Hallo Jochen,
um das Forum um eine Minderheitenmeinung zu bereichern: Mir blieb bei dem Ulk
um Steinigungen und Liedersingen bei Kreuzigungen das Lachen nachhaltig im
Halse stecken. Geschmacklos.
Satire ist nicht immer leicht einzuschätzen. Ich hatte z.B. nicht eine Sekunde das Gefühl, dass Monty Python mit diesem Film jemals Blasphemie betrieben hätten, sondern eher eine kritisch-komische Auseinandersetzung mit dem ganzen schweren "Ballast", der an dieser(n) Weltreligion(en) hängt: Fanatismus, Dogmatismus, Ausgrenzung, Machtmissbrauch, Geschichtsklitterung. Dein Vergleich passt meinem Gefühl nach nicht so richtig, weil sich Monty Python z.B. einem Mythos samt seinen Klischees angenommen haben. Über "Ausschwitz" gibt es keinen Mythos und keine Klischees, das ist immer noch moralisches "Ground Zero". Es gibt dazu kaum eine Distanz, und wer sich da ranwagt, sei es satirisch oder sonst wie, macht schnell Bekanntschaft mit der "allfälligen Moralkeule" (Martin Walser).
Grüßle
Juergen
"Jeder nur ein Kreuz!"