Re: Fliegenpilz in reinem Eichenwald
Hallo Nando,
vielleicht sollte man in der Natur die Fragestellung nicht so richten "was MÖCHTE der Pilz", sondern eher "warum kann er das nicht". In dem Fall also möchte der Fliegenpilz nicht unbedingt mit einem bestimmten Baum, sondern er kann aufgrund von irgendwelchen Umständen nicht mit anderen (Konkurrenzdruck o.ä.). Tun tät er gern, aber können kann er nicht 
Wenn aber aufgrund von bestimmten Umständen (die wir meist nicht kennen) der Konkurrenzdruck vermindert ist oder ausgeschalten, dann kann er halt doch. Bei Rot-Eiche habe ich die Vermutung, dass der sehr saure Oberboden mit den kaum verwitternden Blättern für viele Pilze denkbar ungünstige Lebensbedingungen sind. Vielleicht ermöglicht das manchen anderen Pilzarten gerade dort die Existenz.
beste Grüße,
Andreas
@Andreas
Das aus deinem Schreiben klingt recht vertraut/zutreffend.
Wenn ich das richtig verstanden habe ist die Fichte (oder Birke) der liebere
Mykorrhiza-Partner. Wieso der Fliegenpilz dann aber bei dem weniger
beliebten Mykorrhiza-Partner so viele Fruchtkörper bildet, ist für mich
nicht ganz verständlich. Dann gefällt die Rot-Eiche dem Fliegenpilz doch
ganz gut (hat seinen Geschmack gefunden). ;)
Bei Birken/Fichten sind in der Umgebung weit weniger (auch später)
Fruchtkörper zu finden.
bis dann,
Nando