Re: Inocybe reisneri
Hallo Wolfgang,
Verblüffend ist aber deine Habitatangabe "Eschenreicher Feuchtwald"
- mein Fund war aus einem Pruno-Fraxinetum (Erlen-Eschen-Wald), als spätes
Stadium eines Schwarzerlen-Bruchwaldes, die feuchteste Stelle in einem
Moorwaldrest.
Ich finde das keineswegs verblüffend. Ein Pruno-Fraxinetum (Traubenkirschen - Eschen - Erlenwald) kann man durchaus umgangssprachlich einen eschenreichen Feuchtwald nennen. Meines Wissen ist auch ein Bruchwald eher die Endphase eines Pruno-fraxinetum; also umgekehrt.
Bei uns in der Gegend gibt es kaum Auenwälder, weil die Donauniederungen alle landwirtschaftlich genutzt sind, aber es gibt in Richtung Oberschwaben die bachbegleitenden, auf anmoorigen Böden stockenden Traubenirschen-Eschen-Erlenwälder. Ein Erlenbruch braucht torfigen Boden, und der entsteht erst aus anmoorigen, sumpfigen Böden.
Grüßle
Juergen