Re: Grundsaetzliche Frage zur Giftigkeit...
Hallo Andreas,
ich frag halt mal Dich jetzt als Pilzprofi.
Wie Du ja schreibst und wie ich's selber schon oefter gesehen hab kommen
Stockschwaemmchen und Gifthaueblinge gar nicht selten zusammen vor.
Ich hab schon oft Pilzsammler im Wald getroffen, die jede Menge
Stockschwaemmchen (?) im Korb hatten. Auf die Verwechslungsmoeglichkeit
angesprochen, herrschte meistens voellige Ahnungslosigkeit: "Mir
sammeln seit 30 Jahren Stockschwaemmchen und es ist uns nie was
passiert."
Eigentlich muesste es ja ziemlich oft zu Vergiftungsfaellen kommen.
Sind Dir solche speziell mit G. marginata bekannt und wieviel davon muss man
essen, um sich ernsthaft zu vergiften? Also wie gefaehrlich ist es
tatasaechlich, wenn dem ahnungslosen Stockschwaemmchenfreund mal ein paar
marginatas "reinrutschen"?
Lg Christoph
Nachtrag:
Das so seltenw as passiert liegt meiner Meinung nach daran, dass man im Regelfall eben doch Gifthäublinge nicht für Stockschwämmchen hält. Im Hainich werden meines Wissen z.B. eh keine Stockschwämmchen gesammelt, jedenfalls habe ich noch nie nen Sammler getroffen der die kannte. Hallimasch schon. Und im Thüringer Wald dann Rauchblättrige Schwefelköpfe. Aber keine Stockschwämmchen. So sehr sich die einzeln ähneln, im Regelfall (!) ist ihr Gesamthabitus (Büschel) doch recht verschieden. Ich denke eher andersrum, dass des öfteren mal Stockschwämmchen unerkannt stehen bleiben, weil sie nicht der Idealform entsprechen.
beste Grüße,
Andreas