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Kleine Tour und Fragen *PIC*

Klaas, (vor 6214 Tagen)

Hallo zusammen,

heute war ich wieder in heimischen Gefilden unterwegs, Schafporlinge würde man hier vergebens suchen - aber ein Wäldchen, das inzwischen zu meinen meistbesuchten gehört, anfangs nur wegen der Crocopodien, inzwischen finde ich hier oft Pilzchen, die ich zuvor nicht kannte. Man muss aber schon genau hingucken. Wie hier, ein einzelnes Exemplar, aus etwa 1,90 Höhe nur schwer von den Stielen der vielen Ahornblätter zu unterscheiden:
[image]

Macrotyphula fistulosa auf Buchenlaub - es sei denn, es gibt da noch Verwechslungskandidaten, von denen ich nichts weiß?
Nebenbei, links im Bild: der Ahorn-Runzelschorf ist allgegenwärtig - aber sieht so das Anfangsstadium aus?

Mit den nächsten habe ich mich bisher auch noch nicht befasst, ich denke da an Pholiotina arrhenii?
[image]

Den Kollegen von vor einiger Zeit habe ich zurückgebracht (ob's was hilft?), der zweite vor Ort hat meinen fiesen Anschlag überlebt (ich war mit der Kameraschlaufe hängengeblieben...), der schönste Dachpilz, den ich bisher kennengelernt habe (das Bild täuscht, in Wirklichkeit isser viel schöner), P. umbrosus:
[image]

Diese zarten Dinger sind mir in letzter Zeit schon öfters aufgefallen, bewundernswert in ihrer Konstruktion mit winzigem Hut und im Verhältnis dazu ewig langen Stiel, sie sind von oben oft nicht zu sehen und leider schon gar nicht mit meiner Kamera zu erfassen, ich habs mal erfolglos versucht:

[image]
Mycena capillaris

Es gab noch so Einiges zu entdecken - auch gerade im Moment noch, hat sich doch so ein ver****** Drecksbiest am Ohr festgebissen - naja, zuück zum Text, obwohls jetzt überall juckt, egal.

Die Mönchsköpfe haben sich leider nicht ausgebreitet, sehen fast noch aus wie vor einer Woche. Dafür gibts Ritterlinge, ich glaube, die ersten in diesem Jahr.
Ich lande immer wieder bei den Pessundata, wie so Vieles nicht meine Baustelle.
Der Stiel ist von der Basis her braunschuppig, gegen die Lamellen hin weiß(-flockig), Hut etwas schuppig, feucht schmierig, Lamellen alt rostfleckig, Geruch flüchtig mehlig, Geschmack nach einer ordentlichen Portion Mehl, leicht bitter, eigentlich im Laubwald, auf der anderen Wegseite Fichten und Lärchen. Kann man den weiter eingrenzen?
[image]

Die kleinen davon haben mich zuerst schön veräppelt, nachdem ich dann größere fand, dachte ich an H. pustulatus - oder (kein besonderer Geruch)?
[image]

Mein (wenigstens nasaler) Höhepunkt heute waren aber diese Stinker, abartig nach Mehl und ranzigem Öl duftend, ich denke mal, da gibts nicht viel zu vertun, oder doch?
Lyophyllum rancidum:
[image]

Ich hoffe, ihr hattet einen ähnlich erfolgreichen Tag?
Grüße, Klaas

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Re: Kleine Tour und Fragen

Pet, (vor 6213 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,
tolle Bilder, und was ist das für ein Myxo neben deinem Dachpilz?
LG Petra

Hallo zusammen,
heute war ich wieder in heimischen Gefilden unterwegs, Schafporlinge würde
man hier vergebens suchen - aber ein Wäldchen, das inzwischen zu meinen
meistbesuchten gehört, anfangs nur wegen der Crocopodien, inzwischen finde
ich hier oft Pilzchen, die ich zuvor nicht kannte. Man muss aber schon
genau hingucken. Wie hier, ein einzelnes Exemplar, aus etwa 1,90 Höhe nur
schwer von den Stielen der vielen Ahornblätter zu unterscheiden:
Macrotyphula fistulosa auf Buchenlaub - es sei denn, es gibt da noch
Verwechslungskandidaten, von denen ich nichts weiß?
Nebenbei, links im Bild: der Ahorn-Runzelschorf ist allgegenwärtig - aber
sieht so das Anfangsstadium aus?
Mit den nächsten habe ich mich bisher auch noch nicht befasst, ich denke da
an Pholiotina arrhenii?

Den Kollegen von vor einiger Zeit habe ich zurückgebracht (ob's was hilft?),
der zweite vor Ort hat meinen fiesen Anschlag überlebt (ich war mit der
Kameraschlaufe hängengeblieben...), der schönste Dachpilz, den ich bisher
kennengelernt habe (das Bild täuscht, in Wirklichkeit isser viel schöner),
P. umbrosus:

Diese zarten Dinger sind mir in letzter Zeit schon öfters aufgefallen,
bewundernswert in ihrer Konstruktion mit winzigem Hut und im Verhältnis
dazu ewig langen Stiel, sie sind von oben oft nicht zu sehen und leider
schon gar nicht mit meiner Kamera zu erfassen, ich habs mal erfolglos
versucht:
Mycena capillaris
Es gab noch so Einiges zu entdecken - auch gerade im Moment noch, hat sich
doch so ein ver****** Drecksbiest am Ohr festgebissen - naja, zuück zum
Text, obwohls jetzt überall juckt, egal.
Die Mönchsköpfe haben sich leider nicht ausgebreitet, sehen fast noch aus wie
vor einer Woche. Dafür gibts Ritterlinge, ich glaube, die ersten in diesem
Jahr.
Ich lande immer wieder bei den Pessundata , wie so Vieles nicht meine
Baustelle.
Der Stiel ist von der Basis her braunschuppig, gegen die Lamellen hin
weiß(-flockig), Hut etwas schuppig, feucht schmierig, Lamellen alt
rostfleckig, Geruch flüchtig mehlig, Geschmack nach einer ordentlichen
Portion Mehl, leicht bitter, eigentlich im Laubwald, auf der anderen
Wegseite Fichten und Lärchen. Kann man den weiter eingrenzen?

Die kleinen davon haben mich zuerst schön veräppelt, nachdem ich dann größere
fand, dachte ich an H. pustulatus - oder (kein besonderer Geruch)?

Mein (wenigstens nasaler) Höhepunkt heute waren aber diese Stinker, abartig
nach Mehl und ranzigem Öl duftend, ich denke mal, da gibts nicht viel zu
vertun, oder doch?
Lyophyllum rancidum:

Ich hoffe, ihr hattet einen ähnlich erfolgreichen Tag?
Grüße, Klaas

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Re: Kleine Tour und Fragen

Klaas, (vor 6213 Tagen) @ Pet

Hallo Petra,
streuend aus der Hüfte geschossen würde ich vielleicht das Gelb-Braune im Bild in Richtung Physarium treffen, die weißen Knöpfchen werden möglicherweise mal Stäublinge. Aber offen gesagt: ich hab keine Ahnung (von Pilzen).
VG Klaas

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Re: Kleine Tour und Fragen

Pet, (vor 6213 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,
es interessiert mich, weil ich schon öfter Trichia varia zusammen mit Pluteus (verschiedene Arten) auf toten Buchenstämmen gefunden habe. Weißt du, um welches Holz es sich bei deiner Fundstelle handelt?
LG Petra

Hallo Petra,
streuend aus der Hüfte geschossen würde ich vielleicht das Gelb-Braune im
Bild in Richtung Physarium treffen, die weißen Knöpfchen werden
möglicherweise mal Stäublinge. Aber offen gesagt: ich hab keine Ahnung
(von Pilzen).
VG Klaas

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Re: Kleine Tour und Fragen

Ingo, (vor 6213 Tagen) @ Klaas

Ich lande immer wieder bei den Pessundata , wie so Vieles nicht meine
Baustelle.
Der Stiel ist von der Basis her braunschuppig, gegen die Lamellen hin
weiß(-flockig), Hut etwas schuppig, feucht schmierig, Lamellen alt
rostfleckig, Geruch flüchtig mehlig, Geschmack nach einer ordentlichen
Portion Mehl, leicht bitter, eigentlich im Laubwald, auf der anderen
Wegseite Fichten und Lärchen. Kann man den weiter eingrenzen?

Hallo Klaas,

in der pessundata Sektion bist du schon mal richtig. Der eine kleinere
scheint einen ziemlich heftigen Farbübergang Richtung Stielspitze aufzuweisen.
Scheint aber nicht typisch zu sein.

Mittlerweile habe ich soviele Teile aus der Sektion angetroffen, dass ich
langsam betriebsblind werde.

Da du keine Streifen (Fasern) in der Huthaut erwähntest (Schuppen?)
bleiben nur zwei Arten übrig. Wenn im Laubwald auch Espen oder Weidengewächse
waren, dürfte der Pappelritterling Hauptverdächtiger sein.
T. pessundatum benötigt Kiefern und sauren Boden.

Grüßlois Ingo

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Re: Kleine Tour und Fragen

Klaas, (vor 6213 Tagen) @ Ingo

Hi Ingo,

in der pessundata Sektion bist du schon mal richtig.

der Schritt war ja nicht allzu schwierig...;)

Der eine kleinere
scheint einen ziemlich heftigen Farbübergang Richtung Stielspitze
aufzuweisen.
Scheint aber nicht typisch zu sein.

Schön, dass Dir das aufgefallen ist, mir nämlich auch. Es standen leider nur zwei olle Lappen da, bei denen der Farbübergang nicht mehr deutlich war. Die kleinen (bis 3 cm) hatten von klein auf durchweg diesen abrupten Farbwechsel am oberen Stiel-Drittel. Aber nichts nur entfernt ringartiges.

Mittlerweile habe ich soviele Teile aus der Sektion angetroffen, dass ich
langsam betriebsblind werde.

Schade, dass ich da nicht mitempfinden kann. Braune Ritterlinge sind für mich, naja, noch immer braune Ritterlinge.

Da du keine Streifen (Fasern) in der Huthaut erwähntest (Schuppen?)
bleiben nur zwei Arten übrig.

Fasern erkenne ich an den Mitbringseln nicht, eher grobe Schollen und angedrückte Schuppen.

Wenn im Laubwald auch Espen oder Weidengewächse

waren, dürfte der Pappelritterling Hauptverdächtiger sein.
T. pessundatum benötigt Kiefern und sauren Boden.

Ich meine, nur Buchen, Hainbuchen, Eichen, Birken, Fichten und Lärchen gesehen zu haben.
Und: riecht und schmeckt der Pappelritter für gewöhnlich so heftig nach Mehl?
Viele Grüße,
Klaas

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Re: Kleine Tour und Fragen

Klaas, (vor 6213 Tagen) @ Pet

Hallo Klaas,
es interessiert mich, weil ich schon öfter Trichia varia zusammen mit Pluteus
(verschiedene Arten) auf toten Buchenstämmen gefunden habe. Weißt du, um
welches Holz es sich bei deiner Fundstelle handelt?
LG Petra

Hallo Petra,
ich bin recht sicher, das ist ein alter Buchenstamm. Unschlüssig aber, ob Dachpilz-Vorkommen etwas mit Schleimern zu tun haben. Andererseits brüte ich gerade eine Theorie aus, dass gewisse Psathyrellen gerne ihre Zeit zwischen Stockschwämmchen verbringen, falls es die nicht schon gibt. Insofern...
;)Klaas

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Re: Kleine Tour und Fragen

Ingo, (vor 6213 Tagen) @ Klaas

Und: riecht und schmeckt der Pappelritter für gewöhnlich so heftig nach Mehl?

Ja, tut er. Er schmeckt bei mir sogar meist bitter!

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Danke Gringo! *oT*

Klaas, (vor 6213 Tagen) @ Ingo

- kein Text -