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spätherbstliche funde *PIC*

fuzzi, (vor 6196 Tagen)

liebe pilzexperten,

ich war sehr verwundert, dass noch so viele pilze um diese jahreszeit zu finden sind.
eine kleine zusammenstellung vom letzten wochenende mit bestimmungsversuch.

1.) helvella crispa (herbstlorchel)
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2.) coprinus comatus (schopftintling)
[image]
3.) spec. ramaria, wahrscheinlich ramaria aurea
bei buche, fichte, kiefer, goldgelb + äste mit leicht rosa schein - farben auf foto etwas zu bleich
[image]
4.) tricholoma populinum (pappel-ritterling)
auf wiese bei jungen schwarz-pappeln
[image]
5.) tricholoma terreum (erd-ritterling)
[image]
6.) clitocybe ditopus (mehl-trichterling)
[image]
7.) rhodocollybia maculata (gefleckter rübling) ??, bin mir aber nicht ganz sicher ??
[image]
8.) könnte der gifthäubling sein, was meint ihr ????????
[image]

um korrekturen und tipps bin ich sehr dankbar.

lb. grüsse fuzzi

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Re: spätherbstliche funde

coco, (vor 6196 Tagen) @ fuzzi

hallo fuzzi,

3.) spec. ramaria, wahrscheinlich ramaria aurea
bei buche, fichte, kiefer, goldgelb + äste mit leicht rosa schein - farben
auf foto etwas zu bleich

warum nicht ramaria formosa?

7.) rhodocollybia maculata (gefleckter rübling) ??, bin mir aber nicht ganz
sicher ??

etwas untypisch, aber: ja.


8.) könnte der gifthäubling sein, was meint ihr ????????

ja, zumindest im weiteren sinn, meiner bescheidenen meinung nach auch im engeren.

gruss von coco

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Re: spätherbstliche funde

phragmobasidie, (vor 6196 Tagen) @ fuzzi

Hallo Fuzzi

1.) helvella crispa (herbstlorchel)

ja

2.) coprinus comatus (schopftintling)

natürlich

3.) spec. ramaria, wahrscheinlich ramaria aurea

ka

4.) tricholoma populinum (pappel-ritterling)

wenn da nur Pappeln waren, wird wohl stimmen

5.) tricholoma terreum (erd-ritterling)

sieht so aus

6.) clitocybe ditopus (mehl-trichterling)

wenn kräftiger Mehl-Geruch, ja

7.) rhodocollybia maculata (gefleckter rübling) ??, bin mir aber nicht ganz
sicher ??

ja

8.) könnte der gifthäubling sein, was meint ihr ????????

ja - bilderbuchmäßig

schöne Grüße
Robin

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Re: spätherbstliche funde

phragmobasidie, (vor 6196 Tagen) @ coco

Hallo Coco,

etwas untypisch, aber: ja.

die sind nie typisch (soll heißen: variabel: groß oder klein; ganz weiß oder cremeocker, so wie die hier; oft ungefleckt ... ;
also das ist schon eines der typischen Erscheinungsbilder)

ja, zumindest im weiteren sinn, meiner bescheidenen meinung nach auch im
engeren.

das unterschreib ich, so wie es auch meine bescheidene Meinung versteht

schöne Grüße
Robin

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Re: spätherbstliche funde

phragmobasidie, (vor 6196 Tagen) @ phragmobasidie

die sind nie typisch (soll heißen: variabel: groß oder klein; ganz weiß oder
cremeocker, so wie die hier; oft ungefleckt ... ;
also das ist schon eines der typischen Erscheinungsbilder)

allenfalls etwas sehr stark gewellt

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Re: spätherbstliche funde

Roland Albrecht, (vor 6196 Tagen) @ fuzzi

Hallo fuzzi,

sehr schöne Bilder. Bild Nr.8 zeigt meiner Ansicht nach doch deutlich den
Gifthäubling Galerina marginata. Sehr schön zu sehen ist der weißseidige glatte
etwas genatterte Stiel und die zumindest bei jüngeren Fruchtkörpern
deutlich kenntliche Manschette. Auch das Verhältnis von kleinem Hut zu langem
Stiel sind gut sichtbar. Der Geruch dürfte unangenehm muffig sein.
Im Beitrag von vezi vom 9.11. 21:20 Uhr "3 böse komische" sind die markanten
Merkmal nicht überzeugend. Wer Stockschwämmchen für die Pfanne einsammelt,
der sollte unbedingt die Merkmale des Gifthäublings kennen.

Gruß Roland

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Re: spätherbstliche funde

Ingo, (vor 6196 Tagen) @ fuzzi

4.) tricholoma populinum (pappel-ritterling)

Hallo fuzzy,

eine sehr interessante Aufnahme, wie ich finde. Denn vom Hut her ist dein Fund
nahezu identisch einem von mir im Vorjahr gefundenen pessundatum.
Typisch auch die "Tröpfchen" am Hutrand, die vom Schleim herrühren.
Wenn man sie in einem Mischwald fände, wäre eine Bestimmung sicher unmöglich.

Bis auf ein Merkmal, was mir auch bei deinem Bild gerade auffiel.
Der Stiel vom pessundatum ist in diesem Entwicklungsstadium fast reinweiß.
Erst später überzieht er von der Basis her mit orange-hellbraunen Fasern.
Während Pappelritterlinge oft bereits im Jugendstadium einen deutlich dunkleren
bräunlichen Überzug zeigen, der mitunter erst kurz vor der Stielspitze abrupt
endet. Manchmal sind sie aber auch lange weiss, und überziehen erst später.

Weiterhin ist mir aufgefallen, dass pessundatum im Schnitt an der Stielbasis
gerne gelblich-orange Fleckchen aufweist. Fast wie die karottenfarbenen bei
Xerocomus communis. Bei älteren Exemplaren konnte ich auch schon ziegelrote
Verfärbungen an Verletzungen und Fraßstellen feststellen.

Ich glaube aber nicht mehr daran, daß dies alles konstante Merkmale sind.
Bei T. populinum habe ich auch schon gelbliche Verfärbungen gesehen.

Ganz vorsichtig sollte man bei der Einnordung von Kollektionen sein, die
bei Espen und Weidengewächsen stehen. Die treten nie büschelig auf, sondern
eher in Grüppchen. In der neueren Literatur wird das als T. populinum var.
campestre bezeichnet. Allerdings haben diese gerne eine mehr oder weniger
faserige Hutoberfläche. Eventuell in der Nähe stehende Nadelgehölze machen
die Bestimmung auch nicht gerade leichter.

Wie du siehst, kann ich in der Thematik immer noch keine finale Lösung finden.
Ich habe den Eindruck daß es, je mehr Kollektionen ich finde, immer unklarer wird.
Möglicherweise ist alles doch nur eine Art. Oder es gibt deren vier bis fünf.
Liebe Fee, ich wünsche mir einen Sequenzer. Und dann noch...

Grüßlis Ingo

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Re: spätherbstliche funde *PIC*

fuzzi, (vor 6196 Tagen) @ Ingo

hallo ingo,
erstmals vielen dank für deine erläuterungen, ist alles hochinteressant.
anbei noch zwei weitere fotos von meinem fund.

-> es hat an diesem tag geregnet, das am rand könnten auch wassertropfen sein.
-> der stiel ist schon mit bräunlichen fasern überzogen, das erste foto war etwas überbelichtet.

[image]
[image]

in der hoffnung, die liebe fee wird dich erhören ;-)

lb. grüsse fuzzi

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Re: spätherbstliche funde

Ingo, (vor 6196 Tagen) @ fuzzi

Hallo nochmal,

mit den Bildern zerstörst du bei mir ein mühsam aufgebautes Konstrukt.
Wie es scheint, war es eh nur eine kaputte Gehhilfe. Ohne Angaben zum Standort
hätte ich gewettet, daß es pessundatum sein müssen. Wenn du jetzt noch schreibst,
dass da auch noch eine Kiefer war, können wir auf die Fee vielleicht verzichten.

Wenn nicht, beweist das nur, wie nahe sich die beiden Arten stehen.
Nachdem ich in diesem Jahr auch im reinen Kiefernforst alle möglichen
Übergangsformen von T. stans angetroffen habe, ist die gesamte Sippe wohl
undurchschaubarer denn je.

Vielleicht sollte man T. pessundatum var. populinum, stans, montana
wieder beleben.

Solange sich kein Mykologe ernsthaft der Sache annimmt, wird das Ganze
nicht zu lösen sein. Immerhin - es muss mindestens zwei Arten geben, da
eine davon bereits nachweislich zu Massenvergiftungen geführt hatte.
Und Pappelritterlinge, sofern nicht bitter, sind durchaus gute Speisepilze.

GRUSELI Ingo

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Re: spätherbstliche funde

Roland Albrecht, (vor 6195 Tagen) @ fuzzi

Hallo fuzzi,

noch einige Anmerkungen zu Helvella crispa.
Neben dieser Art gibt es noch die sehr ähnlich sehende Helvella lactea
(Milchweiße Lorchel). Nach eigener Erfahrung und den Angaben in der Literatur
ist bei dieser der Hutrand am Stiel mehr oder weniger angewachsen. Die Hüte
sind sattelförmig und milchweiß,die Fruchtkörper in der Regel kleiner.
Vielleicht steht doch Dein Fund der Milchweißen Lorchel näher als zur normalen
Herbstlorchel.

Viele Grüße Roland

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Für mich *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 6195 Tagen) @ Ingo

sind das genau die gleichen schmächtigen Pappelritterlinge
wie wir sie bei Espe und Fichte auf Kalk südlich Erfurt haben.
Oder Ingo?

[image]

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Re: Für mich

Ingo, (vor 6195 Tagen) @ Thüringer-Holz

sind das genau die gleichen schmächtigen Pappelritterlinge
wie wir sie bei Espe und Fichte auf Kalk südlich Erfurt haben.
Oder Ingo?

Nee Felix, schau dir mal das erste Bild vom Thread an. Zum Verzweifeln.
Wenn da Espe gewesen wären, hätte ich damit kein Problem. Unter Pappeln kommen
aber nur die klassischen Vertreter vor. Die gezeigten Pilze sehen original aus
wie meine aus dem Kiefernwald. Keine Spur von rosa auf dem Hut. Eher orange-braun.

Würg! Trotzdem LG gen Hannover

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Ganz klar Espe - guckst du richtisch *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 6195 Tagen) @ Ingo

hier:

Da liegen Blätter von Populus tremula (Espe), Schwarz-Pappel-Blätter (Populus nigra) wie
fuzzi schreibt sehen anders aus

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Pappel
http://de.wikipedia.org/wiki/Espe

und jetzt bitte noch mal von Vorne!

Auch liebe Grüße *ggg*

Ich sehe hier kein orange-braun, schon eher fleischfarbenrosa! (und Espenblätter)

[image]