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Re: Inocybe fuscidula aggr. (Risspilze)

Andreas ⌂, (vor 6094 Tagen) @ Helmut

Hallo Helmut,

Deine Zweifel beziehen sich aber nur auf die Bilder 1-3, oder? Die beiden letzten sind doch (zumindest) makroskopisch typische I. fuscidula und wären für I. sindonia ausgesprochen untypisch, wenn nicht sogar unmöglich, oder sehe ich das falsch?

beste Grüße,
Andreas

Servus Hias,
so ist das mit dem Schlüssel bei Arten, die nur eine
"08/15"-Mikroskopie aufweisen und auch makroskopisch keine
besonders auffälligen Merkmale zu bieten haben. Da landet man dann bei
fuscidula, flocculosa, rimosa usw.
In diesem Fall müsste aber aufgrund der bräunlichen Stiele der Schlüssel
woanders hinführen (tut er aber nicht). Fuscidula hat weissliche Stiele
(aufgrund Überfaserung), die nur bis schwach gelblich werden.
Rein vom Äußeren hätte ich eher I. sindonia vermutet. Dazu passen die Farben
und die ausgeprägte Cortina. Nach Stangl und Kuyper sind jedoch die Sporen
zu groß (dort nur bis 9,5 µm). Jedoch geben Bresadola (1930) und Alessio
(1980) für die synonymisierte I. eutheles bis 10 bzw. bis 10,5 µm lange
Sporen an.
Zielführende Kennzeichen von sindonia sind für mich: - blasse, stumpfe
Farbtöne, irgendwie "kittfarben"
- ausgeprägte Cortina
- "Waschküchengeruch" (Kartoffelchips-Geruch kommt in der Lit.
nicht vor :-))
- echte Kaulozystiden bis zur Stielmitte oder noch weiter herab
- schlanke Hymenialzystiden, vor allem Pleurozystiden.
Wie sind aus Deiner Sicht die Unterschiede der hier vorgestellten
Kollektionen zu Deinen unkritischen Aufsammlungen von sindonia?
Gruß
Helmut

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