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XXL-Telamonia (Sordescentes) *PIC*

interhias ⌂, (vor 6084 Tagen)

Servus zusammen,

dieses Großkaliber-Telamönchen wächst im Kalkbuchenwald an der Isar in der illustren Gesellschaft diverser Klumpfüße (z.B. C. magicus).

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Die Kollektion gehört wohl in die Ecke der Sordescentes Melot und wird recht stattlich (Hüte bis 7,5 cm breit). Mikroskopisch auffallend sind die großen, stark dextrinoiden Sporen: 11,6 x 7,2 (10-13 x 6,5-8), Q=1,62. Einige Ähnlichkeit hat die Abbildung von C. aprinus, dem Wildschweingürtelfuß, in der Flora Photografica. Allerdings passen weder die Größe noch die Form der dort dargestellten Sporen zu meinem Fund. Näher kommen die Angaben zu C. sordescens Henry bei Moser und Consiglio. Ähnlich sieht auch C. hillieri (Abb. bei Consiglio) aus, der jedoch einen auffallenden Blütenduft aufweisen sollte. Wem sind diese keuligen Teile schon mal in die Finger gekommen?

Diese zweite Kollektion mit etwas kleineren Sporen (10,8 x 6,8) fand ich nur drei Tage vorher im selben Wald:
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Gefühlsmäßig hätte ich gesagt, dass das dieselbe Art ist, wenngleich ich irritierenderweise bei der 1. Kollektion in der HDS auch inkrusierendes Pigment fand und in der 2. nicht.

Hier noch Beschreibung und Mikros zu 1. Kollektion:
Funddaten: [/b]30.09.2009; MTB 7934-4-4-4, 550 m; Schäftlarn, Klosterwald, Kalkbuchenwald, bei Fichte, Buche, Esche; gesellig (>5 Fk); Hut: bis 7,5 cm breit, trocken, auch befeuchtet nicht klebrig, Oberfläche stark eingewachsen faserig, Rand lange nach innen gebogen, am Scheitel dunkel lederbraun mit Tendenz zum Schwärzen (bei alten Fk), zum Rand hin heller kartonbraun bis beige; Stiel: bis 8,5 x 2 cm, stark keulig, in der Basis zugespitzt und wurzelnd, Keule bis 3,8 cm breit, blass cremebeige, längsfaserig, jung durch weißliche Cortina mit dem Stiel verbunden, von der Basis her bräunlich verfärbend; Velum unauffällig; Lamellen: stark ausgebuchtet oder abgerundet angewachsen und bisw. mit Zahn herablaufend, entfernt, jung hellbraun, beigebraun, alt kakaobraun; Fleisch: schmutzig cremefarben, unter dem Scheitel häufig bräunlich durchgefärbt, von der Basis her mehr braun; Geruch: schwach aromatisch; Geschmack: -; Chemie: KOH (30%): auf der Huthaut schokobraun bis schwarzbraun; auf Hutfleisch blass graubraun; HDS: Epicutis dünn, Zellbreite ca. 2,5-8, Hypoderm schwach ausgeprägt, Zellen länglich (kaum kastenförmig), ca. 8-14 breit; Pigment sehr blass bräunlich (die Epicutis wirkt stärker pigmentiert), fein quergestreift inkrustierend (im 40er besser zu sehen als in Öl), sowohl in der Epicutis als auch im Hypoderm; Sonstiges: Lamellenschneide: substeril, mit zahlreichen zylindrischen bis keuligen Marginalzellen, die kleiner als die Basidien sind; Lamellentrama: hyalin, glatt (ohne Inkrustationen); Basidien: hyalin oder braun pigmentiert, keulig, 4-sporig, in KOH auffallend oft kollabiert, groß, ca. 39-52 x 8-11; Sporen: recht variabel geformt, überwiegend subamygdaloid, bisweilen eher ellipsoid oder deutlich amygdaloid, Apex meist schmal gerundet, bisw. schwach ausgezogen, kräftig warzig, Warzen irregulär, bisw. verlängert, bisw. zusammenfließend, sehr dicht; deutlich dextrinoid Maße: 11,6 x 7,2 (10-13 x 6,5-8), Q=1,62 (1,47-1,76), 20 Sp. gemessen;

HDS in KOH:
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Sporen in KOH:
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Grüße aus München
Hias

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Re: XXL-Telamonia (Sordescentes)

Peter W., (vor 6084 Tagen) @ interhias

Hallo Hias, wie denkst du über C. rheubarbarinus?

Gruß Peter

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Re: XXL-Telamonia (Sordescentes)

Andreas ⌂, (vor 6084 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

ohne jetzt die Mikromerkmale überprüft zu haben, würde ich optisch C. sordecens als gute Möglichkeit ansehen. C. aprinus ist deutlich dunklerm, düsterer, oft mit etwas rötlicherer Komponente. Den würde ich schobn makroskopisch ausschließen wollen. Ich habe C. sordescens noch nie selbst gefunden, allerdings seine var. vestitissimus. Meine Pilze waren noch wesentlich größer als deine, mit bis zu 18 cm Hutdurchmesser! Aber farblich passen sie perfekt! meine hatten natürlich mehr Velum, aber das ist ja nun das Kennzeichen dieser var. vestitissimus. Ich werde morgen mal schauen, was beim Atlas des Cortinaires rauskommt.
C. rheubarbarinus scheidet aus, der hat eine andere Statur und andere Farben.

beste Grüße,
Andreas