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Re: Giftpilzverwendung

Christoph ⌂, (vor 9213 Tagen) 878 Beiträge @ Andreas

Beim letztjährigen Wochenendtreffen der Stuttgarter Pilzfreunde in Hornberg
hat eine Gruppe Papier aus Porlingen hergestellt. Im Heft 1/2001 ist ein
Bericht darüber und auch ein kleiner Probestreifen. Am besten eignet sich
dazu die Striegelige Tramete (Trametes hirsuta), der Birken-Zungenporling
(Piptoporus betulinus) oder auch die Buckel-Tramete (Trametes gibbosa).
Im Heft 1/2000 berichten wir übrigens vom Wollefärben mit Pilzen, das ein
Jahr zuvor in Hornberg ebenfalls eine Gruppe durchgeführt hat. Auch hier
haben wir zwei Probe-Wollfäden ins Heft geklebt. Verwendet wurden neben
den Hautköpfen auch der Samtfuß-Krempling. Die intensivste Färbung kann
man mit dem Zimtfarbenen Weichporling (Hapalopilus nidulans) erzielen, ein
für Naturfarben Violett.
In diesem zusammenhang auch interessant, dass die Skandinavischen Wollefärber
schon seit Jahren wissen, dass der Habichtspilz aus der trockenen
Kiefernheide die Wolle schön bläulich färbt, während der
"normale" Habichtspilz ein wenig auffallendes braun ergibt.
Inzwischen hat sich die Wissenschaft darum gekümmert und da weitere
Unterschiede gefunden wurden erkennt man seit einiger Zeit an, dass es
neben dem gewöhnlichen Sarcodon imbricatum noch eine zweite
Habichtspilzart gibt (deren Namen ich aus dem Kopf nicht mehr weiß).
herzliche Grüße,
Andreas

Hi Andreas: das ist Sarcodon squamosus... von Schaeffer 1774 beschrieben und wächst unter Kiefer (der Kiefern-Habichtspilz...)

Grüße, Christoph

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