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Re: nochmal Re: Peltigera

Goldsucher, (vor 6177 Tagen) 897 Beiträge @ Ulysses

Hallo Ulysses,

Schön einmal mit einem Flechtenkenner zu diskutieren. Die Gattung ist ja makroskopisch besonders anspruchsvoll. Für mich bestehen noch Zweifel hinsichtlich der Behaarung der Oberfläche. Das vorletzte Bild zeigt ein vom Parasit (Omphalina) geschädigtes Lager. Das führt bei der Flechte zu Stress und deshalb, so meine Meinung fruchtet sie an allen Lobenenden. Normalerweise wären wenige Fruchtkörper sicher charakteristischer, die sind Sattelförmig aufrecht. Die Einzelloben, an denen sich jeweils Fruchtkörper befinden halte ich für eher schmal. Bestimmt unter 2 cm, wahrscheinlich im Vergleich zum Pilz gegen 1 cm. Der aufgebogene Lagerteil mit den sattelförmigen Apothecien ist Rhizinenlos und ohne Adern, weiß bis hellbräunlich, was allerdings für die eigentliche Lagerunterseite nicht zutreffen muss. Die beginnt erst dort, wo die Rhizinen anfangen, den die sporulierenden Teile heben sich fast immer vom Boden ab und haben keine Haftorgane.
Wenn die Oberfläche glänzt, ist das Lager meist filzlos, wenn sie matt erscheint, ist da ein Filz, den man aber nur mit der Lupe sieht. Kann ich so nicht sagen. Mein zweiter Kandidat für eine feinfilzige Oberfläche wäre P. rufescens, die eher wärmeliebend ist und auf Trockenrasen vorkommt, während P. didactyla gerne in Steinbrüchen und so ähnlich als Pionier vorkommt.
Vom Biotop halte ich P. canina eher für eine Waldart oder Waldrandart die hohe Feuchtigkeitsansprüche hat. Im Flachland habe ich die noch nicht gefunden.

LG Bernd

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