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Mykorrhiza bei heimischen Ascomyceten?

Pilzthomas, (vor 6030 Tagen)

Hallo liebe Forumgemeinde,

ich erbitte Hilfe in folgender Frage:

Welche heimischen Ascomyceten sind dafür bekannt, dass sie eine Mykorrhiza bilden?

Vielleicht kann mir jemand Auskunft geben bzw. eine einschlägige Literaturquelle nennen?

In diesem Zusammenhang habe ich noch folgende Frage:
Ist der Anemonen-Becherling ein Parasit auf Anemone oder baut er nur saprophytisch eh schon tote Rhizome ab?

Für Rückmeldungen schon mal im Voraus danke!

Lieben Gruß

Thomas

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Re: Mykorrhiza bei heimischen Ascomyceten?

MartinB, (vor 6030 Tagen) @ Pilzthomas

Hallo Thomas,

die bekanntesten Mycorrhiza-Ascos sind wohl die Trüffel.
Der Anemonen-Becherling ist m.W. ein Parasit (wenn Du googelst, siehst Du ihn an lebenden Pflanzen).

Herzlich,

Martin

Hallo liebe Forumgemeinde,
ich erbitte Hilfe in folgender Frage: Welche heimischen Ascomyceten sind
dafür bekannt, dass sie eine Mykorrhiza bilden?
Vielleicht kann mir jemand Auskunft geben bzw. eine einschlägige
Literaturquelle nennen?
In diesem Zusammenhang habe ich noch folgende Frage: Ist der
Anemonen-Becherling ein Parasit auf Anemone oder baut er nur saprophytisch
eh schon tote Rhizome ab?
Für Rückmeldungen schon mal im Voraus danke!
Lieben Gruß
Thomas

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Re: Mykorrhiza bei heimischen Ascomyceten?

Christoph ⌂, (vor 6029 Tagen) @ Pilzthomas

Hallo Thomas,

meinst Du Ektomykorrhiza oder Mykorrhiza allgemein?

Ektomykorrhiza:

Tuber, Genea, Morchella (Grenzfall, eher Parasit), Helvella, Humaria, Cenococcum, Elaphomyces... nur mal schnell aus dem Kopf - es sind sicher noch mehr Gattungen betroffen.

Ansonsten ist vor allem Hymenoscyphus ericae agg. zu benennen, der eine ericoide Mykorrhiza bildet (z.B. mit Calluna).

Ich denke, dass auch Geopora Ektomykorrhiza bildet, weiß es aber nicht genau.

LG
Christoph

Hallo liebe Forumgemeinde,
ich erbitte Hilfe in folgender Frage: Welche heimischen Ascomyceten sind
dafür bekannt, dass sie eine Mykorrhiza bilden?
Vielleicht kann mir jemand Auskunft geben bzw. eine einschlägige
Literaturquelle nennen?
In diesem Zusammenhang habe ich noch folgende Frage: Ist der
Anemonen-Becherling ein Parasit auf Anemone oder baut er nur saprophytisch
eh schon tote Rhizome ab?
Für Rückmeldungen schon mal im Voraus danke!
Lieben Gruß
Thomas

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Re: Mykorrhiza bei heimischen Ascomyceten?

Wolfgang P., (vor 6029 Tagen) @ Pilzthomas

In diesem Zusammenhang habe ich noch folgende Frage: Ist der
Anemonen-Becherling ein Parasit auf Anemone oder baut er nur saprophytisch
eh schon tote Rhizome ab?

Hallo,

die Sclerotiniaceen sind oft sehr aggressive Parasiten.

Die enge Nachbar-Art Sclerotinia sclerotiorum ist ein gefürchteter Agrar-Schädling auf allerlei Nutzpflanzen, z.B. Verursacher der Braunfäule an Tomaten.

Ich habe selbst schon kreisrunde Löcher in dichten Teppichen aus Anemone gesehen, und in diesen Löchern standen die Anemonenbecherlinge.

Ein mir bekannter Standort des Weißwurzbecherlings (Stromatinia rapulum) wird wohl demnächst erlöschen, weil der Pilz am Standort den Salomonsiegel ausgerottet hat.

Zum Parasitismus wirst Du unter dem Stichwort "Sclerotinia" massenhaft Literatur ergoogeln können.

Grüße,

Wolfgang

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Re: Mykorrhiza bei heimischen Ascomyceten?

Pilzthomas, (vor 6028 Tagen) @ Christoph

Hallo Thomas,
meinst Du Ektomykorrhiza oder Mykorrhiza allgemein?
Ektomykorrhiza: Tuber, Genea, Morchella (Grenzfall, eher Parasit), Helvella,
Humaria, Cenococcum, Elaphomyces... nur mal schnell aus dem Kopf - es sind
sicher noch mehr Gattungen betroffen.
Ansonsten ist vor allem Hymenoscyphus ericae agg. zu benennen, der eine
ericoide Mykorrhiza bildet (z.B. mit Calluna).
Ich denke, dass auch Geopora Ektomykorrhiza bildet, weiß es aber nicht genau.
LG
Christoph

Hallo Christoph,

danke für Deinen Hinweis.

Ja, ich meinte Mykorrhiza (mit höheren Pflanzen) allgemein.

Gut, die Hypogäen hatte ich wohl auf dem Schirm (Edel-Tubern mit Quercus nehme ich an). Aber auch das eigentlich nur "volkstümlich überliefert". Gibt es hier evtl. eine empfehlenswerte Quelle?

Und die anderen sind mir persönlich völlig neu: Morchella?, Helvella auch?
Wo kann ich dazu ggf. mal was nachlesen?

Gruß
Thomas

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@wolfgang und Martin

Pilzthomas, (vor 6028 Tagen) @ Wolfgang P.

Danke auch für die Hinweise zu Sclerotinia.

Das mit den gegoogleten Fotos ist immer so 'ne Sache (s. dieses Forum, Stichwort Bildbearbeitung). Und bei abgestorbenen Patches ist Ursache und Wirkung ja auch erst noch mal zu klären. Deshalb hatte ich mir gedacht, frage mal die Experten.

Ich bin aber durchaus überzeugbar mit dem Hinweis auf (agressiven) Parasitismus (oder ist es schon Prädatorentum, denn der Parasit bringt doch aus eigenem Interesse seinen Wirt nicht final zur Strecke?) im Verwandschaftskreis von Sclerotinia.

Gibt es auch hier evtl. eine Leseempfehlung?

Gruß
Thomas

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Re: @wolfgang und Martin

Wolfgang P., (vor 6028 Tagen) @ Pilzthomas

Ich bin aber durchaus überzeugbar mit dem Hinweis auf (agressiven)

Parasitismus (oder ist es schon Prädatorentum, denn der Parasit bringt
doch aus eigenem Interesse seinen Wirt nicht final zur Strecke?) im
Verwandschaftskreis von Sclerotinia.
Gibt es auch hier evtl. eine Leseempfehlung?

Zur Sclerotinia-Fäule gibt es ganze Bücher, regelmäßige Symposien und 226.000 Google-Hits. Da musst Du schon genauer sagen, was Dich interessiert.

Wolfgang

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Re: @wolfgang und Martin

Pilzthomas, (vor 6027 Tagen) @ Wolfgang P.

Ich bin aber durchaus überzeugbar mit dem Hinweis auf (agressiven)
Zur Sclerotinia-Fäule gibt es ganze Bücher, regelmäßige Symposien und 226.000
Google-Hits. Da musst Du schon genauer sagen, was Dich interessiert.
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

danke! Ich bin im Internet fündig geworden.
Wusste bislang einfach nicht, dass das im Pflanzenbau so ein gravierendes Thema ist. Hätte nicht gedacht, dass dieser "Schimmelbefall" an Pflanzen (auch an Tomaten bzw. Kartoffeln) einem (doch ansehnlichen) Sclerotien-Becherling zuzuschreiben ist. Wieder was gelernt.

Gruß
Thomas