine Anmerkung. Die in der Arbeit aufgeführten, zahlreichen Autorenzitate zu
L. aurantiacum können einen aber schon verwirren. Ich denke, das zahlreiche früher als
Espenrotkappe bestimmte und in der Literatur abgebildete Funde, auch der heutigen
L. aurantiacum entsprechen. Lediglich Fruchtkörper mit jung weißen Schüppchen am Stiel
entsprechen L. albostipitatum.

Beste Grüße zurück

Karl