Oje, ich bin zu dusselig dazu. Im Wald wars ein Weichritterling für mich,
zuhause habe ich dann erst einen Ritterling daraus gemacht. Nochmaliges
Mikroskopieren brachte leicht ornamentierte Sporen (meinte ich gesehen zu
haben) mit ca. 6,1 µ Länge und keine Zystiden. Dann bin ich irgendwie auf
Melanoleuca melaleuca (nach Gröger) gekommen. Bei Horak kommt M. kavinae
heraus. Mit dem Bon-Schlüssel kommt wieder was ganz anderes heraus.
Furchtbar!
Kann mir jemand Erleuchtung geben?
Gruß Harald
Hallo Harald,
mach doch mal ein Präparat in Melzers, um zu schauen, ob die Sporen (bzw. deren ornament) amyloid sind. Wenn nicht, dann ist es ein Ritterling, z.B. T. lascivum. Wenn sie ornamentiert sind, dann ist es eine Melanoleuca. Dann solltest Du nochmals ein Präparat der Schneide machen, ob auch wirklich keine Zystiden vorhanden sind. Falls doch, ist deren Form und mögliche Septierung sehr wichtig: kristalltragende und spindelig und unseptiert, oder kristalltragend und mit Bauchteil und abrupt schmalerem Halsteil der mit Septe abgetrennt ist ("Brennhaarzystide"), oder zylindrische Zystiden ohne Kristalle ("keine" Zystiden).
So eine auffallend weiße Melanoleuca müsste sich doch bestimmen lassen - wenn es eine ist.
Die Sporenlänge 6 µm deutet aber eher auf ein Tricholoma hin, so kurze Sporen gibt's glaube ich gar nicht bei Melanoleuca.
beste Grüße,
Andreas