Re: Ribiselpilz
Hallo und allen hier ein gutes neues Jahr!
Als fast ausschließlich Mitlesender möchte ich die pilzliche Sauregurkenzeit
nützen und mal eine Anfrage posten. Die Sache ist zwar wahrscheinlich
banal, aber ich möchte endlich etwas über einen seit langem in meinem
Garten lebenden Pilz erfahren. Der Pilz, der für mich wie ein Baumpilz
aussieht (Laienmeinung), lebt und gedeiht seit mehr als zehn Jahren an
(in?, mit?) einem Ribiselstrauch (Weiße Johannisbeere) ohne dass der
Strauch bisher einen Schaden genommen hat (sind denn Pilze wie dieser
nicht alle Schmarotzer?), im Gegenteil, der Strauch erfreut mich Jahr für
Jahr mit zahlreichen, köstlichen Früchten. Kann es sein, dass es sich um
einen baumpilzähnlichen aber symbiontischen Pilz handelt oder ist es eh
ein schmarotzender, der den Strauch nur geringfügig, also kaum merkbar
schädigt?
Zusätzliche Info: die Siedlung, in der sich der Garten befindet, liegt im
nordöstlichen Wienerwald auf ca. 400m üdM. Direkt an den Garten grenzt ein
Rotbuchen-Eichen-Mischwald. Im Garten befinden sich nur Obstbäume.
Für eure Antworten herzlichen Dank im Voraus
und Servus aus Wien,
Herbert Berthold
Hallo Herbert!
Banal ist der nicht. Da hast du was im Garten, was wirklich nicht jeder hat. Der Pilz geht normalerweise an sehr alte Johannis-/Stachelbeersträucher (laut Lit. auch an andere Gehölze), und wo findet man die noch? Ist ziemlich sicher Phellinus ribis (Stachelbeer-Feuerschwamm).
Dass dein Strauch die Anwesenheit des Pilzes nicht übelnimmt, ist schon ungewöhnlich. Kein Symbiont!
VG Ingo W