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Zecken *PIC*

Shanna, (vor 6235 Tagen)

Hallo und guten Tag,

ich hätte mal eine Frage in bezug auf Zecken.
Da es ja nicht ausbleibt nach einem längeren Waldspaziergang, bestimmt eines oder sogar zwei dieser "lieblichen Tierchen" als treue Anhängsel mitzubringen, welche dann teilweise erst am nächsten Tag sich durch "knabbern" erkennbar zeigen.

Nun zur eigentlichen Frage;

Da dieses Jahr für Jahr passiert merkte ich, das nach einem erneuten "Befall" sich alte Bisse, vom vorigen Jahr wieder mit einem Jucken meldeten. Durch erstmal unbedachtes kratzen, stellte sich manchesmal wieder ein roter Fleck an der Stelle ein. Obwohl da keines dieser Tierchen sich "breitgemacht" hat.

Gibt es dafür eine Erklärung?

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Re: Zecken

Pilzmann, (vor 6235 Tagen) @ Shanna

Liebe Shanna,

die eine Erklärung ist, dass du und dein Körper ein phänomenales Gedächtnis haben. Die andere ist weniger beruhigend. Obwohl die Borrelien sich normalerweise ins Körperinnere absetzen, um dort ihr (allerdings nur für sie) wohltätiges Werk zu verrichten, könnte ein "Außenposten" dort verblieben sein, der durch dein Kratzen deine Immunabwehr an die Einfallspforte erinnert. An deiner Stelle würde ich mal einen mit der Problematik vertrauten, sprich kundigen Arzt aufsuchen, um mich auf Borreliose testen zu lassen. Die Krux ist, dass die Viecher in Ruhephasen nur schwer aufspürbar (Antikörpertest im Labor) und noch schwerer zu bekämpfen sind. Meist verstecken sie sich im Bindegewebe, wo Antibiotika nur bedingt wirken.
Wenn du noch keine periodischen Auswirkungen bemerkt hast (zeitweise Störungen der Orientierung, des Denkens, der Gelenkfunktionen, unerklärliche leichte fiebrige Erscheinungen, Schmerzen in den Gelenken, Wasseransammlungen an ausgewählten Körperstellen oder Anderes) kann das Phänomen ebenso lästig wie bedeutungslos sein. Es muss sich aber nicht unbedingt um Borrelien handeln. Neben der FrühSommerMeningoEnzephalitis (FSME = Hirnhautentzündung, die bis in den Herbst hinein übertragbar sein kann und hier wohl auszuschließen sein dürfte) sowie der Borreliose gibt es aber noch eine kleine Auswahl anderer Krankheiten, die durch Zeckenbisse übertragen werden. Frag also mal einen diesbezüglich möglichst kompetenten Arzt.

Mit den besten Wünschen für dein Wohlergehen, Peter!

Hallo und guten Tag,
ich hätte mal eine Frage in bezug auf Zecken.
Da es ja nicht ausbleibt nach einem längeren Waldspaziergang, bestimmt eines
oder sogar zwei dieser "lieblichen Tierchen" als treue Anhängsel
mitzubringen, welche dann teilweise erst am nächsten Tag sich durch
"knabbern" erkennbar zeigen.
Nun zur eigentlichen Frage;
Da dieses Jahr für Jahr passiert merkte ich, das nach einem erneuten
"Befall" sich alte Bisse, vom vorigen Jahr wieder mit einem
Jucken meldeten. Durch erstmal unbedachtes kratzen, stellte sich
manchesmal wieder ein roter Fleck an der Stelle ein. Obwohl da keines
dieser Tierchen sich "breitgemacht" hat.
Gibt es dafür eine Erklärung?

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Re: Zecken

Schnuffel, (vor 6234 Tagen) @ Shanna

Hallo Shanna,

Du brauchst Dich deswegen nicht zu beunruhigen. Der nach dem Zeckenstich auftretende Juckreiz beruht meines Ermessens nicht auf einer Immunreaktion gegen irgendwelche beim Stich übertragene Krankheitserreger, sondern ist Folge der gegen die injizierten Körpersäfte des Blutsaugers (blutgerinnungshemmende Stoffe u. a.) gerichteten Immunreaktion.

Ich kann bei mir seit Jahren ein ähnliches Phänomen feststellen, allerdings nur bei Neubefall innerhalb etwa 2 Wochen. Trotz hunderter Zeckenstiche hatte ich noch nie eine Borreliose oder FSME. Dies liegt aber vielleicht nur daran, dass ich die ausgewachsenen Tierchen beim Herumkrabbeln auf der Haut spüre und nur die noch nicht infizierten Nymphen ungehindert zustechen können.

Übrigens, die Zecke beißt nicht, sie sticht mit ihren Mundwerkzeugen (wie andere Blutsauger, z. B. Mücken, Flöhe, Wanzen). Nur der Vampir beißt, saugt aber nicht, sondern leckt. ,-)))

Gruß - Schnuffel

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Beißen, stechen, saugen, bohren

Lonco, (vor 6234 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Schnuffel,

Übrigens, die Zecke beißt nicht, sie sticht mit ihren Mundwerkzeugen (wie
andere Blutsauger, z. B. Mücken, Flöhe, Wanzen).

soweit ich weiß, hat Stechen nichts mit Mundwerkzeugen zu tun, sondern mit Stachel/Hinterleib (ich sage aber auch immer, das mich eine Mücke gestochen hat). Beißen habe ich im Zusammenhang mit Zecken schon öfter gehört, auch wenn es sich ein bischen komisch anhört.

Vielleicht weiß es jemand gaaaaanz genau...

Viele Grüße,
Thomas.

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Re: Beißen, stechen, saugen, bohren

Schwammerlkönig, (vor 6234 Tagen) @ Lonco

Hi Tom,
eine Mücke sticht auch und zwar mit ihrem Stechrüssel, den sie dann auch noch als "Strohhalm" benutzt und dir die Körpersäfte aussaugt :-)Genau so machens die Zecken. Also kein Stachel.
LG Peter

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Hmmm...

Lonco, (vor 6233 Tagen) @ Schwammerlkönig

Guten Morgen Peter,

eine Mücke sticht auch und zwar mit ihrem Stechrüssel, den sie dann auch noch
als "Strohhalm" benutzt und dir die Körpersäfte aussaugt

-)Genau so machens die Zecken. Also kein Stachel.

ich glaube Du hast mich falsch verstanden, oder ich habe mich falsch ausgedrückt :)
Die Vorgangsweisen der Zecken, Bremsen, Mücken, Wespen, Bienen, Wanzen etc. sind mir schon klar.
Ich meine, das alle Aktivitäten, die "über die Mundwerkzeuge laufen", rein wissenschaftlich nichts mit Stechen zu tun haben, auch wenn man es volkstümlich so nennt. Wie man es denn nun richtig am Beispiel der Zecke nennt (beißen und lecken oder bohren und saugen?), weiß ich aber eben nicht.

Viele Grüße,
Thomas.

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Re: Hmmm...

Schwammerlkönig, (vor 6233 Tagen) @ Lonco

Hi Thomas,
hab ich wohl falsch verstanden. Also ich denke eher dass es mit Bohren zu tun hat. Der Rüssel ist das Gestänge und vorne sitzt der in diesem Fall nicht Korundbesetzte Bohrkopf und bohrt sich durch die Haut :-)
LG Peter

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Re: Hmmm...

Schnuffel, (vor 6233 Tagen) @ Schwammerlkönig

Also ich denke eher dass es mit Bohren zu tun hat. Der Rüssel ist das Gestänge und
vorne sitzt der in diesem Fall nicht Korundbesetzte Bohrkopf und bohrt sich durch die Haut :-)
LG Peter

Hallo Peter,

da hast Du ja seltsame Vorstellungen. ;-)

Schau Dir mal hier den Stechapparat der Zecken an:

http://www.sportplausch.ch/Bilder/Zecken_Stechapparat.png

Da ist eher etwas Sägeähnliches zu sehen. Um zu bohren, müsste sich die Zecke mit angesetztem Bohrer um ihre Längsachse drehen. Aber sie macht's natürlich ganz anders: Sie schiebt abwechselnd die rechte und die linke Hälfte ihres Stechapparates (die Trennfuge ist auf dem Bild nur undeutlich zu sehen) immer tiefer in die Haut hinein, wobei durch die Widerhaken das Herausrutschen verhindert wird. Um diese Widerhaken zu Lösen, ist beim Herausziehen der Zecke ein leichtes Drehen der Pinzette sehr hilfreich. Wenn aber in manchen Veröffentlichungen eine bestimmte Drehrichtung empfohlen wird, so ist das der Gipfel des Schwachsinns.
Neuerdings gibt’s die Zeckenkarten, mit denen der Blutsauger herausgehebelt wird. Da bleibt bei mir, wie beim Herausziehen mit der Pinzette, in mehr als der Hälfte der Fälle der Kopf in der Haut stecken, was mir beim drehenden Herausziehen mit der Zeckenzange noch nie passiert ist.

Gut Stich
Schnuffel

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Re: Hmmm...

Rudi, (vor 6233 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Schnuffel

Neuerdings gibt’s die Zeckenkarten, mit denen der Blutsauger herausgehebelt
wird. Da bleibt bei mir, wie beim Herausziehen mit der Pinzette, in mehr
als der Hälfte der Fälle der Kopf in der Haut stecken, was mir beim
drehenden Herausziehen mit der Zeckenzange noch nie passiert ist.

Da musst du wohl noch ein bisserl üben.
Ich entferne die kleinen Monster privat und beruflich fast nur noch mit Karte.
Zu weit über 90% gelingt dies bestens und schmerzlos (für die Wirte).
Übrigens hab ich seit August keine Zecken mehr gefangen.
Denen ist wohl der Saft ausgegengen.

LG Rudi

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Re: Zecken

Pilzmann, (vor 6232 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Schnuffel,

du hast im Ausgangstext etwas überlesen. Die Beschwerden treten im geschilderten Fall nicht innerhalb von zwei Wochen, sondern seit über einem Jahr auf. Das ist mehr, als eine kurzfristige "Virulenz". Das deutet auf ein bleibendes Gedächtnis des Körpers hin oder auf einen immer noch aktiven Erregerherd.

Ob die Biester nun stechen, saugen, beißen oder knutschen, ist nicht so wichtig. Tatsächlich sind die Werkzeuge aber umgearbeitete Kieferteile. Lass es mich so sagen: "Gestochen wird mit dem Arsch, gebissen wird vorne!" Natürlich beissen Zecken nicht mit Oberkiefer und Unterkiefer zu, sondern verwenden ihren umgebildeten Unterkiefer zum Sägen, um ihren Saugrüssel einsenken und zum "Pumpen" verwenden zu können. Letzteres macht die Aktion so gefährlich. Die ersten 3 bis 6 Stunden pumpen sie das Blut in sich hinein. Danach "kotzen" sie die flüssigen Teile des Wirtsblutes in die Wunde zurück. Dabei schwemmen sie die in sich sitzenden Krankheitserreger mit dem Serum in ihr Opfer zurück. Erst wenn sie eine vom Immunsystem des Opfers nicht mehr bekämpfbare Menge ihrer Erreger in dessen Blutbahn gespuckt haben, erkrankt es.

Zum Entfernen der Zecken:
An sich ist die Idee der Zeckenkarte genial, weil durch die Zuspizung ihres Schlitzes scheinbar für jede Zeckengröße geeignet. Im Weichteilbereich und bei alternder Haut ist sie jedoch nur bedingt nützlich, da die Haut zu sehr nachgibt. Man kann die Viecher deshalb oft nicht richtig fassen und der Zug mit der Karte führt zum Entleeren des Hinterleibs, weil man abrutscht. Die Zecke stirbt zwar, aber spuckt im Todeskampf alle ihre Erreger in den Wirt. Sehr kleine Zecken (Nympfenstadium) sind besonders schwer einzuklemmen, da sie nicht nur mit dem Kopf, sondern fast mit dem halben Körper in der Oberhaut verschwinden.

Nach Austestung vieler Zeckenhilfen bin ich immer noch der Meinung, dass das beste Instrument eine qualitativ hochwertige, zugespitzte, abgewinkelte Splitterpinzette ist. Man muss nur richtig damit umgehen können. Nach der Operation ist zu kontrollieren, ob die gesamte Zecke entfernt wurde (Lupenkontrolle, ob die Zecke nach Entfernung vorne herum noch vollständig ist - wenn nicht, Herausoperierng der noch fehlenden Teile). Anschließend sollte man die Wunde immer desinfizieren.

Fazit:
Wenn man die Biester spätestens nach 3 bis 4 Stunden entfernt hat, hat man im Regelfall eine ernste Infektion verhindert. Also immer gleich nach dem "Pilzgang" den edlen Korpus inspizieren. Wie schon in einem vorhergehenden Beitrag erwähnt, kann das regelmäßige Tragen von Gummistiefeln das Befallsrisiko um mindestens 90% minimieren.

Ich hoffe, meine Tipps helfen euch und ihr bleibt gesund!

Mit lieben Grüßen, Peter Pilzmann.

Hallo Shanna,
Du brauchst Dich deswegen nicht zu beunruhigen. Der nach dem Zeckenstich
auftretende Juckreiz beruht meines Ermessens nicht auf einer Immunreaktion
gegen irgendwelche beim Stich übertragene Krankheitserreger, sondern ist
Folge der gegen die injizierten Körpersäfte des Blutsaugers
(blutgerinnungshemmende Stoffe u. a.) gerichteten Immunreaktion.
Ich kann bei mir seit Jahren ein ähnliches Phänomen feststellen, allerdings
nur bei Neubefall innerhalb etwa 2 Wochen. Trotz hunderter Zeckenstiche
hatte ich noch nie eine Borreliose oder FSME. Dies liegt aber vielleicht
nur daran, dass ich die ausgewachsenen Tierchen beim Herumkrabbeln auf der
Haut spüre und nur die noch nicht infizierten Nymphen ungehindert
zustechen können.
Übrigens, die Zecke beißt nicht, sie sticht mit ihren Mundwerkzeugen (wie
andere Blutsauger, z. B. Mücken, Flöhe, Wanzen). Nur der Vampir beißt,
saugt aber nicht, sondern leckt. ,-)))
Gruß - Schnuffel

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Re: Hmmm...

Schnuffel, (vor 6231 Tagen) @ Rudi

Hallo Schnuffel
Da musst du wohl noch ein bisserl üben.
Ich entferne die kleinen Monster privat und beruflich fast nur noch mit
Karte.
Zu weit über 90% gelingt dies bestens und schmerzlos (für die Wirte).
Übrigens hab ich seit August keine Zecken mehr gefangen.
Denen ist wohl der Saft ausgegengen.
LG Rudi

Hallo Rudi,

das ist weniger eine Frage der Übung als der Dicke des Fells. Schon mehrere Deiner Berufskollegen haben bei mir beim Anstechen die Nadel verbogen.

Am Samstag hat mich im Wald mal wieder eine Nymphe angefallen (leider nur eine Zeckennymphe). :-((
Ich habe sie schon prall vollgesogen erst am Dienstag entdeckt. Mit der Zeckenzange unter Drehung ließ sie sich ohne Zurücklassen des Kopfes problemlos entfernen.

Gruß - Schnuffel

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Re: Zecken

Schnuffel, (vor 6231 Tagen) @ Pilzmann

Hallo Schnuffel,
du hast im Ausgangstext etwas überlesen. Die Beschwerden treten im
geschilderten Fall nicht innerhalb von zwei Wochen, sondern seit über
einem Jahr auf.

Hallo Peter,

nicht ich habe im Ausgangstext etwas überlesen, sondern Du in meiner Antwort: Die 2 Wochen bezogen sich nur auf meine eigene Erfahrung.

Gruß - Schnuffel

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Re: Zecken

Pilzmann, (vor 6231 Tagen) @ Schnuffel

Lieber Gerhard,

ich habe nichts überlesen, sondern auf deine Mail geantwortet, dass deine Zweiwochen-Erfahrung im gefragten Langzeitfall nicht viel bringt.

Mit Respekt und/aber Widerspruch, Peter!

Hallo Peter,
nicht ich habe im Ausgangstext etwas überlesen, sondern Du in meiner
Antwort : Die 2 Wochen bezogen sich nur auf meine eigene Erfahrung.
Gruß - Schnuffel

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Re: Hmmm...

Pilzmann, (vor 6231 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Gerhard und alle anderen,

das Drehen der Zecken beim Herausziehen ist ein tradierter, falscher Tipp. Wenn man sich die Beiß- / Sägewerkzeuge der Zecken mal in Vergrößerung anschaut, sieht man, das die zwei inneren Mandibeln, ähnlich wie bei dem Schwert der Schwertfische, flach sind. Dreht man die Zecke, müssen die Mandibeln mit den seitlichen, äußeren Zahnleisten sich einen neuen Weg durch die Oberhaut bahnen, haben also einen erhöhten Widerstand und bringen damit die Gefahr, das dadurch der gesamte Kopf in der Haut zurück bleibt. Damit verbleiben auch die im Mund der Zecke befindlichen Borrelien in der Wunde und können virulent werden. Also besser ziehen statt drehen.

Mit der Bitte um Beachtung, Peter!

Hallo Rudi,
das ist weniger eine Frage der Übung als der Dicke des Fells. Schon mehrere
Deiner Berufskollegen haben bei mir beim Anstechen die Nadel verbogen.
Am Samstag hat mich im Wald mal wieder eine Nymphe angefallen (leider nur
eine Zeckennymphe). :-((
Ich habe sie schon prall vollgesogen erst am Dienstag entdeckt. Mit der
Zeckenzange unter Drehung ließ sie sich ohne Zurücklassen des Kopfes
problemlos entfernen.
Gruß - Schnuffel

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Re: Hmmm...

Schnuffel, (vor 6230 Tagen) @ Pilzmann

Hallo Peter und alle anderen,

was Peter hier behauptet ist genau das Gegenteil meiner Erklärung und zig-fachen Erfahrung. Gerade durch das leichte Drehen werden die Zecken aus ihrer Verankerung in der Haut gelöst, und dadurch wird das Steckenbleiben des Kopfes verhindert. Man muss dies natürlich richtig machen: Nicht wie wild x-mal drehen und dabei den Kopf abdrehen, sondern vorsichtig ziehen und unter Ziehen dann höchstens 1/2 Umdrehung drehen. Dabei spürt man dann deutlich, wie hilfreich das Drehen ist.
Nachdem ich vor 17 Jahren mit der Anschaffung unserer Katze estmals eine Zeckenzange benutzt habe, ist nie wieder ein Kopf steckengeblieben, im Gegensatz zu vorher, wo dies in mehr als der Hälfte der Fälle vorkam.

Gruß - Schnuffel

Hallo Gerhard und alle anderen,
das Drehen der Zecken beim Herausziehen ist ein tradierter, falscher Tipp.
Wenn man sich die Beiß- / Sägewerkzeuge der Zecken mal in Vergrößerung
anschaut, sieht man, das die zwei inneren Mandibeln, ähnlich wie bei dem
Schwert der Schwertfische, flach sind. Dreht man die Zecke, müssen die
Mandibeln mit den seitlichen, äußeren Zahnleisten sich einen neuen Weg
durch die Oberhaut bahnen, haben also einen erhöhten Widerstand und
bringen damit die Gefahr, das dadurch der gesamte Kopf in der Haut zurück
bleibt. Damit verbleiben auch die im Mund der Zecke befindlichen Borrelien
in der Wunde und können virulent werden. Also besser ziehen statt drehen.
Mit der Bitte um Beachtung, Peter!

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Re: Hmmm...

Pilzmann, (vor 6230 Tagen) @ Schnuffel

Die von mir gegebene Erklärung, Zecken gerade herauszuziehen, ist nicht meine Erfindung, sondern ein ärztlicher Rat, den ich irgendwo gelesen habe und der mir logisch erschien. Früher habe ich beim Zeckenziehen auch immer, wie Gerhard empfiehlt, leicht (!) gedreht. Bis auf zwei Mal ging das auch immer gut. Inzwischen ziehe ich gerade, kann aber aus persönlicher Erfahrung nicht sagen, ob das statistisch gesehen besser funktioniert; weil ich seit etwa vier Jahren beim Pilzgang Gummistiefel trage und deshalb Zecken nur ganz selten noch über die Hände zum Besuch einlade. Da sehe ich die Biester aber fast immer noch vor ihren Bohrversuchen. Im erwähnten Stiefelversuchszeitraum hatte ich insgesamt nur noch eine Zecke pro Jahr (insgesamt also vier), zwei davon, als ich auf die Stiefel verzichtet hatte. Vertrauen wir also einfach mal auf die Rheumafell-Erfahrungen Schnuffels und hoffen, dass Katzen keinen artspezifischen Dreh-Impuls besitzen ;-).

Macht also mit Shakespear "Was ihr wollt."

Mit liben Grüßen, Peter!

Hallo Peter und alle anderen,
was Peter hier behauptet ist genau das Gegenteil meiner Erklärung und
zig-fachen Erfahrung. Gerade durch das leichte Drehen werden die Zecken
aus ihrer Verankerung in der Haut gelöst, und dadurch wird das
Steckenbleiben des Kopfes verhindert. Man muss dies natürlich richtig
machen: Nicht wie wild x-mal drehen und dabei den Kopf abdrehen, sondern
vorsichtig ziehen und unter Ziehen dann höchstens 1/2 Umdrehung drehen.
Dabei spürt man dann deutlich, wie hilfreich das Drehen ist.
Nachdem ich vor 17 Jahren mit der Anschaffung unserer Katze estmals eine
Zeckenzange benutzt habe, ist nie wieder ein Kopf steckengeblieben, im
Gegensatz zu vorher, wo dies in mehr als der Hälfte der Fälle vorkam.
Gruß - Schnuffel