Lactarius-Sporen in Wasser und in Melzer *PIC*
Hallo liebe Pilzfreunde,
frei nach dem Motto „man muss den Dingen selbst auf den Grund gehen“ habe ich jetzt versucht, Milchlingssporen statt wie bisher in Melzer auch mal in Wasser zu mikroskopieren.
Eine Gegenüberstellung am Beispiel von L. torminosus und L.controversus könnt ihr hier sehen:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2009_10d/Lactarius_torminosus01.jpg)
Lactarius torminosus (Birkenreizker)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2009_10d/L_torminosus_sporen_wasser_sp.jpg)
Sporen in Wasser (Ornament, Schnittbild, Stack)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2009_10d/L_torminosus_sporen_melzer_sp.jpg)
Die Sporen in Melzer (Ornament, Schnitt, Stack)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2009_10d/Lactarius_controversus.jpg)
Lactarius controversus (Rosascheckiger Milchling)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2009_10d/L_controversus_sporen_wasser_sp.jpg)
Sporen in Wasser (Ornament, Schnitt, Stack)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2009_10d/L_controversus_sporen_melzer_sp.jpg)
Die Sporen in Melzer (Ornament, Schnitt, Stack)
Hier nun mein ganz persönlichen Eindruck:
Zumindest die von mir mikroskopierten Sporen dieser beiden Milchlingsarten überwanden die Oberflächenspannung des Wassers nicht und schwammen oben auf.
Man sieht dann auch durch das Mikroskop, dass sich um die Sporen herum winzige Luftblasen bilden.
Ich habe die Sporen im Wassertropfen gerührt, gequirlt und auch das Deckgläschen sauber ohne Luftblasen aufgebracht.
Vielleicht gibt es da aber noch ein tieferes Geheimnis, welches sich mir leider noch nicht erschlossen hat…
Natürlich könnte man vorher das Wasser mit einem enzymhaltigen Weichmacher behandeln.
Ich habe aber keine Ahnung, was die Sporen dann dazu sagen.
Und vermutlich kann man mit einem hochwertigeren Markenmikroskop auch in Wasser noch mehr Details sehen, doch das gleiche gilt dann natürlich auch für Präparate in Melzer.
Die Problematik der Oberflächenspannung stellt sich bei Melzer glücklicherweise nicht.
Und das Sporenornament schaut für mich auch wesentlich kontrastreicher aus, insbesondere was die feineren Verbindungslinien/-Grate zwischen den einzelnen Stacheln/Warzen anbetrifft.
Ich denke, die Altvorderen wussten schon, weshalb sie bei Täublings- und Milchlingssporen Melzer nahmen 
LG, Gábor