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Re: Februarpilze mit fraglicher Mycena

Wolfgang D. ⌂, (vor 6113 Tagen) 383 Beiträge @ Violet

Hallo Ditte,

1. Hypoxylon cercidicola (H. moravicum)

ist bei uns bei gezielter Nachsuche auf Eschen an Gewässerufern keineswegs als selten zu bezeichnen, nur bloß sehr unscheinbar und hauptsächlich in einem Lebensraumtyp, der als solcher relativ selten ist bzw. in dem man eher selten Pilze sucht. Auch die Beschränkung auf richtig warme Regionen kann ich nicht bestätigen, bei uns durchaus auch am weniger warmen Alpenrand. Es scheint sogar so, dass sie sehr warme Gebiete meidet, wenn dort der entsprechende Niederschlag fehlt (pannonischer Raum).

2. Den kannte ich schon vom letzten Jahr, allerdings von ganz woanders, der
gezähnte Reibeisenrindenpilz (Cerocorticium molare) auf Eiche:

Mit dem Mikroskop sicher eine klare Angelegenheit - ohne Mikroskop allerdings nicht eindeutig, weil es mehrere zum Verwechseln ähnliche Arten gibt.

5. Hier nun also die fragliche Mycena. Ich hab sie als Bogenblättriger
Hemling, Mycena speirea geschlüsselt, allerdings nach anfänglichem Irrweg
in der Funga Nordica, weil ich die Lamellen nicht als "clearly
decurrent" empfunden habe und es auch jetzt noch nicht tu. Aber
Aussehen, Sporen, Cheilos und Kaulos entsprechen ihr. Auf vermooster
Fichte, Hut-Dm. ca. 3-4 mm. Was sagt ihr Mycena-Spezialisten dazu?

Würde ich nicht anzweifeln. Die Lamellen müssen nicht "clearly decurrent" sein und sind jedenfalls anders angeheftet als bei Mycena hiemalis, den ich hier einmal als "klassischen Doppelgänger" bezeichne.

6. Falls mir jemand (Nobi?) sagen kann,
mit welchem Kotcoprinusschlüssel ich ihn rauskriege, wär ich dankbar.

Also da schaue ich als erstes immer auf
http://www.grzyby.pl/coprinus-site-Kees-Uljee/species/Coprinus.htm
Aber vielleicht lässt er sich auch mit einem etwas weniger aufwändigen Schlüssel herauskriegen.

LG
Wolfgang

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