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Inocybe fuscidula aggr. (Risspilze) *PIC*

interhias ⌂, (vor 6096 Tagen)

Hallo zusammen,

Andreas Vesper hatte hier kürzlich darauf hingewiesen, dass es sich bei I. fuscidula um eine "Mülleimerart" handelt. Vielleicht können die folgenden Kollektionen dies etwas dokumentieren.

den ersten "Typ" finde ich sehr häufig im Voralpenland, immer im Nadelwald bei Tanne. Er fällt schon makroskopisch durch seine kräftigen Fruchtkörper und das üppige, ziemlich persistente graue Velum auf. Auch in den toskanischen Bergen habe ich die Art schon gefunden, ebenfalls in einem Tannenwald.

Sowohl mit Stangl aus auch mit Funga Nordica schlüssle ich diese Art als I. fuscidula. Allerdings glaube ich nicht, dass es sich dabei um die von Stangl als I. fuscidula bezeichnete Art handelt, denn er schreibt u.a.: "Hutbedeckung jung zuweilen mit minimalen Velumresten". Von dem arttypischen ausdauerndem Velum ist keine Rede. Es würde mich vor allem interessieren, ob jemand diese auffallende Art kennt und vielleicht einen besseren Namen als I. fuscidula dafür hat.

[image]

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Eine weitere, sehr typische Aufsammlung:
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Stangl hatte wohl eher so etwas im Sinn:
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Diese beiden eher schmächtigen Kollektionen (jeweils bei Fichte gewachsen) mit kargem oder fehlendem Velum kann ich mikroskopisch (bis jetzt) von den oben gezeigten nicht trennen. Makroskopisch sind es völlig verschiedene Pilze.

Mehr Mikrofotos und Beschreibungen zu den Kollektionen findet ihr hier (Nr. 19 und 20).

Beschreibung und Mikros (beziehen sich auf die erste Aufsammlung mit üppigem Velum):
Funddaten: 24.09.2009; Fundort: MTB 8135-4-1-3, 720 m; Dietramszell, Zeller Wald, bei großen Buchen, Tannen und Fichten; gesellig (>5 Fk); Hut: bis 3,1 cm breit, jung ziemlich steil kegelig, später normal kegelig mit leicht abgesetztem, stumpfem Buckel, Oberfläche jung vollständig mit hellgrauem, feinfilzigem Velum überzogen, das später am Scheitel schollig-schuppig aufreist, Hutbedeckung nach Vergehen des filzigen Velums grobfaserig; Färbung durch das Velum hell milchkaffeebraun, graubraun, später an verkahlten Stellen haselnussbraun; Hutrand jung durch üppige, weiße Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 6 x 0,5 cm, zylindrisch, basal schwach bis keulig erweitert oder gleichdick, schmutzig cremefarben bis zart holzbraun, bis zur Mitte bereift, darunter längsfaserig; Lamellen: steil aufsteigend und sehr schmal angewachsen, normal gedrängt, jung cremeweiß bis grauweiß, bald graubraun, alt mit leichtem Olivstich; Fleisch: -; Geruch: nach Paprikachips; Cheilozystiden: überwiegend breit fusoid und ohne verschlankten Hals, metuloid, ca. 48-56 x 16-19, Wandstärke ca. 1-1,5 (insgesamt recht dünnwandig); Parazystiden zahlreich, keulig, dünnwandig; Pleurozystiden: wie die Cheilos geformt, etwas schlanker wirkend, ca. 58-62 x 16-17, Wandstärke 1-1,5; Stielbekleidung: aus echten Kaulozystiden und polymorphen Parazystiden, im oberen Drittel büschelig angeordnet; Basidien: überwiegend 4-sporig, schlank keulig, ca. 27-30 x 7,5-10; Sporen: amygdaloid, mit meist deutlich zugespitzdem oder papilliertem Apex, oft einseitig eingedellt, mit kl. Kallus, Maße: 9,5 x 5,1 (8-11 x 4,5-5,5), Q=1,86 (1,67-2,33), 20 Sp. gemessen;

Sporen:
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Cheilozystiden:
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Pleurozystiden:
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Grüße aus München
Hias

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Re: Inocybe fuscidula aggr. (Risspilze)

Gábor, (vor 6096 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

zu den von Dir gezeigten Inocyben kann ich leider nichts beitragen.
Allerdings finde ich Deine Online-Dokus einsame Klasse, und das bereits seit mehreren Jahren schon.
Wenn's nicht neben dem Suchen, Fotografieren, Mikroskopieren und Bestimmen auch noch den Mehraufwand für das Bereitstellen einer Webside und das regelmäßige Hochladen/Aktualisieren der Funde bedeuten würde:
ich wäre auch schon längst online mit meinen Makrobildern und auch Mikrofotos.
Als ich zwischendurch mal arbeitslos war, hätte es tatsächlich beinahe geklappt :-)

LG, Gábor

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Re: Inocybe fuscidula aggr. (Risspilze)

Helmut, (vor 6095 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

so ist das mit dem Schlüssel bei Arten, die nur eine "08/15"-Mikroskopie aufweisen und auch makroskopisch keine besonders auffälligen Merkmale zu bieten haben. Da landet man dann bei fuscidula, flocculosa, rimosa usw.

In diesem Fall müsste aber aufgrund der bräunlichen Stiele der Schlüssel woanders hinführen (tut er aber nicht). Fuscidula hat weissliche Stiele (aufgrund Überfaserung), die nur bis schwach gelblich werden.

Rein vom Äußeren hätte ich eher I. sindonia vermutet. Dazu passen die Farben und die ausgeprägte Cortina. Nach Stangl und Kuyper sind jedoch die Sporen zu groß (dort nur bis 9,5 µm). Jedoch geben Bresadola (1930) und Alessio (1980) für die synonymisierte I. eutheles bis 10 bzw. bis 10,5 µm lange Sporen an.

Zielführende Kennzeichen von sindonia sind für mich:
- blasse, stumpfe Farbtöne, irgendwie "kittfarben"
- ausgeprägte Cortina
- "Waschküchengeruch" (Kartoffelchips-Geruch kommt in der Lit. nicht vor :-))
- echte Kaulozystiden bis zur Stielmitte oder noch weiter herab
- schlanke Hymenialzystiden, vor allem Pleurozystiden.

Wie sind aus Deiner Sicht die Unterschiede der hier vorgestellten Kollektionen zu Deinen unkritischen Aufsammlungen von sindonia?

Gruß

Helmut

Hallo zusammen,
Andreas Vesper hatte hier kürzlich darauf hingewiesen, dass es sich bei I.
fuscidula um eine "Mülleimerart" handelt. Vielleicht können die
folgenden Kollektionen dies etwas dokumentieren.
den ersten "Typ" finde ich sehr häufig im Voralpenland, immer im
Nadelwald bei Tanne. Er fällt schon makroskopisch durch seine kräftigen
Fruchtkörper und das üppige, ziemlich persistente graue Velum auf. Auch in
den toskanischen Bergen habe ich die Art schon gefunden, ebenfalls in
einem Tannenwald.
Sowohl mit Stangl aus auch mit Funga Nordica schlüssle ich diese Art als I.
fuscidula. Allerdings glaube ich nicht, dass es sich dabei um die von
Stangl als I. fuscidula bezeichnete Art handelt, denn er schreibt u.a.:
"Hutbedeckung jung zuweilen mit minimalen Velumresten". Von dem
arttypischen ausdauerndem Velum ist keine Rede. Es würde mich vor allem
interessieren, ob jemand diese auffallende Art kennt und vielleicht einen
besseren Namen als I. fuscidula dafür hat.


Eine weitere, sehr typische Aufsammlung:
Stangl hatte wohl eher so etwas im Sinn:

Diese beiden eher schmächtigen Kollektionen (jeweils bei Fichte gewachsen)
mit kargem oder fehlendem Velum kann ich mikroskopisch (bis jetzt) von den
oben gezeigten nicht trennen. Makroskopisch sind es völlig verschiedene
Pilze.
Mehr Mikrofotos und Beschreibungen zu den Kollektionen findet ihr hier (Nr.
19 und 20).
Beschreibung und Mikros (beziehen sich auf die erste Aufsammlung mit üppigem
Velum): Funddaten: 24.09.2009; Fundort: MTB 8135-4-1-3, 720 m;
Dietramszell, Zeller Wald, bei großen Buchen, Tannen und Fichten; gesellig
(>5 Fk); Hut: bis 3,1 cm breit, jung ziemlich steil kegelig, später
normal kegelig mit leicht abgesetztem, stumpfem Buckel, Oberfläche jung
vollständig mit hellgrauem, feinfilzigem Velum überzogen, das später am
Scheitel schollig-schuppig aufreist, Hutbedeckung nach Vergehen des
filzigen Velums grobfaserig; Färbung durch das Velum hell
milchkaffeebraun, graubraun, später an verkahlten Stellen haselnussbraun;
Hutrand jung durch üppige, weiße Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel:
bis 6 x 0,5 cm, zylindrisch, basal schwach bis keulig erweitert oder
gleichdick, schmutzig cremefarben bis zart holzbraun, bis zur Mitte
bereift, darunter längsfaserig; Lamellen: steil aufsteigend und sehr
schmal angewachsen, normal gedrängt, jung cremeweiß bis grauweiß, bald
graubraun, alt mit leichtem Olivstich; Fleisch: -; Geruch: nach
Paprikachips; Cheilozystiden: überwiegend breit fusoid und ohne
verschlankten Hals, metuloid, ca. 48-56 x 16-19, Wandstärke ca. 1-1,5
(insgesamt recht dünnwandig); Parazystiden zahlreich, keulig, dünnwandig;
Pleurozystiden: wie die Cheilos geformt, etwas schlanker wirkend, ca.
58-62 x 16-17, Wandstärke 1-1,5; Stielbekleidung: aus echten
Kaulozystiden und polymorphen Parazystiden, im oberen Drittel büschelig
angeordnet; Basidien: überwiegend 4-sporig, schlank keulig, ca. 27-30 x
7,5-10; Sporen: amygdaloid, mit meist deutlich zugespitzdem oder
papilliertem Apex, oft einseitig eingedellt, mit kl. Kallus, Maße: 9,5 x
5,1 (8-11 x 4,5-5,5), Q=1,86 (1,67-2,33), 20 Sp. gemessen;
Sporen:
Cheilozystiden:
Pleurozystiden:
Grüße aus München
Hias

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Re: Inocybe fuscidula aggr. (Risspilze) *PIC*

interhias ⌂, (vor 6095 Tagen) @ Helmut

Wie sind aus Deiner Sicht die Unterschiede der hier vorgestellten
Kollektionen zu Deinen unkritischen Aufsammlungen von sindonia?

Servus Helmut,

kann natürlich sein, dass ich eine falsche Vorstellung von I. sindonia habe, da fehlt's mir noch an Kollektionen. Ich versuch mal zusammenzufassen, was die nach meiner Vorstellung typischen sindonia-Aufsammlungen unterscheidet:

Sindonia hat eine "von Haus aus" hellere, eben fast ins Weißliche spielende Hutfarbe, niemals graues Velum, eine zum schuppigen Aufreißen neigende Hutbedeckung, außerdem schlankere und vor allem dickwandigere Hymenialzystiden; an der Sporengröße kann ich die Unterscheidung nicht festmachen;

Sowas hier schwebt mir als eine typische Sindonia vor:
[image]

Vielleicht müsste ich die von mir im Beitrag vorgestellte Art unter den Synonymen von I. sindonia suchen?

Beste Grüße
Hias

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Re: Inocybe fuscidula aggr. (Risspilze) *PIC*

Andreas 2, (vor 6093 Tagen) @ interhias

Hallo zusammen,

zu Helmuts Merkmalen zu Sindonia kann ich mich nur anschließen. Vielleicht würde ich noch schlanke, apikal konische Sporen ergänzen.

@ Hias, ausschließen möchte ich nichts, aber der abgebildete Pilz passt m. E. weniger zu Sindonia. Irgendwie für so ausgebreitete Fruchtkörper zu weiß und auch die Hutbedeckung kenne ich anders. Von fast glatt (feinfaserig) bis grob schuppig, also sehr variabel. Aber so faserig-schuppig eher nicht.

Schwache Pigmentierung in Hutmitte ist zwar erkennbar. Da aber auch die Lamellen ungewöhnlich weiß erscheinen, erinnert das mich irgendwie an eine Albino-Form (?)

Viele Grüße
Andreas

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Re: Inocybe fuscidula aggr. (Risspilze)

Andreas ⌂, (vor 6093 Tagen) @ Andreas 2

Hallo Hias, Andreas,

@ Hias, ausschließen möchte ich nichts, aber der abgebildete Pilz passt m. E.
weniger zu Sindonia. Irgendwie für so ausgebreitete Fruchtkörper zu weiß
und auch die Hutbedeckung kenne ich anders. Von fast glatt (feinfaserig)
bis grob schuppig, also sehr variabel. Aber so faserig-schuppig eher
nicht.

so variabel sicherlich I. sindonia ist, genau DAS wäre für mich eine typische sindonia. Also die von Hias gezeigte Kollektion meine ich.
Die Bilder von Andreas hätte ich auf Anhieb nicht zu sindonia gestellt, am ehesten noch das rechte. Beim linken wäre ich nicht auf die Idee gekommen. Ich habe aber schon früher festgestellt, dass sich meine Vorstellung von sindonia wohl vor allem auf diese hellen ?kuehneri-/?eutheles-Kollektionen bezieht, vermutlich weil meine ersten Funde alle so ausgesehen haben.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Inocybe fuscidula aggr. (Risspilze)

Andreas ⌂, (vor 6093 Tagen) @ Helmut

Hallo Helmut,

Deine Zweifel beziehen sich aber nur auf die Bilder 1-3, oder? Die beiden letzten sind doch (zumindest) makroskopisch typische I. fuscidula und wären für I. sindonia ausgesprochen untypisch, wenn nicht sogar unmöglich, oder sehe ich das falsch?

beste Grüße,
Andreas

Servus Hias,
so ist das mit dem Schlüssel bei Arten, die nur eine
"08/15"-Mikroskopie aufweisen und auch makroskopisch keine
besonders auffälligen Merkmale zu bieten haben. Da landet man dann bei
fuscidula, flocculosa, rimosa usw.
In diesem Fall müsste aber aufgrund der bräunlichen Stiele der Schlüssel
woanders hinführen (tut er aber nicht). Fuscidula hat weissliche Stiele
(aufgrund Überfaserung), die nur bis schwach gelblich werden.
Rein vom Äußeren hätte ich eher I. sindonia vermutet. Dazu passen die Farben
und die ausgeprägte Cortina. Nach Stangl und Kuyper sind jedoch die Sporen
zu groß (dort nur bis 9,5 µm). Jedoch geben Bresadola (1930) und Alessio
(1980) für die synonymisierte I. eutheles bis 10 bzw. bis 10,5 µm lange
Sporen an.
Zielführende Kennzeichen von sindonia sind für mich: - blasse, stumpfe
Farbtöne, irgendwie "kittfarben"
- ausgeprägte Cortina
- "Waschküchengeruch" (Kartoffelchips-Geruch kommt in der Lit.
nicht vor :-))
- echte Kaulozystiden bis zur Stielmitte oder noch weiter herab
- schlanke Hymenialzystiden, vor allem Pleurozystiden.
Wie sind aus Deiner Sicht die Unterschiede der hier vorgestellten
Kollektionen zu Deinen unkritischen Aufsammlungen von sindonia?
Gruß
Helmut

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Re: Inocybe fuscidula aggr. (Risspilze)

Andreas 2, (vor 6093 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,
meinst Du nur die Farbe oder auch die HDS?
Gruß Andreas

so variabel sicherlich I. sindonia ist, genau DAS w�re f�r mich eine typische
sindonia. Also die von Hias gezeigte Kollektion meine ich.
Die Bilder von Andreas h�tte ich auf Anhieb nicht zu sindonia gestellt, am
ehesten noch das rechte. Beim linken w�re ich nicht auf die Idee gekommen.
Ich habe aber schon fr�her festgestellt, dass sich meine Vorstellung von
sindonia wohl vor allem auf diese hellen ?kuehneri-/?eutheles-Kollektionen
bezieht, vermutlich weil meine ersten Funde alle so ausgesehen haben.
beste Gr��e,
Andreas

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beides. *oT*

Andreas ⌂, (vor 6093 Tagen) @ Andreas 2

- kein Text -

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Dokus im Web

interhias ⌂, (vor 6093 Tagen) @ Gábor

Hallo Hias,
zu den von Dir gezeigten Inocyben kann ich leider nichts beitragen.
Allerdings finde ich Deine Online-Dokus einsame Klasse, und das bereits seit
mehreren Jahren schon.
Wenn's nicht neben dem Suchen, Fotografieren, Mikroskopieren und Bestimmen
auch noch den Mehraufwand für das Bereitstellen einer Webside und das
regelmäßige Hochladen/Aktualisieren der Funde bedeuten würde: ich wäre
auch schon längst online mit meinen Makrobildern und auch Mikrofotos.
Als ich zwischendurch mal arbeitslos war, hätte es tatsächlich beinahe
geklappt :-)
LG, Gábor

Servus Gabor,

du schreibst doch selbst jede Menge ausführliche und toll bebilderte Beiträge hier im Forum. Das macht sicher auch viel Arbeit. Ich bin vor einiger Zeit dazu übergegangen, von meinen Kollektionen die für mich schwierigsten bzw. interessantesten fürs Internet aufzubereiten und auf meine Website zu stellen. Bei Gelegenheit kopiere ich dann einige davon ins Forum. Auf diese Weise bleiben sie auch unabhängig vom Forum jederzeit zugänglich. Das Web bietet eben eine gute Möglichkeit, sich über Funde auszutauschen, egal ob im Forum oder über eine eigene Website. Der Aufwand ist fast derselbe und ließe sich mit einem guten "Contentmanagement" sicher noch erheblich reduzieren. Leider fehlts mir dazu an Knowhow.

Die Dokus kann man ja außerdem im Winter fabrizieren. Wenn draußen Schwammerln stehen, würde ich niemals (oder nur sehr ausnahmsweise) an sowas basteln.

Beste Grüße
Hias

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Re: Inocybe fuscidula aggr. (Risspilze) *PIC*

Helmut, (vor 6093 Tagen) @ Andreas

Servus Andreas,

das siehst Du richtig, Hias hat ja schon dazu geschrieben, dass die anderen Bilder die für ihn typisch(er)en fuscidulas darstellen.

Dazu noch ein Bild von sindonia aus meiner Fotosammlung.

Gruß

Helmut

Hallo Helmut,
Deine Zweifel beziehen sich aber nur auf die Bilder 1-3, oder? Die beiden
letzten sind doch (zumindest) makroskopisch typische I. fuscidula und
wären für I. sindonia ausgesprochen untypisch, wenn nicht sogar unmöglich,
oder sehe ich das falsch?
beste Grüße,
Andreas

[image]

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sindonia jung *PIC*

Helmut, (vor 6093 Tagen) @ Helmut

[image]

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und noch eine "Hias'sche" *PIC*

Helmut, (vor 6093 Tagen) @ Helmut

... bei der Durchsicht der Bilder fiel mir dann ein Foto auf, das mit sindonia beschriftet ist und den Bildern von Hias recht ähnlich sieht. Muss ich gelegentlich mal nachsehen, ob ich ein Exsikkat davon gemacht habe und dann vergleichen. Vielleicht gibt es ja doch Unterschiede.

Gruß

Helmut

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I. sindonia Variabilität oder verschiedene Arten? *PIC*

interhias ⌂, (vor 6093 Tagen) @ Helmut

... bei der Durchsicht der Bilder fiel mir dann ein Foto auf, das mit
sindonia beschriftet ist und den Bildern von Hias recht ähnlich sieht.
Muss ich gelegentlich mal nachsehen, ob ich ein Exsikkat davon gemacht
habe und dann vergleichen. Vielleicht gibt es ja doch Unterschiede.
Gruß
Helmut

Servus Helmut,

ja, diese letzte fällt ein bisschen aus dem Rahmen. Ich habe nochmal bei meinen Sindonias gestöbert - also ich habe durchaus auch dunkler gefärbte Kollektionen als sindonia bestimmt. Beim Vergleichen ist mir übrigens aufgefallen, dass die "weißen" um ca. 1 µm längere Sporen haben (immer bis 10) als die bräunlichen, die im Schnitt stets unter 8 messen.

Gemeinsam haben sie alle, dass sie kein graues Velum aufweisen und zur Kleinschuppigkeit neigen.

Ich bringe die Fotos auch einzeln, weil dich die nicht online habe.

Grüße
Hias

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Inocybe sindonia Variabilität *PIC*

interhias ⌂, (vor 6093 Tagen) @ Helmut

und hier noch eine:

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Inocybe sindonia Zystiden *PIC*

interhias ⌂, (vor 6093 Tagen) @ Helmut

hier noch ein Foto von Hymenialzystiden, die zu den bräunlichen Kollektionen gehören: schlank, dickwandig und in KOH ziemlich gelblich, ganz im Gegensatz zu den grauvelierten Teilen.

Echt spannend! Leider habe ich noch viel zu wenig Kollektionen, aber zumindest ansatzweise könnte ich mir vorstellen, dass sowohl die grauvelierten, also auch die fast weißen, ziemlich grob schuppigen, etwas eigenes sind.

Helmut, hast du nicht eine Sammlung von Originalbeschreibungen? Sowas täte hier echt not!

Beste Grüße
Hias

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Re: Dokus im Web

Gábor, (vor 6093 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

da hast Du vermutlich recht - der Aufwand dürfte ähnlich hoch sein beim Bereitstellen der Daten auf einer eigenen Website.
Allein am Anfang wären zusätzlich noch ein Paar konzeptionelle Gedanken zur Gestaltung und späteren Strukturierung nötig.

Denn wenn man sich umschaut, gibt es ja doch schon etliche wirklich gelungene Seiten über Pilze. Und am besten gefallen mir die Seiten, die das gewisse Extra noch zusätzlich haben.
Bei Dir sind es die ausführlichen Dokus Deiner Bestimmungen, und zwar insbesondere von seltenen und schwierigen Arten.

Ein einfach zu bedienendes CM-System hätte ich auch zur Hand.
Ich brauche nur noch eine gscheite Idee für das gewisse Etwas.
Ein Schmankerl, sozusagen :-)

LG, Gábor

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Original-Literatur gesucht

Helmut, (vor 6093 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

bin schon fleißig am Sammeln der Originalbeschreibungen, was aber eine ziemlich uferlose Geschichte ist. Alleine im Index fungorum sind über 800 verschiedene Art-Namen der Gattung Inocybe aufgeführt. Gerade bei sindonia ist die Synonymliste auch noch recht lang - und wenn man das genau machen will, sollte man alle mal durchsehen, vielleicht sind da tatsächlich solche Unterschiede zu erkennen.

Aber vielleicht kann uns jemand anders helfen, der die erforderlichen alten Werke hat (abgeschrieben aus Kuyper 1986):

- Agaricus sindonius Fr., Epicr.: 176. 1838
- Inocybe sindonia (Fr.) P. Karst. in Bidr. Känned. Finl. Nat. Folk 32: 465. 1879
- Agaricus muticus Fr., Monogr. Hymenomyc. Sueciae 2: 346. 1863
- Inocybe mutica (Fr.) Sacc., Syll. Fung. 5: 769. 1887
- Inocybe cortinata Rolland in Bull. Soc. mycol. Fr. 17: 177. 1901
- Inocybe uliginosa Velen., Ceske Houby: 374. 1920
- Inocybe commutabilis Furrer-Ziogas in Schweiz. Z. Pilzk. 30: 127. 1952
- Inocybe kuehneri Stangl & Veselsky in Ceska Mycol. 28: 199. 1974
- Inocybe lepiotoides Remaux in Docs mycol. 12 (48): 10 ('1982') 1983
- Inocybe eutheles var. claricolor Reumaux in Bull. trimest. Soc. mycol. Fr. 100: 205. 1984
- Inocybe eutheles var. fusoideicystis in Bull. trimest. Soc. mycol. Fr. 100: 206. 1984
- Inocybe lucifuga f. gralla Furrer-Ziogas in Schweiz. Z. Pilzk. 30: 134. 1952

Aufzupassen ist darauf, nicht Inocybe eutheles ss. Kühner mit einzubeziehen. Die hält zumindest Kuyper für etwas anderes.

Gruß

Helmut

hier noch ein Foto von Hymenialzystiden, die zu den bräunlichen Kollektionen
gehören: schlank, dickwandig und in KOH ziemlich gelblich, ganz im
Gegensatz zu den grauvelierten Teilen.
Echt spannend! Leider habe ich noch viel zu wenig Kollektionen, aber
zumindest ansatzweise könnte ich mir vorstellen, dass sowohl die
grauvelierten, also auch die fast weißen, ziemlich grob schuppigen, etwas
eigenes sind.
Helmut, hast du nicht eine Sammlung von Originalbeschreibungen? Sowas täte
hier echt not!
Beste Grüße
Hias

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Re: Sindonia und Original-Literatur gesucht

Andreas 2, (vor 6093 Tagen) @ Helmut

Hallo Helmut und Hias,

die Bilder passen alle gut zu dem, was ich für I. sindonia halte. Das mit den unterschiedlichen Sporenlängen bei den mehr weißen Formen werde ich auch mal bei meinen überprüfen. Allerdings weiß ich jetzt aus dem ff gar nicht, ob ich selbst auch schon so richtig weiße hatte.

Eine gute Idee, mit dem Aufruf zu den Originaldiagnosen. Auch mir fehlen die meisten. Von denen von Dir gesuchten besitze ich gerade mal die von: Inocybe kuehneri Stangl & Veselsky in Ceska Mycol. 28: 199. 1974. Kann ich Dir gerne zusenden. Wird aber nicht gleich heute.

Gruß Andreas

Servus Hias,
bin schon flei�ig am Sammeln der Originalbeschreibungen, was aber eine
ziemlich uferlose Geschichte ist. Alleine im Index fungorum sind �ber 800
verschiedene Art-Namen der Gattung Inocybe aufgef�hrt. Gerade bei sindonia
ist die Synonymliste auch noch recht lang - und wenn man das genau machen
will, sollte man alle mal durchsehen, vielleicht sind da tats�chlich
solche Unterschiede zu erkennen.
Aber vielleicht kann uns jemand anders helfen, der die erforderlichen alten
Werke hat (abgeschrieben aus Kuyper 1986): - Agaricus sindonius Fr.,
Epicr.: 176. 1838
- Inocybe sindonia (Fr.) P. Karst. in Bidr. K�nned. Finl. Nat. Folk 32: 465.
1879
- Agaricus muticus Fr., Monogr. Hymenomyc. Sueciae 2: 346. 1863
- Inocybe mutica (Fr.) Sacc., Syll. Fung. 5: 769. 1887
- Inocybe cortinata Rolland in Bull. Soc. mycol. Fr. 17: 177. 1901
- Inocybe uliginosa Velen., Ceske Houby: 374. 1920
- Inocybe commutabilis Furrer-Ziogas in Schweiz. Z. Pilzk. 30: 127. 1952
- Inocybe kuehneri Stangl & Veselsky in Ceska Mycol. 28: 199. 1974
- Inocybe lepiotoides Remaux in Docs mycol. 12 (48): 10 ('1982') 1983
- Inocybe eutheles var. claricolor Reumaux in Bull. trimest. Soc. mycol. Fr.
100: 205. 1984
- Inocybe eutheles var. fusoideicystis in Bull. trimest. Soc. mycol. Fr. 100:
206. 1984
- Inocybe lucifuga f. gralla Furrer-Ziogas in Schweiz. Z. Pilzk. 30: 134.
1952
Aufzupassen ist darauf, nicht Inocybe eutheles ss. K�hner mit einzubeziehen.
Die h�lt zumindest Kuyper f�r etwas anderes.
Gru�
Helmut