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Lactarius-Sporen in Wasser und in Melzer *PIC*

Gábor, (vor 6210 Tagen)

Hallo liebe Pilzfreunde,

frei nach dem Motto „man muss den Dingen selbst auf den Grund gehen“ habe ich jetzt versucht, Milchlingssporen statt wie bisher in Melzer auch mal in Wasser zu mikroskopieren.

Eine Gegenüberstellung am Beispiel von L. torminosus und L.controversus könnt ihr hier sehen:

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Lactarius torminosus (Birkenreizker)

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Sporen in Wasser (Ornament, Schnittbild, Stack)

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Die Sporen in Melzer (Ornament, Schnitt, Stack)

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Lactarius controversus (Rosascheckiger Milchling)

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Sporen in Wasser (Ornament, Schnitt, Stack)

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Die Sporen in Melzer (Ornament, Schnitt, Stack)

Hier nun mein ganz persönlichen Eindruck:
Zumindest die von mir mikroskopierten Sporen dieser beiden Milchlingsarten überwanden die Oberflächenspannung des Wassers nicht und schwammen oben auf.
Man sieht dann auch durch das Mikroskop, dass sich um die Sporen herum winzige Luftblasen bilden.

Ich habe die Sporen im Wassertropfen gerührt, gequirlt und auch das Deckgläschen sauber ohne Luftblasen aufgebracht.
Vielleicht gibt es da aber noch ein tieferes Geheimnis, welches sich mir leider noch nicht erschlossen hat…

Natürlich könnte man vorher das Wasser mit einem enzymhaltigen Weichmacher behandeln.
Ich habe aber keine Ahnung, was die Sporen dann dazu sagen.

Und vermutlich kann man mit einem hochwertigeren Markenmikroskop auch in Wasser noch mehr Details sehen, doch das gleiche gilt dann natürlich auch für Präparate in Melzer.

Die Problematik der Oberflächenspannung stellt sich bei Melzer glücklicherweise nicht.
Und das Sporenornament schaut für mich auch wesentlich kontrastreicher aus, insbesondere was die feineren Verbindungslinien/-Grate zwischen den einzelnen Stacheln/Warzen anbetrifft.

Ich denke, die Altvorderen wussten schon, weshalb sie bei Täublings- und Milchlingssporen Melzer nahmen :-)

LG, Gábor

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Re: Lactarius-Sporen in Wasser und in Melzer

Der Juergen, (vor 6210 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

schöne Zusammenstellung. Um die Grate ohne Melzers Reagens sichtbar zu machen, empfehle ich Dir, die Kondensorblende weiter aufzumachen ... zumindest beim Fotografieren, denn die Kamera "sieht mehr" als das "geblendete" Auge:-) Feine Strukturen verschwinden bei zugezogender Kondensorblende.

Grüßle
Juergen

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Re: Lactarius-Sporen in Wasser und in Melzer

Gábor, (vor 6210 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Juergen,

danke für Deinen Tipp mit der Kondensorblende!
Und tatsächlich war diese bei meinen Aufnahmen auch bis zum Anschlag geöffnet.

Allein diese hauchdünne Lufthülle um die Sporen bekam ich damit leider auch nicht richtig weg...

LG, Gábor

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Re: Lactarius-Sporen in Wasser und in Melzer

fraubi66, (vor 6209 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

erlaube mir bitte eine „unwissende Frage“ zu der von Dir beschriebenen hauchdünnen Lufthülle um die Sporen im Wasser. Ich nahm bisher an, dass Luft immer um Blasenbildung „bemüht“ sei. Ist das nicht so?

Viele Grüße,
Heiko

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Re: Lactarius-Sporen in Wasser und in Melzer

Gábor, (vor 6209 Tagen) @ fraubi66

Hallo Heiko,

Deine Frage ist keineswegs unwissend aus meiner Sicht.

Ob die Luft immer um Blasenbildung bemüht ist, weiss ich allerdings nicht.
Ich denke aber, dass diese Blasenbildung auch mit der Oberflächenspannung des verwendeten Mediums im Zusammenhang steht.
Allerdings habe ich erst im Frühjahr angefangen zu mikroskopieren und meine Aussagen diesbezüglich stammen noch aus alten Schultagen.

Mir ist halt nur aufgefallen, dass verschiedene Sporen oben auf dem Wassertropfen schwimmen, statt einzusinken.
Die Sporen von Scleroderma citrinum neulich wollten auch nicht wirklich mit Wasser mikroskopiert werden.
Sobald man dennoch ein Deckgläschen über die oben schwimmenden Sporen legt, bildet sich eine ganz feine Luftschicht um die Sporen.
Das schaut dann unter dem Mikroskop dann wie eine silbrig schimmernde Hülle aus.
Erst mit KOH ging es dann plötzlich ganz einfach.

Ich denke mittlerweile, dass man Russula- und auch Lactariussporen mit Wasser gar nicht gescheit mikroskopieren kann, und zwar aus dem gleichen Grunde.

Meine geschilderten Selbstversuche sind für die erfahreneren Mikroskopiker, die das hier gerade lesen, bestimmt auch eher belustigend :-)

LG, Gábor

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Danke. *oT*

fraubi66, (vor 6207 Tagen) @ Gábor

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